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Gunnelpumpers

Tritonium

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012 (09.06.)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; RIO / Avant
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

John Meyer electric guitar
Douglas Johnson Clevinger bass
Michael Hovnanian double bass
Tom Mendel bass guitar
Randy Farr congas, percussion
Bob Garrett drum kit, percussion

Tracklist

Disc 1
1. Sir Cirrus 7.47
2. Eschatonus 9.49
3. McGroover 19.31
Gesamtlaufzeit37:07


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski


Gunnelpumpers (wie denn sonst?) nennt sich ein Musikerkollektiv aus Chicago, das sich der freien Improvisation verschrieben hat. Seit der Gründung 2002 haben über 40 Musikerkollegen an der musikalischen Kollektivarbeit teilgenommen. Im Jahre 2012, anlässlich des dritten Albums der Gunnelpumpers beteiligen sich ein Gitarrist, drei Bassisten (davon einer akustisch) und zwei Perkussionisten (davon einer mit einem Schlagzeugkit) an dem Projekt.

In einer solchen Besetzung sehen sich mindestens zwei Bassisten verständlicherweise veranlasst durch die hohen Register ihrer Instrumente Celloklänge nachzuahmen, denn ansonsten würden die drei Bass-Instrumente möglicherweise nur schwer definierbaren Klangbrei erzeugen. Der hier von einem der Musiker eingesetzte Clevinger Bass ist als E-Standbass von der Spielweise her dem traditionellen Kontrabass nachempfunden und als solcher auch mit Bogen spielbar. Zusammen mit dem Kontrabassisten ergibt das zwei "runtergestimmte Cellos" im Gesamtklangbild. Drei Bassisten gegen einen Gitarristen, das bedeutet auch Bass-Solos, um die drei Basser irgendwie zu beschäftigen bzw. auszulasten.

Die "runtergestimmten Cellos" erzeugen in "Sir Cirrus" zusammen mit schneidenden Gitarren und diverser Perkussion eine kammerrockig-crimsoneske Jam-Nummer. "Eschatonus" ist als ein von nach Cellos und Geigen klingenden Bässen, Congas und der fripp-artig im Hintergrund solierender Gitarre dominiertes Stück auch nicht gerade alltäglich ausgefallen. "McGroover" scheint anfanfs mehr den Spuren von Jazz-Fusion in der Art eines Miles Davis zu folgen. Im weiteren Verlauf wird das Stück zu einer Reise, die alle herkömmlichen Strukturen hinter sich lässt. Bei der ungewohnten Besetzung sinkt so der Kommerzfaktor ins Bodenlose. Der Perkussionist an den Congas erscheint präsenter, als der hinterm Schlagzeug. Trotz meiner leichten Abneigung Congas gegenüber erfüllen die Gunnelpumpers ihre ambitionierten Ziele zu meiner Zufriedenheit.

Das dritte Werk der Gunnelpumpers verdient sehr wohl die Beachtung seitens der Freunde von Improvisationen zwischen Prog, Avantgarde und Jazz.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 31.5.2012
Letzte Änderung: 31.5.2012
Wertung: 10/15

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