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Earthlimb

Origin

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012 (11.05.)
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Metal; Neoprog; New Artrock; Postrock
Label: Golden Antenna
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Patrick Hagmann guitars,bass,synths,add.vocals,add.drums,chimes,metallophone,flutes,samples
Normann Lonhard drums
Alex Bleiziffer vocals

Tracklist

Disc 1
1. Origin 1.31
2. Hiding 7.34
3. Pulsar 4.09
4. Oceans of Astate 8.11
5. The Red Tide 6.00
6. Virtues 6.20
7. Bloom of Light 3.20
8. Waves 6.42
Gesamtlaufzeit43:47


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski


Im Jahre 2009 gab die Melodic Deathmetal-Combo Fear My Thoughts ihre Auflösung bekannt. Der Band werden von manchen übrigens auch Progressive Metal-Tendenzen zugeschrieben. Der ehemalige Fear My Thoughts-Gitarrist Patrick Hagmann tat sich danach mit dem Triptykon- und Pigeon Toe-Schlagzeuger Norman Lonhard und dem The Hellcall-Sänger Alex Bleiziffer zusammen, um unter dem Namen Earthlimb weiterzumachen. Die Aufnahmen zu "Origin" sind zwischen 2009 und 2012 entstanden.

Mit den oben genannten Bands hat Earthlimb musikalisch ziemlich wenig zu tun. Von den Verantwortlichen werden da Einflüsse wie Pink Floyd, Alan Parsons Project, Porcupine Tree, Mogwai und Genesis genannt. Auf dem Cover fliegt ein rosarotes Schwein vorbei, das viel dynamischer und fröhlicher wirkt, als sein Artgenosse, der 1977 über Battersea Power Station schwebte. Ein dezenter Seitenhieb?

Die von orientalischen Akzenten durchsetzte Musik von "Hiding" bewegt sich zwischen atmosphärischem Neoprog/Artrock und den von melodiösen Gitarren getragenen Progmetal-Passagen. Die hektischen Schlagzeugrhythmen von "Pulsar" wirken auf mich wie den elektronischen Rhythmen nachempfunden. (Oder ist das nur sehr gut programmiertes virtuelles Schlagzeug?). Das instrumentale Stück entwickelt ein gewisses Spacerock-Flair mit Hardrock- und Krautrock-Einsprengseln. Auch in den darauffolgenden Stücken - ob mit, oder ohne Gesang - bastelt der Projektleiter Hagmann erfolgreich an einer von ihm bevorzugten Verschmelzung von Progmetal, Postrock, Art Rock, Artpop und Alternative Rock. Die wiederholten Wechsel zwischen rockigen und sanften Arrangements sorgen für die willkommene Abwechslung.

In den rockfreien Teilen widmet man sich elektronischen Klangwolken sowie Synthesizer- und Streicherklängen als Gesangsbegleitung, oder als Basis für Instrumentalstücke. Insgesamt höre ich in solchen Momenten mehr Porcupine Tree oder Mogwai heraus. Ich konnte auch kurz auftretende akustische Gitarrenfiguren ausmachen, die jedoch den Genesis-Vergleich nur schwer rechtfertigen können. Eindeutige Pink Floyd-Inspirationen kann ich schon gar nicht feststellen.

Insgesamt ist "Origin" eher unspektakulär, aber trotzdem recht vielfältig ausgefallen und dadurch nett anzuhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.5.2012
Letzte Änderung: 6.5.2012
Wertung: 10/15

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