Très fort
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Off |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Gil Mortio |
Gitarre, Keyboards |
| Pierre Vervloesem |
Bass, Sounds |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Raz
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2:17
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| 2. |
Dangerous Gardening
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7:59
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| 3. |
Merry Calculations
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4:32
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| 4. |
Les Petits Métiers
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3:41
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| 5. |
Living Stone
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4:04
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| 6. |
All About Figure Skating
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7:05
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| 7. |
Aeolipile
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3:29
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| 8. |
Tuskegee Airmen
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1:12
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| 9. |
Space Bigotry
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3:40
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| 10. |
Ghost Driver
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1:06
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| 11. |
Escaped from Nivelles
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3:15
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| 12. |
Hua San
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8:58
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| Gesamtlaufzeit | 51:18 |
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Rezensionen

Selten ein Album mit einem so treffenden Titel gehört! Aber ich will nicht vorgreifen. Kings of Belgium nennt sich ein Trio aus, wer hätte es gedacht, Belgien. Es wurde 2007 von Pierre Vervloesem, einem der umtriebigsten Musiker der belgischen Avant-Szene, ins Leben gerufen, zusammen mit dem Gitarristen Gil Mortio sowie Schlagzeuger Didier Fontaine. Anstelle des letzteren trommelt auf Très fort, dem zweiten Album des Trios, der schwedische Schlagzeuger Morgan Ågren (u.a. Mats / Morgan).
Aufgenommen an zwei Tagen im April 2011 in einem Studio in Schweden, das hoffentlich sehr weit von jeglicher bewohnten Gegend entfernt war, entstand ein hochkonzentriertes Destillat avantgardistischer Klänge. Nun wird der Begriff Avantgarde häufig mit "schwer", "ernst" u.a. gleichgesetzt. Was die drei hier bieten, ist dagegen Spaß ohne Ende, der rockt wie Sau. Ohne Rücksicht auf irgendwelche Genregrenzen werden unterschiedlichste Stilarten durch den avantgardistischen Fleischwolf gedreht und zu einer explosiven, gehörgangverwüstenden Mixtur verrührt. Allerlei kantig krachende Klänge donnern aus den Boxen, brennen ein Feuerwerk komplexer Rhythmen und permanenter Breaks ab. Gil Mortio lässt die Gitarre gern metallisch bratzen, gelegentlich bringt er auch Anklänge an King Crimson rein, dazu pumpt und hüpft Vervloesems Bass, während Morgan Ågren wie von Furien besessen sich die Seele aus dem Leib trommelt. Mehr an Instrumentarium braucht's nicht. Halt, ein paar dezente Tastenklänge werden hie und da eingesetzt, außerdem diverse Stimmeinspielungen. Darunter nicht nur solche menschlicher Natur, sondern auch Tierlaute wie Froschgequake oder Möwengekrächze.
Das Trio scheut sich nicht, mittendrin plötzlich mal in einen Reggae-artigen Rhythmus zu verfallen oder ein paar Funk-Einlagen zu bringen, bevor wieder weitergeschreddert und gedrescht wird. Nur selten werden Tempo und Dynamik zurückgenommen, und auch dann reibt man sich verwundert die Ohren ob der Tatsache, dass ein scheinbar ruhiges Stück wie Living Stone doch voller Unruhe ist.
Auch wenn es sich um alles andere als leichte Kost handelt, ist die Musik doch gut hörbar, zumindest für den Freakshow-gestählten. Bei aller Schrägheit und Abgefahrenheit wohnt den Stücken eine gewisse Leichtigkeit inne, was auch daran liegt, dass die Musik nicht völlig formlos ist (auch wenn das eine oder andere Stück schon nah an eine Geräuschcollage geht), sondern jede noch so verquere Windung immer noch nachvollziehbar ist. Und natürlich ist es der durchweg hörbare Spaß, den die drei an der Aufnahme hatten. Klasse Teil! Und die drei sollten schleunigst in Würzburg vorstellig werden!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
25.4.2012 |
| Letzte Änderung: |
25.4.2012 |
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