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InVertigo

Next Stop Vertigo

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: Neoprog; New Artrock; Rock / Pop / Mainstream
Label: Progressive Promotion Records
Durchschnittswertung: 9.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Jacques Moch guitar
Matthias Hommel bass
Sebastian Brennert vocals
Michael Kuchenbecker keys
Andre Lente drums

Tracklist

Disc 1
1. Vertigo 7:28
2. The Night 8:58
3. Special 12:23
4. Take Your Time 7:47
5. Night In Broadway 7:19
6. Saturday Evening 8:33
Gesamtlaufzeit52:28


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 3)


Neues aus deutschen Landen: InVertigo aus Gelsenkirchen legen mit "Next Stop Vertigo" ihr Debütalbum vor. Auf dem Cover ist der Albumtitel als Stempelabdruck dargestellt, in dem "confidential" steht. Na, dass wollen wir doch nicht hoffen, dass dieses Werk vertraulich, geheim oder nur ein Geheimtipp bleibt, dazu ist es nämlich eindeutig zu gelungen. "Next Stop Vertigo" ist im übrigen die zweite Veröffentlichung des kleinen, mutigen Progressive Promotion-Labels des rührigen Oliver Wenzler.

"You are a fan of Marillion, Spock's Beard, Pendragon, Satellite, Genesis? - You will love InVertigo!" schreibt die Band selbstbewusst... und ja, da haben sie recht (obwohl ich eher auf Yes, denn auf Genesis, referenziert hätte, aber das ist eher eine Petitesse). Damit ist die Rezension auch schon erledigt. Kaufen!

Oh, ihr wollt doch mehr wissen? Na gut... "Next Stop Vertigo" ist ein erstaunlich reif klingendes Album geworden, dessen Soundgestalt gleichermaßen Elemente des New Artrock, vor allem in der elegischen Gitarrenarbeit, des Neoprog - Keyboard-Teppiche und -Flächen -, aber auch einfach guter, verspielter Rockmusik aufgreift (in einer besseren Welt wäre diese Musik im positiven Sinn radiotauglich, weil man ja auch beim Frühstücken gut unterhalten werden will). Gerade Keyboarder Kuchenbecker hat aber auch ein paar Gimmicks und gute Ideen auf Lager, die für Überraschungseffekte und Auflockerung sorgen, mal ein jazziges Piano, mal floydige Atmosphären. So wird der Geist der Musik, wie er stellvertretend von den weiter oben genannten Bands versprüht wird, zitiert und als Inspiration genommen, ohne, das direkt ein Vorbild ständig zitiert oder gar kopiert wird. Heraus kommt edler Neoprog mit viel Stil und viel Melodie, mit flirrenden Synthies, moderat rockenden Gitarren und ebenso moderat vertrackten Songs. Oben drauf gibt es mit Sebastian Brennert einen guten Sänger, Marke gefühlsecht und melodiestark. Manchmal erinnert mich der Stil Brennerts (wie im übrigen die gesamte Musik von InVertigo auch) an Phil Griffiths und Alias Eye. Auch die Belgier M!NDGAMES und die bereits genannten Satellite aus Polen erscheinen mir als gute Vergleiche.

InVertigo erfinden nichts neu, beleben aber ihre stilistische Ecke mit frisch und flott gespielter Musik, mit epischen, verspielten Arrangements, guten Melodien und überhaupt einem gewissen Wohlfühl-Faktor, ganz ohne Schwülstigkeit und übertriebenem Pathos. Lediglich das etwas zu nah am Kitsch gebaute "Saturday Evening" fällt, vielleicht auch wegen des eher schlichten Textes, etwas im Vergleich zu den anderen Songs ab. Aber "Next Stop Vertigo" ist ein mehr als gelungenes Debüt, welches vor allem Genre-Freunde verzücken sollte und das Appetit auf mehr macht.

Anspieltipp(s): einfach vorne loslegen...
Vergleichbar mit: siehe Rezi-Text...
Veröffentlicht am: 18.9.2010
Letzte Änderung: 13.3.2012
Wertung: 10/15

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Von: Jürgen Wissing @ (Rezension 2 von 3)


Schon auf dem Debüt deutet sich an, was mit dem 2012 erscheinenden Nachfolger "Veritas" Realität wird: InVertigo schaffen mit ihrem Sinn für unterhaltsamen, schwungvollen Neo/RetroProg und durchaus gelungenen Kompositionen eine Alternative zu den "Alteingesessenen" des Genres.

Zwar hat hier alles noch eine leichte Note von Zurückhaltung und manchmal ein wenig Bemühtheit, hinter den bisweilen etwas naiv oder schüchtern klingenden, dabei aber in keiner Phase biederen "Gehversuchen" blitzt schon eine Menge Können auf.

Und so stellt "Next Stop Vertigo" eine sehr positive Überraschung unter den Newcomern dar. InVertigo spielen hier gut "sitzende" Melodien, die mit Elan und in gut harmonierendem Zusammenspiel sowie einigen auflockernden Tempiwechseln präsentiert werden.

Mehr Mut zu Ecken und Kanten, zu ein paar Schrägheiten und zu ausgefalleneren Rhythmen und Themen, halt etwas mehr Tendenz zum Artrock hätte man sich hier bereits gewünscht, aber die Wartezeit auf das zweite Album war ja nicht allzu lang.

Anspieltipp(s): The Night, Night on Broadway
Vergleichbar mit: Alias Eye
Veröffentlicht am: 9.4.2012
Letzte Änderung: 9.4.2012
Wertung: 10/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 3 von 3)


Das Debüt von InVertigo aus Gelsenkirchen ist eine Mischung aus Neoprog, Mainstream, und ArtRock. Man merkt der Band im Gegensatz zu ihrem tollen zweiten Album „Veritas“ aber an, dass sie entweder nicht genug Studiozeit hatte um die Aufnahmen zu perfektionieren oder es fehlte schlicht und einfach noch an der notwendigen Erfahrung und dem Mut aus sich heraus zu gehen. Es gibt viel Keyboard und Klavier, immer schön im Einklang mit der Gitarre, zu hören. Die Musik erinnert deshalb an Knight Area, Satellite oder Sylvan, weniger aber an die von der Band selbst zitierten Genesis, zumindest in deren Progphase. InVertigo schreiben im Vergleich doch recht simple Notenläufe auf ihrem Debüt, welche sich wegen der fehlenden Aufmerksamkeitsspanne nur schwer im Kopf festsetzen . Was auf dem Nachfolger „Veritas“ wunderbar funktioniert klappt hier leider noch nicht so gut.

Bei NIGHT ON BROADWAY ist es besser. Da ist eine tolle Hook drin und der Mittelteil gibt Zeit für jamartige und gelungene Soli. Doch ist dann ein Longtrack wie SPECIAL einfach zu eintönig und uninspiriert. Er wirkt auf Dauer etwas belanglos, besonders wegen der Soli die nicht richtig zünden. Jaja, diese Longtracks. Bei jungen Bands gerne gespielt, aber oft wäre weniger dann mehr.

Dennoch besitzen die Songs auch ihre Qualitäten. Ein kompletter Ausfall ist nicht dabei und besonders der Schlusstrack SATURDAY EVENING kann mit seinen vielen Tempowechseln, seinen Gitarren- und Keyboardläufen noch einmal faszinieren.

Für ein Debüt ordentlich, doch der Nachfolger „Veritas“ macht es besser. Fans sollten dennoch ihre Sammlung komplettieren.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: siehe im Text
Veröffentlicht am: 21.2.2018
Letzte Änderung: 21.2.2018
Wertung: 8/15
das Potential ist erkennbar, aber es wird noch nicht richtig genutzt

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von InVertigo

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 Veritas 11.67 3

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