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Seventh Wave

Psi-Fi

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1975
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Elektronische Musik; Klassischer Prog
Label: Gull
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ken Elliott Vocals, Keyboards, Synthesizer, Pedals, Percussion
Kieran O'Connor Drums, Percussion, Vocals

Gastmusiker

Rob Elliott Vocals
Tony Elliott Vocals, Bongos
Tony Utah Percussion
Brian Gould Organ, Crumar Stringman
Pepi Lemer Vocals
Pete Lemer ARP Synthesizer, RMI, Crumar Piano
Hugh Banton Organ, Mellotron, ARP Synthesizer
Steve Cook Bass, Double Bass
Chris Amson Sequencer

Tracklist

Disc 1
1. Return to Foreverland 3:53
2. Roads to Rome 3:19
3. Manifestations 5:49
4. Loved by You 2:49
5. Only the Beginning 8:04
6. Aether Anthem 1:31
7. Astral Animal 3:13
8. El Tuto 2:12
9. Camera Obscura 10:02
10. Star Palace of the Sombre Warrior 5:42
Gesamtlaufzeit46:34


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Mitte 1974 machten sich Seventh Wave daran ein zweites Album zusammenzubasteln. "Things To Come" verkaufte sich in Großbritannien erstaunlich gut, wurde sogar in den USA häufig im Radio gespielt, so dass Gull Records von Elliott und O'Connor ein Nachfolgealbum verlangten. Dem kamen die Beiden gerne nach. Für das in den nächsten Monaten entstandene "Psi-Fi" holte sich das Duo diesmal diverse Gastmusiker und -sänger ins Studio. Hugh Banton von Van der Graaf Generator war von diesen (aus heutiger Sicht) der Prominenteste. Zudem begab man sich mit der Verpflichtung von Pete und Pepi Lemer und Steve Cook ins erweiterte Canterbury-Umfeld. Sonderlich Canterburesk ist die Musik auf "Psi-Fi" allerdings nicht ausgefallen.

Die schon auf "Things to Come" praktizierte progressive Vermengung oder Konfrontation von Pop und Elektronik wird auf "Psi-Fi" fortgesetzt, ja geradezu perfektioniert. Artpop und Elektronisch-Symphonisches wechseln nun nicht mehr von Stück zu Stück miteinander ab, sondern werden meist innerhalb der Nummern miteinander verwoben. Das Ergebnis ist ein recht eigener Elektropop, der vorwiegend von Tasten und Perkussion bestimmt wird und zumindest in den Instrumentalteilen klassisch-symphonisch-progressiv aus den Boxen gleitet. Mitunter wird es dabei noch etwas funkig-jazzig (man höre "Only the Beginning").

Es wird recht viel Gesungen auf "psi-Fi", bisweilen von einem kleinen Chor und Pepi Lemer sorgt immer wieder für einen recht poppigen Hintergrundgesang. Mitunter, z.B. im einleitenden "Return to Foreverland", bekommt die Musik einen gewissen Glamrock-Charakter, vor allem wegen des genretypischen, schrill-lasziven Gesangstils, zu dem auch die entsprechenden Abbildungen der Musiker im Innenteil des Digipacks des Market-Square-Reissues passen. Längere elektronisch-schräge Einlagen (man höre z.B. die Einleitung von "Manifestations") oder fast klassisch-progressive Tasteneskapaden sorgen aber immer wieder für soliden Proggehalt. Der deutliche Höhepunkt des Albums ist, neben dem schon erwähnten funkig-progressiven "Only the Beginning" und dem ausladenden "Camera Obscura" (welches für den Geschmack des Rezensenten etwas zu viel Chorgejaule enthält), das abschließende hymnisch-symphonische, mit allerlei elektronischem Fiepen und Zischen, satten Tastenflächen und fast sakralen Choreinlagen angereicherte "Star Palace Of The Sombre Warrior", in dem Elliott (wenn es er ist, der da singt) ein wenig nach Peter Hammill klingt. Was allerdings der ziemlich schmierige, soullastig-klebrige Popsong "Loved by You" auf dem Album zu suchen hat, wird wohl nur der Produzent wissen. Skip!

"Psi-Fi" ist ein durchaus originelles Album mit einer Art von Elektro-Glamprog, einer recht eigenen, sehr farbigen Mischung aus ArtPop, Prog und Elektronik, die einen etwas größeren Bekanntheitsgrad verdient hätte (auch wenn dem Rezensenten der Popgehalt stellenweise, vor allem in der ersten Hälfte des Albums, doch etwas zu hoch ist). "Psi-Fi" ist gerade (2011) wieder von Market Square Records zusammen mit "Things to Come", remastert und als schmuckes Digipack, mit dickem Beiheft wieder veröffentlicht worden. Auch empfohlen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.4.2012
Letzte Änderung: 29.4.2012
Wertung: 10/15
gerade noch so!

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Seventh Wave

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1974 Things To Come 10.00 1

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