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Phi

The Deflowering of Reality

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012 (EP)
Besonderheiten/Stil: HardRock; Metal; New Artrock
Label:
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Markus Bratusa vocals, guitar
Arthur Darnhofer-Demàr bass, backing vocals
Nick Koch drums

Tracklist

Disc 1
1. Manager of the Year 8:09
2. The Beginning of the End 5:12
3. Teenage Lust 8:57
Gesamtlaufzeit22:18


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 2)


Auf dieser EP präsentieren sich die drei Musiker von Phi wie auf ihrer ersten EP wieder reduziert auf die klassische Gitarre/Bass/Schlagzeug-Besetzung - keine Keyboard- und Violinengastspiele mehr. Dies macht den Sound der Band ziemlich kraftvoll-transparent. Was die „Post Progressive Band“ (Selbstdarstellung) auf dieser kurzen Deflorationsübung anbietet, erweist sich aber gleichwohl als recht vielschichtig.

Das einleitende Manager of the Year mit dem Kernsatz „In control, you're in control“ lebt von seinem hüpfenden Rhythmus. Der Gesang klingt etwas wie metallisch-verzerrte Radiohead. Fette Riffs wechseln mit federndem Gitarrenspiel und bestimmen mit diesem Gegensatz das Klangbild des Stückes. Hier klingt deutlich New Artrock durch. Eine schwer-metallische Passage nach einem ruhigen Zwischenspiel wird auch noch eingefügt und am Ende wird es etwas lärmig. Das ist schon etwas an der Grenze konzeptioneller Stimmigkeit, funktioniert insgesamt aber noch gut.

Der Anfang vom Ende ist The Beginning of the End nicht unbedingt, sondern setzt den Sound des Openers in noch rifflastigerer, rockigerer Weise fort, diesmal aber konzeptionell deutlich reduzierter. Das klingt für mich weitaus weniger „modern“ als Manager of the Year, erinnert aber umso mehr an den Hardrock der 70er, gerade auch mit seinem ausladenden Gitarrensolo. Insgesamt wirkt das Zusammenspiel der Band hier zwar weniger abwechslungsreich, dafür aber konsistenter.

Teenage Lust setzt hier nahtlos an und klingt noch eine Spur weiter retro. Die Gitarre weckt bei mir unmittelbar Assoziationen an Jimmy Page zu seligen Zeppelin-Zeiten. Auch das Schlagzeug fügt sich in dieses Bild ein. Klingt auch ein bisschen wie Tea Party - auch der Gesang -, aber die hatten ja auch diesen Led Zep-Einschlag. Stark an New Artrock erinnernde ruhige Zwischenspiele bringen wieder kontrastierende Modernität ein. Und dieses Wechselspiel funktioniert gut! Der Song klingt schließlich doomig-noisig aus.

Phi gelingt es, die kraftvolle Präsenz eines Live-Auftritts auch im Studio zu reproduzieren. Dabei verbinden sie meist recht geschickt gut kontrastierende Elemente aus Retro-Hardrock und New Artrock miteinander, die sich gut die Balance halten. Phi sind dabei, aus recht gegensätzlichen Versatzstücken einen sehr eigenen, meist kurzweilig-packenden Sound zu konstruieren.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Led Zepplin, Radiohead
Veröffentlicht am: 1.4.2012
Letzte Änderung: 1.4.2012
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Das steirische Trio hat hier nicht nur auf Gastmusiker verzichtet, sondern auch noch weitgehend auf die zusätzlichen stilistischen Ingredienzen, die den Vorgänger For the Love of Ghosts interessanter als das Debüt gemacht hatten. Hier ist nun durchweg melodischer Progressive Rock der härteren Gangart mit viel 70er-Hardrock-Einflüssen und gelegentlichen Ausflügen ins Progmetallische oder New-Artrockige angesagt. Dabei sind die Songs aber immer noch abwechslungsreich gestaltet, etwa wenn in Teenage Lust abrupt von klassischem Hardrock der Marke LedZep zu einer New-Artrock-inspirierten Passage gewechselt wird.

Im Zentrum der Musik stehen wieder kernige Gitarrenriffs, die auch schon mal metallisch schrubben. Der knackige Bass und das dynamische Schlagzeug vervollständigen den Powertrio-Sound, der mich gelegentlich auch an Rush erinnert - mit dem Unterschied, dass der Gesang von Markus Bratusa um einiges angenehmer klingt als der von Geddy Lee.

Instrumententechnisch ist den dreien also nichts vorzuwerfen, was mir fehlt ist - neben ein paar mehr Ecken und Kanten - mehr eigener Charakter der Musik. Der war auf dem Vorgänger eher vorhanden. Die EP ist nun solides Handwerk, aber ohne große Überraschungen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.4.2012
Letzte Änderung: 29.4.2012
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Phi

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Half Hour Universe 8.00 1
2011 For the love of ghosts 9.50 2
2013 Years of Breathing 10.00 1

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