I Am Anonymous
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Damian Wilson |
Gesang |
| Pete Rinaldi |
Gitarre |
| Adam Wakeman |
Keyboards |
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| Lee Pomeroy |
Bass |
| Richard Brook |
Schlagzeug |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Stalled Armageddon
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8:07
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| 2. |
Fall Of America
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10:28
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| 3. |
Soldier
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3:44
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| 4. |
Die With A Bullet
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8:25
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| 5. |
In Hell's Name
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9:31
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| 6. |
Daddy Fucking Loves You
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15:00
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| 7. |
Invasion
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8:28
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| 8. |
The Big Day
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9:54
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| Gesamtlaufzeit | 73:37 |
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Rezensionen

Eigentlich hätte ich diese Rezension mit den Worten "Falls sich jemand gefragt haben sollte, was Damian Wilson und Adam Wakeman zuletzt so getrieben haben..." begonnen, aber da musste ich feststellen, dass die beide Musiker vereinende Band Headspace schon länger existiert und das nun folgende "I Am Anonymous" angesichts der 2009er-EP "I Am" mitnichten als Debütwerk zu bezeichnen ist.
Kollege Dennis hatte "I Am" seinerzeit noch einige 70er-Einflüsse attestiert. Diese finde ich hier jedoch nicht wieder. Stattdessen beginnt "Stalled Armageddon" als recht traditioneller Progmetal mit düster-schweren Klargitarren, bevor sich die genreübliche Mischung aus harten Frickelriffs, mal flächig-atmosphärischen, mal solistischen Keyboards und einer Abfolge von wuchtigen und ruhigeren Passagen Bahn bricht. Nichts neues seit "Images And Words" und "Psychedelicatessen" also, aber ein ganz passabler Opener. Und natürlich die Darbietung eines Stils, der dann das Album mehr oder weniger prägen wird.
Auffällig ist dabei das recht oft dramatisierende Element, das am prominentesten wohl gegen Ende von "Fall Of America", in der ersten Hälfte von "In Hell's Name" oder über die gesamte Länge von "Die With A Bullet" auftritt. Dieses Merkmal dürfte wohl auf die Kappe der beiden eingangs genannten Personen gehen: Wilson mit seiner theatralischen Stimme und Wakeman mit seinen effektvoll eingesetzten und zugespitzten Keyboards. Letztere fallen zwar bei der Soloarbeit zeitweilig recht dudelig aus, zur Unterstützung der Song leisten sie aber wie geschrieben einen ordentlichen Beitrag. Somit liegen hier also schon ein paar ganz nette Progmetalnummern vor, die aufgrund des Gesanges oftmals auch an andere Projekte unter Wilson-Beteiligung denken lassen, beispielsweise der recht Star-One-artige Mittelteil von "In Hell's Name".
Aber auch sonst wartet "I Am Anonymous" mit einigen mehr oder weniger interessanten und gut umgesetzten Einfällen auf, die vor allem in der zweiten Hälfte der Platte zutage treten. Hierzu zählt beispielsweise "Invasion", das mit recht vertrackter Rhythmik und tonlosem, fast Rap-artigem Gesang die moderne Komponente betont und an einen Verschnitt der Dream Theater der von mir wenig geliebten Phase von 2002 bis 2009 und Pain Of Salvation denken lässt. Oder "The Big Day", das vor seiner Rückkehr in den guten alten Mainstream-Progmetal mit düsterer Ambient-Elektronik und spartanischer Atmosphäre New-Artrock-Einflüsse aufzeigt. Und auch ein paar Winke in Richtung der allgemein wenig beachteten Wilson'schen Solokarriere gibt es, hier sind dies die Pianoballade "Soldier" oder das In- und Outro von "Daddy Fucking Loves You". Gut, ein paar 70er-Überbleibsel kann man schon noch finden, aber dabei beläuft es sich hier doch eher um kurze Stilzitate. Etwa die wahlweise an ELPs "The Only Way" oder an Vater Wakemans Schaffen erinnernde Kirchenorgel im Intro von "In Hell's Name" oder der stimmungsmäßig nach "As Sure As Eggs" klingende Schluss von "Daddy Fucking Loves You".
Was gibt es an "I Am Anonymous" zu bemängeln? Nun, da wären so einige etwas holprige Gesangseinsätze zu vermelden, etwa in "Daddy Fucking Loves You", "Fall Of America" oder "Die With A Bullet". Außerdem ist natürlich der gesamte gebotene Stil schon zur Genüge von anderen Bands gepflegt und in seinen Möglichkeiten ausgelotet worden, sodass das Album natürlich keinen Innovationspreis gewinnt. Beim Songwriting dagegen fallen nur kleinere Schwächen auf, beispielsweise der eher unaufgeregte Aufbau des Longtracks "Daddy Fucking Loves You" (eigentlich dürften solche Nummern schon mal alle Extreme des jeweiligen Genres ausloten) oder der in die Länge gezogene und damit etwas dröge Schluss von "In Hell's Name". Ansonsten sind die Nummern hier aber durchwegs alle grundsolide und gediegen.
Das bringt mich damit dann natürlich auch zum Fazit: Neu oder anders machen Headspace nicht viel, gemessen daran liegt aber ein ganz passables Album vor. Zudem verbreitet "I Am Anonymous" in einem gewissen Sinne auch Kurzweil, denn die 74 Minuten der Spielzeit vergehen wie im Flug und sind tendenziell nicht unangenehm. Das ist doch auch schon mal was, wenngleich es dieses Jahr im Genre natürlich wesentlich spannendere Sachen gibt.
| Anspieltipp(s): |
Fall Of America, In Hell's Name, Invasion |
| Vergleichbar mit: |
Progmetal mit Damian Wilson eben. Sagen wir mal: Threshold. |
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| Veröffentlicht am: |
17.5.2012 |
| Letzte Änderung: |
20.5.2012 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Headspace
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 2007 |
I Am |
8.00 |
1 |
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