Lights From Obliveon
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Vittorio Ballerio |
Gesang |
| Gianluca Corona |
Gitarre, Gesang |
| Fabio Troiani |
Gitarre |
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| Maurizio Lietti |
Bass |
| Sigfrido Percich |
Schlagzeug |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Lights
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4:20
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| 2. |
Aelegia
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4:57
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| 3. |
Islands Of Madness
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5:41
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| 4. |
Truth Lies ...
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5:10
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| 5. |
Wonderful Magician
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6:04
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| 6. |
Beyond A Lifetime
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5:43
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| 7. |
Chiarosuro
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4:09
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| 8. |
Tides Of My Soul
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6:57
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| 9. |
King (Of The Rain Of Tomorrow)
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5:04
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| 10. |
Pain After Pain
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5:45
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| 11. |
Oblivion
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2:57
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| 12. |
We March, We Fail
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7:06
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| Gesamtlaufzeit | 63:53 |
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Rezensionen

Eigentlich ist die Veröffentlichung von Adramelchs Drittwerk "Lights From Obliveon" kein Comeback, fühlt sich aber für mich schon ein bisschen so an, denn die tatsächliche Rückkehr anno 2005 mit "Broken History" hatte ich seinerzeit völlig verpasst. Problematisch ist der Begriff aber dennoch, denn irgendwie erwartet ja jeder eine Rückkehr zu alten Tugenden, die im Falle des Quintetts aus Mailand darauf gründen, im Jahr 1989 mit "Irae Melanox" Italien auf der Landkarte des Vor-Dream-Theater-Progmetals vermerkt zu haben. Derartige Erwartungen werden mit schöner Regelmäßigkeit enttäuscht, beispielsweise war das letztjährige Werk von Arch und Matheos keineswegs eine Wiederbelebung des Stils von "The Spectre Within" oder "Awaken The Guardian".
Dass das Album damals aber dennoch niemanden enttäuscht hat, liegt rückblickend einerseits am überzeugenden modernen Songwriting und andererseits am einen oder anderen hinübergeretteten Sound-Trademark, damals natürlich ganz klar dem Organ von John Arch. Warum ich das alles erzähle? Weil Adramelch auf "Lights From Oblivion" ebenfalls nicht die Totalkopie der "Irae Melanox"-Zeit abliefern, sondern heuer vielmehr einen ziemlich relaxt und optimistisch klingenden Stil aufbieten, und man die Italiener somit auch unter "modernen" Gesichtspunkten wesentlich besser einordnen kann.
Wirklich hart gerifft wird also nicht, die Arrangements klingen luftig und deutlich mehr nach Rock denn nach Metal. Letzteres sollte allerdings auch gar nicht so überraschend sein, wenn man zum Vergleich mal wieder den "Irae Melanox"-Gitarrensound heranzieht. Dennoch klingt das Ergebnis alles andere als lasch oder simpel, denn genügend rhythmische Spielereien gibt es immer noch zu hören. Ein bisschen erinnert das an die Entwicklung, die Fates Warning um 1990 mit Ray Alder durchgemacht haben oder an Sieges Even, die nach ihrem Frickeldebüt auf Alben wie "A Sense Of Change" introvertiert und ruhig wurden. Stellvertretend für diesen Stil lassen sich auf "Lights From Obliveon" abwechslungsreiche und durchdachte Stücke wie "Truth Lies ..." oder die reduziert-groovigen "Tides Of My Soul" und "Pain After Pain" ausmachen.
Wie schlagen sich Adramelch aber nun auf diesem musikalischen Terrain? Für meine Begriffe ist das ziemlich songorientierte Album in dieser Hinsicht etwas zwiespältig ausgefallen. Auf der einen Seite gibt es einige gelungene Nummern wie "Aelegia", welches überlegte Düstermelodien bietet, die entfernt an das letzte Arcturus-Album denken lassen, das stimmungsvolle "King (Of The Rain Of Tomorrow)" oder der dynamische Abschluss "We March, We Fail". Auf der anderen Seite fällt es aber einer Reihe von Nummern wesentlich schwerer, beim Hörer zu zünden. Hier wäre etwa das gemäßigt-progmetallische "Islands Of Madness" zu nennen, das mit unentschlossener Stimmung und wenig markanten Melodien auskommt. Oder aber das mainstream-hardrockige Instrumental "Chiarosuro". Anderen Stücken, beispielsweise dem an sich guten "Beyond A Lifetime" oder dem schon angesprochenen "Tides Of My Soul", würde wiederum eine druckvollere Inszenierung nicht schaden.
Somit bleibt unterm Strich dieser leicht zwiespältige Eindruck, der dann auch zu der Schlussfolgerung führt, dass "Lights From Obliveon" durchaus um einiges an Füllmaterial hätte erleichtert werden können. Das wäre dann auch dem in der derzeitigen Form kaum aufkommenden Fluss des Albums sehr entgegengekommen. Abgesehen davon liefern Adramelch aber ganz gelungenes und handwerklich gut gemachtes Material, mit dem die Band im Jahr 2012 ohne weiteres bestehen kann. Wie erwähnt verstellen allerdings einige etwas dröge Songs den Blick auf dieses Album. Aber immerhin, vom Schatten eines "Irae Melanox" kann man sich freischwimmen. Das ist doch auch schonmal etwas.
| Anspieltipp(s): |
Aelegia, Truth Lies, Pain After Pain |
| Vergleichbar mit: |
Fates Warning zu "Perfect Symmetry"-Zeiten, Sieges Even |
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| Veröffentlicht am: |
26.4.2012 |
| Letzte Änderung: |
27.4.2012 |
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