SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
18.6.2013
Arilyn - Shadows Of The Past
Millenium - Ego
17.6.2013
Moon Safari - [blomljud]
16.6.2013
Boris Kovac - Ritual Nova I & II
Jack O'The Clock - All My Friends
Mr. So & So - Truths, Lies & Half Lies
State Urge - White Rock Experience
15.6.2013
October Equus - Permafrost
Pekka Pohjola - Visitation
ATRINA - In Planetary Sugar
Little Atlas - Automatic Day
Schl@g! - Werk
Vienna Circle - Silhouette Moon
14.6.2013
Telergy - The Legend Of Goody Cole
Thieves' Kitchen - One For Sorrow, Two For Joy
Rhùn - Ïh
13.6.2013
Postures - Postures
Tristan Blaskowitz - Winter
ARCHIV
STATISTIK
19284 Rezensionen zu 13077 Alben von 4951 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

DeeExpus

King Of Number 33

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream
Label: earMusic / Edel
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Andy Ditchfield guitar, keyboards, vocals
Mark Kelly keyboards
Tony Wright lead vocals
John Dawson bass
Henry Rogers drums

Gastmusiker

Steve Wright live guitar
Nik Kershaw vocals ("Memo")

Tracklist

Disc 1
1. Me And My Downfall 6:49
2. Maybe September 7:29
3. Marty And The Magic Moose 4:43
4. King Of Number 33

1. Chapter I - Paupers Parade
2. Chapter II - Accession
3. Chapter III - The Physician And The Traitor
4. Chapter IV - The Hunt
5. Chapter V - Neverending Elysium
6. Chapter VI - Rex Mortuus Est

26:42
5. Memo 7:27
Gesamtlaufzeit53:10


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 1 von 2)


Auf ihrem zweiten Studioalbum vermelden die Briten DeeExpus (schon ein seltsamer Bandname, oder?) einen prominenten Neuzugang: Mark Kelly von Marillion bedient fortan auch hier die Tasten (natürlich gemeinsam mit Bandcheffe und Multitalent Andy Ditchfield). Anscheinend wollte Kelly mal wieder ein bisschen Neoprog-Feeling verbreiten und genießen, nachdem sich Marillion von dieser Stilistik inzwischen weitgehend emanzipiert haben. Darüberhinaus hat sich Bandbesetzung deutlich verändert, da aber Andy Ditchfield und Tony Wright die Zügel fest in der Hand haben, dürften die anderen Beteiligten eher so Mitmusiker-Charakter haben und daher sind deren Wechsel nicht so entscheidend für den Bandauftritt (Neu-Schlagzeuger Rogers agiert im übrigen auch bei Touchstone).

Im Mittelpunkt von „King Of Number 33“ steht die titelgebende, sechsteilige Suite, die sich auf eine Begebenheit aus Sängers Tony Wrights Kindheit bezieht. Da scheint es wohl einen Exzentriker gegeben zu haben, der eine besondere Manie für Linienbusse hatte und diese als seine „königlichen Gefährte“ ansah. Das Lebensdrama dieses schrägen, traurig-komischen Typen, wohl bis zum Ende („Rex Mortuus Est“) begleitet das Stück.

Bevor es zum Höhepunkt geht, stellen DeeExpus noch drei Songs voran. Dabei überrascht vielleicht besonders der Opener „Me And My Downfall“ mit hardrockiger Attitüde. Die Band spielt hier kraftvoll und knackig eher in Richtung Melodic Rock mit saftiger Gitarrenarbeit. Sänger Wright hat mit seiner eher sanften Stimme seine liebe Mühe hier mitzuhalten. Danach folgt eine Piano-Ballade, bei der vermutlich Kelly zum ersten Mal so richtig prominent im Klangbild auftaucht. „Marty And The Magic Moose“ ist ein treibendes Instrumental, in dem die Band auch mal ein bisschen vertrackt agiert, wohl der beste Song des Albums.

Dann kommen die über 26 Minuten rund um den „King Of Number 33“. Ausladende Keyboard-Flächen erheben sich, flotte Synthie-Leads duellieren sich mit durchaus kräftigen Gitarren (ohne das hier wirklich Hardrock- oder gar Metal-Alarm gegeben werden müsste), Bass und Schlagzeug legen ein solides, allerdings nicht allzu komplexes Rhythmusfundament. Es wird schwungvoll musiziert, moderner Neoprog sozusagen, voller Melodie, teils mit Pop-Appeal (was gar nicht abwertend gemeint ist), voller hochfliegender Gitarren, flirrender Keyboards, allerdings mit ordentlich Dudidu-Passagen (Kelly scheint wirklich Nachholbedarf gehabt zu haben), aber auch schönen Piano-Leads. Die mehr erzählenden Gesangsparts liegen Sänger Tony Wright deutlich besser als der rockige Opener und so sorgt seine einschmeichelnde Stimme für zusätzlichen Hörgenuss.

Im letzten Track greift dann noch Gesangs-Gast Nik Kershaw (ja, genau der!) ins Geschehen ein. Hier zeigt sich, dass DeeExpus durchaus radiokompatibel wären, wenn sie es denn auf eine Single anlegen würden.

Wer also melodischen Neoprog, voller Melodie und Sinfonik, aber durchaus mit Biss, nicht rundheraus ablehnt, der bekommt hier ohrenschmeichlerisches Futter par excellence. Und das Ganze mit viel Spielfreude, Abwechslung und gutem Gesang vorgetragen, also ein echter Genre-Tipp.

Anspieltipp(s): Me And My Downfall
Vergleichbar mit: Arena, It Bites, Kino, Frost & Co.
Veröffentlicht am: 8.4.2012
Letzte Änderung: 8.4.2012
Wertung: 10/15
...irgendwie so 9,5, also aufgerundet...

Zum Seitenanfang

Von: Jürgen Wissing @ (Rezension 2 von 2)


Die „beste Ehefrau von allen“ hat es in letzter Zeit nicht leicht mit mir, andauernd gehe ich ihr mit irgendwelchem Frickel- oder hartem Schrägzeug gewaltig auf die Nerven. Da verwundert es denn doch erheblich, wenn völlig unerwartet plötzlich die Frage gestellt wird: was war das denn? Das ist ja endlich mal wieder was ganz Nettes.

Hä? was "ganz Nettes“? Das ist DeeExpus, also eigentlich nix für Dich, denn da wird es zwischendurch ganz schön bratzig. Wenn man weiß, dass die Ehefrau im Allgemeinen auf Queen und alte Pendragon steht, dann ist wohl die Frage erlaubt, was ihr (und auch mir ;-D) am King of Number 33 nun gefällt.

Es sind vor allem die unterhaltsamen Tempowechsel und die damit verbundenen Laut/Leise – Breaks in vielen Songs, die Einen immer wieder aufhorchen lassen. „Maybe September“ ist ein Paradebeispiel für dieses gelungene Stilelement. Kompositorisch ebenso gelungen ist die Titel – Suite, die ein ausgefallenes Sujet interpretiert – was die Ehefrau allerdings wenig beeindruckt. Sie liest lieber Bücher als Arztberichte!

Melodien und Gitarreneinsätze erinnern an besten britischen NeoProg aus der Zeit, wo tatsächlich unter anderen auch Pendragon eine Referenz waren. DeeExpus klingen jedoch vor allem frisch und unverbraucht, warten mit einer sehr guten gesanglichen Performance auf – kein Vergleich mit Nick Barrett – und erbringen so ganz leicht den Nachweis ihrer Daseinsberechtigung im Heer der neuen Generation der NeoProgger.

Im letzten Stück singt Nik Kershaw, man hört den Unterschied deutlich heraus. Die „beste Ehefrau von allen“ findet’s gut („Siehst Du, deshalb!“), ich meine, man hätte auch drauf verzichten können, aber dafür gibt es zum Abschluss nochmal ein sehr gefühlvolles Gitarrensolo. Zum Schluss: in den nächsten Tagen erscheint die neue Scheibe von Peter Hammill – die Kopfhörer liegen bereit, ich werde dann wieder allein Musik hören – ohne die „beste……“ – na, Ihr wisst schon!

Anspieltipp(s): ist alles schön!
Vergleichbar mit: auch anderen schönen NeoProg - Platten!
Veröffentlicht am: 19.4.2012
Letzte Änderung: 19.4.2012
Wertung: 11/15
Schönes Album!

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von DeeExpus

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 Half Way Home 8.00 1
2009 Far From Home (DVD) 10.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2013; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum