Sei still, wisse ICH BIN
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
SPV |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Florian Fricke |
Piano, Vocal |
| Daniel Fichelscher |
Guitars, Drums |
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Gastmusiker
| Chris Karrer |
Sopranosaxophone |
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| Choir Ensemble of the Bavarian State Opera |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Wehe Khorazin
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6:22
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| 2. |
Und als ER sah es geht dem Ende zu
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7:04
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| 3. |
Garten der Gemeinschaft
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4:41
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| 4. |
Gemeinsam aßen sie das Brot
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2:51
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| 5. |
Laß los
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6:46
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| 6. |
Gemeinsam tranken sie den Wein
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3:50
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| 7. |
...als lebten die Engel auf Erden
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2:10
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| 8. |
King Minos III (Studio Version)
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5:02
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| Gesamtlaufzeit | 38:46 |
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Rezensionen

Musikalisch weit von seinen Vorgängern entfernt, gestaltet sich "Sei still, wisse ICH BIN". In seiner klanglichen Wucht, vorallem wenn das Chorensemble der bayerischen Staatsoper die Wehe Worte Jesu intoniert, erinnert der Opener "Wehe Khorazin" an ein Carl Orff Stück. Kein himmlisches Säuseln, sondern ein urbaner Klageschrei. Würden nicht nach eineinhalb Minuten die gewohnten Gitarrenklänge von Daniel Fichelscher einsetzen, wäre der Hörer verführt einen Blick auf die Plattenhülle zu werfen...richtige CD eingetütet?
Vor dem inneren Auge entfalten sich sofort Szenen aus alten Bibelverfilmungen. Und ganz so fern ist dieser Gedanke nicht. Bei "Sei still, wisse ICH BIN" handelt es sich tatsächlich um Filmmusik. Diesmal nicht für einen Film von Werner Herzog, sondern Florian Fricke selbst, drehte einen Film in Israel mit dem Model Veruschka in der Hauptrolle. Entsprechend suggestiv gestaltet sich auch die Musik.
Über den gewohnt filigranen Gitarrengesängen Fichelschers legen sich jetzt mächtige Chöre und schaffen ein, in meinen Ohren bedrückendes Szenario. Die Form des Mantras bleibt zwar erhalten, aber das Intime Gebet, weicht einem öffentlichen Gottesdienst. Erst mit "Gemeinsam aßen sie das Brot" stellen sich wieder vertrautere Klänge ein. "Laß los" zitiert das bekannte "Engel der Gegenwart" ("Herz aus Glas") entlockt ihm aber mit dem Chor ganz neue Facetten und führt den "Engel der Gegenwart" mittels dem Mantra über Gottes Selbstoffenbarung "Wisse ich bin" in höhere Sphären. Ein faszinierender Moment wenn dieser Engel von dem alten Lied lässt und davonschwebt. Mit "Gemeinsam tranken sie den Wein" endet die Abendmahlsfeier, und jeder der Beteiligten zieht wieder seines Weges ("...als lebten die Engel auf Erden").
Eine schwierige Platte. Weil sie wie ein Keil zwischen den alten und neuen Popol Vuh klemmt. Erst in ihrem Spätwerk klangen sie wieder so kompromisslos anders. Und dennoch, wer sich auf den Brocken einlässt, entdeckt faszinierendes, aufrüttelndes und zutiefst wahres. Moderne liturgische Musik, kam mir als erstes in den Sinn. Und wer weiß, ob sich mit solchen Klängen manche Kirche nicht wieder füllen ließe.
Bei der Neuauflage wurde noch der dritte Teil von King Minos draufgepackt (die ersten beiden Teile finden sich auf der "Einsjäger & Siebenjäger Neuauflage). Wo sonst sehr sensibel mit der Trackauswahl vorgegangen wurde, da diese das Gesamtbild nie störten bzw die Platte noch bereicherten, wirkt das Stück hier fehl am Platze. Aber was soll man musikalisch hier schon hinzufügen? So unerhört ist diese Platte.
| Anspieltipp(s): |
Alles bis auf den Bonustrack |
| Vergleichbar mit: |
nichts und niemanden |
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| Veröffentlicht am: |
26.4.2012 |
| Letzte Änderung: |
26.4.2012 |
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