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Rovo

CONDOR

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: instrumental; Postrock; Spacerock
Label: Wonderground Music
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Yuji Katsui Violin
Seiichi Yamamoto Guitar
Yasuhiro Yoshigaki Drums, Percussion
Yoichi Okabe Drums, Percussion
Jin Harada Bass
Tatsuki Masuko DX7, SH101

Tracklist

Disc 1
1. AIRES 19:09
2. POPO 11:52
3. LAND 23:42
Gesamtlaufzeit54:43


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


2006 legten Rovo ihr siebtes Studioalbum vor. Der zweite Keyboarder Koji Nakanishi hatte die Band verlassen, so dass "CONDOR" im Sextett eingespielt wurde. Erstaunlicherweise hat sich diese kleine Reduktion auf den Charakter der Musik ausgewirkt, wie gleich zu berichten sein wird. Wobei es natürlich reine Spekulation ist da nach ursächlichen Zusammenhängen zu suchen. "CONDOR" kommt (kam) wieder als Digipack, sehr edel aufgemacht, dreiteilig, hochformatig mit allerlei Kunstwerken bedruckt und mit schmuckem OBI-Streifen. Leider hat die Musik nicht dieselbe Qualität.

In stilistischer Hinsicht hat sich auf "CONDOR" im Vergleich zu den direkten Vorgängern nicht wirklich viel verändert. Auch hier gibt es ein sehr rhythmisch dahin treibendes, hypnotisch-intensives Gemenge an spacig-elektronischen Rockklängen zu hören, in das diverse getragene bis flotte Soli von Gitarre und Violine eingebettet sind. Allerdings treibt dieses spacig-postrockige Gejamme in den drei langen Nummern ziemlich unaufgeregt, zahm, ideenlos und gleichförmig dahin, geigt Katsui die immergleichen Muster und dümpeln Bass, Gitarre und Tasten eher gelangweilt (oder ausgesprochen entspannt) dahin. Einzig die beiden Schlagzeuger sind einigermaßen gewohnt druckvoll zu Gange.

Vielleicht wollte die Band eine Art von Chill-Out-Album aufnehmen. Inwieweit der Ausstieg von Keyboarder Koji Nakanishi einen hemmenden Einfluss auf die Musik hatte kann man nicht sagen, doch ist die Tastenbegleitung deutlich weniger farbig und abwechslungsreich als auf den Vorgängerscheiben. Seltsam statisch wirkt die Musik, insbesondere im langen "LAND". Hier verändert sich über mehr als 20 Minuten die kompositorischen Muster so langsam, dass man stellenweise meinen könnte, dass die CD hängt bzw. ein zweiminütiges Stück in Endlosschleife wiederholt wird. Dabei steigert sich die Nummer unmerklich und erreicht gegen Ende doch noch einiges an Intensität, die aber auch im Vergleich zu ähnlichen Stellen auf den älteren Alben von Rovo sehr zurückhaltend wirkt.

"CONDOR" ist kein wirklich schlechtes Album. Ihrem ureigenen Space-Elektro-Postrock frönen Rovo auch hier, es wird auf hohem Niveau musiziert, das Ganze kommt perfekt produziert aus den Boxen, doch haben die Japaner diesmal offenbar Pfeffer und Wasabi vergessen und die wenigen Ideen zu breit ausgewalzt. Da die CDs der Band nur zu recht saftigen Preisen irgendwo auftreibbar sind, würde ich davon abraten in "CONDOR" zu investieren. Als anspruchsvolle Hintergrundmusik taugt die Scheibe aber auf jeden Fall!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.5.2012
Letzte Änderung: 8.5.2012
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Rovo

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 PICO! 12.00 1
1999 imago 11.00 1
2000 PYRAMID 11.00 1
2001 SAI 11.00 1
2002 Tonic 2001 11.00 1
2002 FLAGE 13.00 1
2004 MON 12.00 1
2008 NUOU 10.00 1
2010 Ravo 10.00 1
2012 PHASE 10.00 1

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