The Gettysburg Address
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Tobias Lundgren |
Drums, Percussion, Vocals |
| Petter Sandström |
Acoustic Guitar, Vocals |
| Johan Westerland |
Bass Guitar, Vocals |
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| Pontus Åkesson |
Electric Guitar, Vocals |
| Sebastian Åkesson |
Organ, Mellotron, Percussion, Vocals |
| Simon Åkesson |
Lead Synthesizers, Grand Piano,Organ, Mellotron, Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Moonwalk
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11:38
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| 2. |
Lover's End Pt.1
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6:56
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| 3. |
A Kid Called Panic
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14:34
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| 4. |
Yasgur's Farm
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8:45
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| 5. |
The World's Best Dreamers
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6:21
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| Gesamtlaufzeit | 48:14 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Dance Across The Ocean
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8:48
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| 2. |
Heartland
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6:05
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| 3. |
New York City Summergirl
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4:57
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| 4. |
Other Half Of The Sky
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30:40
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| Gesamtlaufzeit | 50:30 |
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Rezensionen

Eine sensationelle Live-Band! Moon Safari interpretieren ihre Songs auf ähnlich spielfreudige Art wie es Genesis ihrerseits 1977 auf Seconds Out taten. Wesentlich härter sind die Stücke gegenüber den soften Versionen der drei vorausgegangenen Studioalben zwar nicht, aber die Dynamik des Vortrags katapultiert die hochmelodiösen und melodischen Kompositionen in andere Sphären.
Die Spielfreude und Frische der Band ist traumhaft, die Instrumentalisten sind über jeden Zweifel erhaben und die Abstimmung innerhalb der Band flößt Respekt ein. In den Instrumentalteilen geht richtig die Post ab, der Schlagzeuger entpuppt sich als ein Motor für die Band und die Gesangsparts und Chorarrangements sind wegweisend. Die beiden Keyboarder bieten vielfältige Klänge - Orgel, Mellotron oder Moog in allen Variationen und insbesondere die Piano-Parts veredeln die Stücke. Gitarrist Pontus Akesson beherrscht das gesamte Repertoire von Hackett und Holmes über Stolt bis Rothery und Mitchell und noch so vieles mehr.
Fast überflüssig zu erwähnen, dass die Band dieses Live-Dokument in erstklassigem, ausgewogenen Sound präsentiert, der bei aller Perfektion genügend Live-Feeling aufkommen lässt, denn auch die netten Ansagen sind enthalten und das Publikum geht richtig mit. Man leistet sich sogar den schicken Luxus Frank Sinatra's New York, New York anzuspielen.
Was will man jetzt noch - ein paar Longtracks? 9 Stücke mit knapp 100 Minuten Spielzeit lassen dafür genügend Raum, die Krönung ist der Abschlusstrack mit über 30 Minuten: Other Half Of The Sky wird jedem Retro- und Symphonic Prog-Fan die Freudentränen in die Augen treiben. Und bei nahezu jedem Stück wünscht man sich, dass es nie aufhören möge.
Die grundlegende Stärke der Band ist am Ende, dass sie permanent positive Signale sendet: Das ist lebensbejahende Musik mit starken, intelligenten Melodien, aus welchen Moon Safari mit schlafwandlerischer Sicherheit euphorische, überwältigende Momente entwickeln. The Gettysburg Address schärft den Sinn für alles Schöne und Gute im Leben und sorgt für kräftig gute Laune. Dass Optimismus und Harmonie im Prog möglich sind wurde vielleicht noch nie so eindrucksvoll unter Beweis gestellt wie von Moon Safari.
Nochmals: Eine sensationelle Live-Band!
| Anspieltipp(s): |
A Kid Called Panic |
| Vergleichbar mit: |
The Flower Kings, Yes, IQ |
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| Veröffentlicht am: |
8.2.2012 |
| Letzte Änderung: |
26.2.2012 |
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Als ich im Vorfeld meiner Kritik natürlich auch die Zeilen meines Vorkritikers unter diesen Seiten zu „The Gettysburg Address“ (20. Mai 2011 im Gettysburger Majestic Theater) der progressiven Schweden des melodiösen Schönklangs las, dachte ich im Stillen bei mir: „Na ja, der Harald trägt hier aber ganz schön dick auf – und er übertreibt bestimmt ein wenig.“
Ja, ja – genauso waren meinen Gedanken … bis zu dem Moment, in dem ich die erste CD dieses Moon-Safari-Live-Doppeldeckers aus dem Jewel-Case schälte und sie in meinen CD-Player einfahren ließ. Und bereits nach dem ersten CD-Hördurchgang wusste ich: „Mein Gott, der Harald übertreibt in keiner Weise, hier kommt ein außergewöhnlich faszinierendes Live-Dokument von sechs Musikern, die den perfekten Klang ihrer Studio-CDs gänzlich bis zur Genialität live auf der Bühne umzusetzen vermögen!“
Spitzbübisch freute ich mich sofort auf das Hören der zweiten CD, denn dort wartete unter anderem ein symphonisches Kleinkunstwerk mit einer über dreißigminütigen Spielzeit auf mich, das neben den für Moon Safari so typisch wundervollen Melodien auch den progressiven Rockpfeffer eingeblasen bekommt, der allerdings niemals die Schärfe eines metallischen Proghammers erreicht, aber trotzdem sehr schmackhaft ist. „Other Half Of The Sky“ sollte ab sofort als der Live-Maßstab für alle Bands angesetzt werden, die für sich beanspruchen, zu den ganz Großen der progressiven Live-Rock-Szene zu gehören und dabei, statt auf übertriebenen Bombast oder „Krach“, mehr auf Satzgesänge und entspannte, schöne Melodik stehen – und darum besitze ich hier einfach mal die Unverschämtheit zu behaupten, dass selbst Transatlantic sich hier eine Musik-Scheibe abschneiden könnten. Bereits die lustige, das Publikum in die Irre führende Ansage: „Also hier kommt unser letzter Song!“, die sofort mit einem Aufraunen der Fans beantwortet wird, stimmt großartig auf „Other Half Of The Sky“ ein. Schnell antworten die Musiker, dass dieser Song ein langer, sehr, sehr langer Titel ist und sie nur mal testen wollten, ob schon jemand eingeschlafen wäre. Das scheint offensichtlich nicht der Fall zu sein – kein Wunder bei dieser dargebotenen Live-Professionalität.
Doch bevor es überhaupt so weit kommt, liegen beinahe 70 Minuten Spielzeit hinter dem Hörer, in denen er fast das komplette Album Lover's End (2010) sowie einige Songs aus [blomljud] (2008) zu hören bekommt. Mit „Dance Across The Ocean“ versteckt sich aber auch ein einziger Titel aus dem Debüt-Album A Doorway To Summer (2005) in der Live-Setlist!
Bis zu diesem Zeitpunkt ist wohl auch jedem klar geworden, dass der ewige Vergleich von Moon Safari mit ihren schwedischen Landsleuten The Flower Kings gehörig hinkt. Hier klingt nur wenig nach den Blumenkönigen, dafür aber durfte man sich mit dem „Camel“ auf die Safari Richtung Mond begeben. Eigentlich logisch, denn wer macht sich denn mit einem Blumenkörbchen auf die Wüstenreise, da sind die musikalischen Wüstenschiffe schon eher geeignet. Und natürlich trifft man auch auf seiner Reise durchaus auf einen sehr anspruchsvollen Pendragon, mit dem uns durch beinahe perfekte Satzgesänge ein echtes Yes-Gefühl vermittelt wird und sogar ein Fluss aus der Unterwelt grüßen lässt, den die (gebeutelte) griechische Mythologie Styx nennt, bevor sich diesen ein paar amerikanische Melodic-Rocker vereinnahmten. Es ist wirklich eine wunderbare Reise, auf die sich der Zuhörer begibt, wenn er an den Bühnenrand tritt, auf dem die sechs Schweden ihre Musikreise eröffnen. Ein großartiges, von vielen anderen Musikern nur selten erreichtes Live-Erlebnis, bei dem es nicht auf Druck und Power, sondern auf Perfektion und Harmonie sowie die Freude am Musizieren und einen augenzwinkernden Sinn für Humor ankommt. Und im Booklet der CD kann man zusätzlich noch die Hintergründe zu jedem einzelnen Song lesen – dargestellt aus der Sicht dieser sympathischen schwedischen Band.
„The Gettysburg Address“ ist die allererste Adresse für live dargebotene melodisch-melancholische, progressive Rockmusik aus dem Hause Moon Safari, die echte Maßstäbe setzt. Mein Gott, der Harald hat wirklich Recht!
| Anspieltipp(s): |
Other Half Of The Sky |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
13.3.2012 |
| Letzte Änderung: |
16.3.2012 |
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Obwohl als „Fanboy“ der Schweden bekannt, bin ich nicht geneigt, mich der Euphorie der Kollegen anzuschließen. Sicher, Moon Safari sind eine sehr gute Live-Band, davon konnte ich mich selbst bereits überzeugen. Und sicher ist es nach drei Studioalben statthaft oder gar an der Zeit, auch mal zu zeigen, dass man Live was drauf hat. Aber bei „Gettysburg“ gibt es doch so manches, was mich nicht unbedingt jubeln lässt.
Zunächst muss ich feststellen, dass die Songauswahl zwar soweit ganz ok ist, dafür aber in der Darbietung „tongetreu“ und somit leider ohne jede Überraschung und, für einen Gewohnheitshörer der Band, spannungserhöhende Varianten bleibt. Hier wird eindeutig die Chance vergeben, mal ein wenig instrumental abzuschweifen oder einfach nur „abzurocken“. So wird denn vor allem das Klischee der „harmonieverliebten Softprogger“ mit perfektem Chorgesang in ihren Arrangements gepflegt.
Und da setzt ein weiterer – kleiner – Kritikpunkt an: stellenweise gelingt es (eigentlich „gottlob“) nicht, den mehrstimmigen Chor, der noch um den Neuzugang Sebastian Akesson erweitert wird, so abzumischen, dass er auch wirklich perfekt aus den Boxen kommt. Perfektion pur in gesanglicher Hinsicht ist aber nun mal das Markenzeichen dieser Band.
Neben den genannten leichten „Eintrübungen“ des Hörvergnügens soll aber auch nicht verschwiegen werden, dass Gitarrist Pontus Akesson hier einen besonders guten Job macht und Schlagzeuger Tobias Lundgren heftig gegen die früher mal geäußerte Kritik des „simplistic drumming“ ankämpft – und das durchaus erfolgreich, soweit die Songs das hergeben.
Sicher ein gutes Live-Dokument, das aber den Mut zu mehr Kreativität etwas vermissen lässt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.5.2012 |
| Letzte Änderung: |
30.5.2012 |
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