Suite
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Juan Carlos Nieto |
Drums, Vocals |
| Juan Falero |
Bass, Vocals |
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| Fernando Carmona |
Guitars, Vocals |
| Jesus Cameron |
E-Piano, Keyboards, Synthesizer, Vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Suite
1. Silencio y apericion 2. En la entrada 3. Detectores de control de inseguridad 4. Espias 5. Epos Ecos 6. Esperando 7. Ascenso 8. No te escondas 9. Perseguidos 10. Evasion
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24:43
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| 2. |
Concierto en huelva
1. 1072 2. Dagas flameantes en los horizontes vencidos de Cordoba
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12:34
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| Gesamtlaufzeit | 37:17 |
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Rezensionen

Arabiand Rock nennt sich eine Ende des ersten Jahrzehnts des entstandene Initiative, die sich vor allem (aber nicht ausschließlich) dem Andalusischen Rock der 70er Jahre widmet. Man organisiert Treffen und Konzerte mit damals tätigen Musikern und Bands, hat eine informative (wenn man des Spanischen ein wenig mächtig ist) Internetseite zusammengebastelt (siehe den Labellink oben) und veröffentlicht Archiv-CDs. Drei davon sind seit 2010 erschienen (Stand Frühjahr 2012): "Suite" von Khorus (klassischer Symphoprog), "El eslabón Omeya" von Expresion (eine meist im Hardrock tätige Vorläuferformation von Mezquita) und "Mantra" von Mantra (klassischer Sympho-Flamencoprog). Beschäftigen wir uns mit Khorus!
Die Band kam aus Sevilla, wo sie in der ersten Hälfte der 70er Jahre (vermutlich 1974) um die Brüder Fernando und Jesus Carmona entstanden war. Man war live recht aktiv und war in der zweiten Hälfte der 70er zumindest in der südspanischen Metropole recht bekannt. 1975 begab man sich in Sevillas einziges Tonstudio namens Play Sur um dort ein Demo aufzunehmen. Viel Geld und daher Zeit hatte man nicht, doch spielte die Band ein recht umfangreiches Stück ein, welches den Titel "Suite" bekam und im Beiheft der Arabiand-CD als "Poema sinfonico conceptual" bezeichnet wird. Eine Plattenfirma konnten Khorus offenbar nicht für das Material begeistern. 1979 löste man sich auf, ohne einen Tonträger veröffentlicht zu haben.
Die fast 25-minütige "Suite" bietet klassischen Symphoprog, vorgetragen meist von E-Gitarre, allerlei Tasten (E-Piano, String Ensemble, Synthesizer), Bass und Schlagzeug. Die Musik gleitet eher getragen, nicht allzu komplex aber durchaus elegant und klangvoll-symphonisch dahin, wird mitunter leicht jazzig, bewegt sich aber in einem melodisch-progressiven Rahmen, der von Bands wie Pink Floyd, Camel oder Kaipa (oder auch von Bo Hansson) abgesteckt wurde. Einige spanische Momente, flott-tänzerische Verzierungen und mediterran-arabische Wendungen und entsprechende Akustikgitarreneinlagen verraten allerdings die Herkunft der Musik. Dazu kommt noch ein ausgedehnter, elektronisch-klangwabernder, von den Tasten dominierte Abschnitt, der zudem Möwengeräuschen vom Band angereichert wurde. Gesungen wird übrigens nirgends (es gibt nur eine Sprechchoreinlage am Anfang), obwohl gleich alle vier Musiker in der Besetzungsliste mit "Voces" auftauchen.
Der Klang der "Suite" ist eigentlich sehr gut, auch wenn das Ganze natürlich nicht die Qualität einer professionellen Studioaufnahme hat. Zudem knarzt es immer mal wieder übersteuert. Das zweite Stück, das 1978 bei einem Konzert mitgeschnittene "Concierto en huelva", hat dagegen einen wirklich üblen Sound. Man hört vor allem exzessive Gitarrenlinien und einen verzerrten Tasten-Bass-Brei, weiterhin aber keinen Gesang. Das lässt darauf schließen, dass die Band auch live vornehmlich instrumental und vermutlich etwas druckvoller als in der "Suite" zu Gange war.
"Suite", das Stück, ist eigentlich eine durchaus gelungene Sache. Sehr farbig und klangvoll kommen diese iberisch-symphonischen Landschaften aus den Boxen, es wird munter und abwechslungsreich musiziert und wer solchen verspielt-melodischen Prog der mittleren 70er Jahre schätzt, der sollte auch hier richtig liegen. Man kann aber auch nicht behaupten, dass hier irgendetwas Weltbewegendes geboten wird, dass man etwas verpasst hat, wenn man das Stück nicht kennt. Somit bleibt "Suite", die CD, wohl nur ein leidlich interessantes Objekt für den Hispanoprogkomplettisten, wozu auch die Tatsache beiträgt, dass hier im Grunde nur 25 Minuten an anhörenswerter Musik vorhanden sind. Trotzdem sind mir solche Initiativen wie die von Arabiand Rock sehr sympathisch und daher bereue ich die moderate Investition in dieses Album nicht.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.4.2012 |
| Letzte Änderung: |
2.1.2013 |
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