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Rovo

FLAGE

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: instrumental; Postrock; RIO / Avant; Spacerock; sonstiges
Label: Warner Indies Network
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Yuji Katsui Violin, Cello, Bird Calls
Seiichi Yamamoto Guitars
Tatsuki Masuko DX7, SH101
Yasuhiro Yoshigaki Drums, Percussion
Yoichi Okabe Drums, Percussion
Jin Harada Bass, Harmonica
Koji Nakanishi JUNO-106, SH-101

Tracklist

Disc 1
1. CANVAS 13:58
2. SUKHNA 12:02
3. CANOA 5:44
4. SPICE 14:43
5. NA-X 13:12
6. MOV 14:49
Gesamtlaufzeit74:28


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Wieder ein Jahr nach dem Erscheinen von "SAI" legten Rovo mit "FLAGE" ihr fünftes Album vor. Zur Abwechslung war es wieder ein "full length album" geworden und mit über 70 Minuten ist es auch wirklich gut gefüllt. Für den Nachfolger von "FLAGE" ließen sich die Japaner dann 2 Jahre Zeit und behielten dann den neuen zweijährigen Rhythmus bei (zumindest was das Erscheinen von Studioalben anbelangt). Wie bisher die meisten Rovo-Scheiben ist auch "FLAGE" sehr stilvoll verpackt und gestaltet. Ein elegantes weißes Digipack, auf dessen Cover sich kaum wahrnehmbar graue Umrisse abzeichnen, nimmt die CD auf. Bandname und Titel sind vornehmlich auf dem kleinen OBI-Strip zu finden, der links das Digipack umschließt.

Mit "FLAGE" haben Rovo ihren ureigenen Stil wohl perfektioniert. Die sechs meist ausgedehnten Nummern bieten ein rhythmisch dahintreibendes, hypnotisch-intensives Gemenge an spacig-elektronischen Rockklängen, über dem sich allerlei getragene bis flotte Figuren von Gitarre und Violine erheben. Sehr viel Perkussion kommt hier zum Einsatz, sorgen die beiden Schlagwerker mit unzähligen Trommeln, Glocken, Ratschen und Klappern für sehr druckvolle, sehr vielseitige rhythmische Muster, die zudem vom warm dahinblubbernden Bass geformt werden. Auch die ebenfalls doppelt besetzte Tastenabteilung hinterlässt deutliche Spuren auf dem Album. Dichte elektronische Gewebe kommen hier aus den Boxen, allerlei Fiepen, Zischen und Hupen, aber auch schwungvolle Synthesizerlinien, fast jazzige E-Pianolinien, funkige Soundmuster, fast retroprogressives Georgel und minimalistische Keyboardgewebe.

Das Ergebnis ist ein ausgesprochen farbiges und vielseitiges Elektro-Space-Postrock-Dub-Gejamme, hypnotisch-repetitiv, aber doch immer seltsam entspannt einerseits, sehr rhythmisch, druckvoll und immer wieder jazzig-rockig andererseits. Mit dem freiformatigen "CANOA" begeben sich Rovo zudem - wie schon auf "PYRAMID" - in experimentell-avantgardistische Gefilde. Erwähnenswert ist noch der kristallklare, sehr differenzierte Sound dieses perfekt produzierten Albums. Hier stimmt so ziemlich alles!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.4.2012
Letzte Änderung: 23.4.2012
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Rovo

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 PICO! 12.00 1
1999 imago 11.00 1
2000 PYRAMID 11.00 1
2001 SAI 11.00 1
2002 Tonic 2001 11.00 1
2004 MON 12.00 1
2006 CONDOR 8.00 1
2008 NUOU 10.00 1
2010 Ravo 10.00 1
2012 PHASE 10.00 1

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