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Jörg Sandner

Donut Desaster

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: instrumental; Funk; Jazz; Metal; Moderne Klassik
Label: Phonector
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jörg Sandner Klavier, Synthesizer, Akkordeon, Toy-Piano
Roland Neffe Vibraphon, Marimba, Xylophon, Glockenspiel
Roland Schmidt Saxophon
Tilmann Dehnhard Saxophon, Flöte
Stefanie Hölk violine
Jens Jouvenal Trompete
Michael Pappagallo Klarinette
Greg Dinunzi Gitarre
Carsten Schmelzer E-Bass
HD Lorenz Kontrabass, Fretless Bass
Alexander Hoetzinger Schlagzeug, Percussion

Gastmusiker

Benjamin Schwenen 7-String Gitarre (3,4)
Robin Rudolph Gitarren-Solo (3)
Jörg Niegel Saxophon (1)
Hossein Yacery Manesh Trompete (1)
Thomas Wegel Kontrabass (1)
Bob Howell Schlagzeug (1)

Tracklist

Disc 1
1. Intro 0:40
2. Donut Desaster 3:19
3. Angriff der Killerviren 6:15
4. Sind Kinder im Saal? 3:37
5. Klavierstück 1 3:12
6. Fortune Cookie 3:12
7. Invasion der weißen Kleinbusse 2:01
8. Klavierstück 3 1:53
9. Mottenalarm 2:25
10. Kleiner Walzer 4:00
11. Klavierstück 2 2:35
12. Special Delivery 3:07
13. Nirvana für Arme 2:44
Gesamtlaufzeit39:00


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Jörg Sandner? Wer ist Jörg Sandner? Nun, der eine oder andere mag sich vielleicht noch erinnern (oder diese Seiten aufmerksam gelesen haben), Jörg Sandner hat Mitte bis Ende der 90er Jahre mit Weltpinguintag durchaus für Szene-Furore gesorgt, war dann allerdings irgendwie verschollen (für mich wenigstens), bevor er als Gast beim 2009er Album von Counter-World Experience wieder auftauchte. Nun hat er Ende 2010 ein Solowerk veröffentlicht, auf dem unter anderem ehemalige Weltpinguintag-Kollegen – Gitarrist Robin Rudolph und Saxophonist Roland Schmitt – sowie ehemalige und aktuelle Musiker von Counter-World Experience – Gitarrist Benjamin Schwene und Bassist HD Lorenz – zu Hören sind.

Weltpinguintag, Counter-World Experience und auch Panzerballett sind auch gute Stichworte, um das Geschehen auf „Donut Desaster“ zu beschreiben. Schon die Songtitel - „Angriff der Killerviren“, „Invasion der weißen Kleinbusse“, „Nirvana für Arme“ - suggerieren, dass es hier nicht allzu bierernst, dafür aber umso kreativer zu geht. Krachige, fett riffende Gitarren duellieren sich mit einer ebenso fetten Bläsersektion, schrägen Tastenläufen, wirbeligem Drumming und profundem Bassspiel. Dazu kommen immer wieder Einlagen mit klingelnd-klöppelnder zappaesker Percussion von Vibraphon über Marimba bis Glockenspiel. Flotter Jazz-Metal mischt sich munter mit Kirmes- und Kaffeehaus-Musik und kreativem Krach, wenn die brachialen „Smells like Teen Spirit“-Riffs „Nirvana für Arme“ zersägen. Ein wunderbares Happening kreativer, verspielter, witziger, lauter und mitreißend rockender Musik.

Dazwischen gibt es schon mal kleine Portionen 'Jam-Jazz' - „Special Delivery“ -, die einen ein bisschen an Frogg Café erinnern und als Sahnehäubchen drei Solo-Einlagen von Jörg Sandner am Piano, die in Richtung moderne Klassik gehen.

Auch wenn die Songs durchaus für sich selbst stehen können, ist „Donut Desaster“ mit seiner Achterbahnfahrt aus doch eher kurzen, manchmal skizzenhaft wirkenden, Tracks vor allem am Stück gehört ein mitreißender Genuss. Hoffentlich macht Jörg Sandner jetzt nicht wieder 10 Jahre Pause.

Anspieltipp(s): alles ;-) oder "Angriff der Killerviren"
Vergleichbar mit: Weltpinguintag, Panzerballett
Veröffentlicht am: 10.7.2011
Letzte Änderung: 10.7.2011
Wertung: 12/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Hört nur wie lieblich es schallt... Dieser Tage hört der Progger in mir gerne Alben wie The Jethro Tull Christmas Album, 50 Words For Snow, Chris Squire's Swiss Choir oder X-Mas Death Jazz. Und prompt ist man nach Panzerballett im JazzMetal-Modus, hört anschliessend automatisch Weltpinguintag und erinnert sich dann dieses Albums. Kollege Kohlruss hat die Musik sehr treffend beschrieben; ich möchte nur noch einige Ergänzungen anbringen und das Album nochmals in Erinnerung rufen.

Ich hatte das Vergnügen Jörg Sandner und die anderen Pinguine anno 1995 live in Berlin zu sehen. Leider löste sich die Band um die Jahrtausendwende auf. Nachdem Sandner, der an der Musikhochschule Köln Klavier studierte, einige Jahre als musikalischer Leiter und Pianist am Wintergarten-Varieté in Berlin tätig war und unter anderem mit Künstlern wie André Heller und Eckart von Hirschhausen zusammengearbeitet, sowie als Pianist am Theater des Westens in verschiedenen Shows wie "Tanz der Vampire" und "Der Schuh des Manitu" mitgewirkt hatte, veröffentlichte er ein Album mit Klaviermusik und wirkte bei Metronomicon als Gastmusiker mit.

Dann erschien das Donut Desaster, ein Pot Pourri unterschiedlichster Stile: Jazz, Metal, Klassik, Funk und vieles mehr. Wie schon bei Weltpinguintag werden hier verschiedene Zutaten zu einem pikant gewürzten Cocktail vermengt. Heftige Gitarrenriffs, gestützt von mal pumpendem, mal virtuos singendem Bass, werden dem Hörer entgegen geschleudert, das Schlagzeug macht tüchtig Feuer unterm Kessel, Tasten- und Blasinstrumente sorgen mal für Melodie, mal für windschiefes, schräges Freiformat. Dazu kommen verspielte, witzige Percussion-Farbtupfer durch Vibraphon, Marimba, Xylophon und Glockenspiel. Zwischen heftige, wilde Kompositionen schiebt Sandner mehrere kurze Klavierstücke, die etwas Druck aus dem Kessel lassen.

Donut Desaster ist eigenständig, abwechslungsreich, sehr kurzweilig und äusserst kompetent dargeboten. Man hört den Musikern die Spielfreude an und diese überträgt sich sofort auf den Hörer. Ein Album, das von der ersten Sekunde an Spass macht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Weltpinguintag
Veröffentlicht am: 17.12.2017
Letzte Änderung: 17.12.2017
Wertung: 12/15

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