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Jan Dukes de Grey

Strange Terrain

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010 (Aufnahmen von 1975-78)
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Rock / Pop / Mainstream
Label: Cherry Tree
Durchschnittswertung: 6/15 (1 Rezension)

Besetzung

Derek Noy Vocals, Guitars, Keyboards, Banjo, Bouzouki, Mandolin, Bass
Maurice McElroy Drums
Fiona Dellar Percussion, Keyboards
Alan Rhodes Bass
Pat Dean Guitar
Eddy Spence Keyboards (Tracks 4, 6, 11)
Peter Lemer Keyboards
Eddy Spence Keybaords, Sax
Gary Twigg Bass
Nick Griffiths Vocals, Bass
Michael Gothard Sax
Ray Cooper Percussion
Gary Kettel Marimba
Chris Hunter Sax
Lydia Lisle Voice
Ian Bartholomew Backing Vocals
Pepi Lemer Backing Vocals

Tracklist

Disc 1
1. The List 4:01
2. Venus time trap 3:16
3. Free flow 3:07
4. Saved by the bell 3:45
5. Xkanitzki Avenue 3:59
6. Blue Pseud Megalomaniac's Shoes 3:08
7. Chic silver 2:59
8. You won't fool all 3:17
9. Charm school 3:38
10. Haunting me 4:46
11. Mug shots 3:34
12. Darker shade of grey 3:22
13. Free flow (alternative version)   (Bonustrack) 3:11
14. Dr. Dark   (Bonustrack) 4:20
15. Obscuring the view   (Bonustrack) 3:06
16. Hell's Bells (Noy's Band)   (Bonustrack) 4:05
17. Gourmet Man (Noy's Band)   (Bonustrack) 3:46
18. Confidentially (Rip Snorter)   (Bonustrack) 4:07
19. Standing in a little 'ole (Rip Snorter)   (Bonustrack) 3:31
Gesamtlaufzeit68:58


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Im Juni 1971 war "Mice And Rats In The Loft", das zweite Album von Jan Dukes de Gray, erschienen. Allzu erfolgreich war die LP nicht, so dass die Band bald darauf ohne Plattenvertrag dastand. Trotzdem war man weiter aktiv. Mit sich ständig veränderten Besetzungen hielt Derek Noy, die einzige Konstante der Gruppe, das Projekt am Leben. Ab April 1974 nannte man sich für einige Zeit Noy's Band und veröffentliche eine Single. Im August 1975 löste sich Noy's Band dann auf.

Derek Noy hatte aber das Projekt noch nicht abgeschrieben. Er nahm ein kurzes Demotape auf, welches er zwei alten Bekannten zuspielte: David Gilmour und Dave Mason. Man kannte sich aus den späten 60er Jahren, als Pink Floyd ab und zu Jan Dukes de Gray als Vorgruppe engagierte. Das Demo gefiel und man organisierte für Noy Studiozeit im neuen Britannia Row Studio (wo wenig später "Animals" entstehen sollte). Mit verschiedenen, des Öfteren wechselnden Mitmusikern entstanden dann in den kommenden Monaten (1976-1977!) unter der Ägide von Floyd-Toningenieur Nick Griffiths (zeitweilig sogar mit Roger Waters an den Reglern) allerlei Stücke, die dann aber aus welchen Gründen auch immer nie auf Tonträger veröffentlicht wurden.

Erst 2010 haben sich Cherry Red Records des Materials angenommen und zusammen mit ein paar weiteren Bonustracks auf CD veröffentlicht. Angepriesen wird "Strange Terrain" als das "verlorene" dritte Album von Jan Dukes de Gray. In musikhistorischer Hinsicht kann man die Scheibe wohl so bezeichnen, doch in Bezug auf die Musik hat das hier Gebotene wenig mit den auf den ersten beiden Scheiben der Band zu findenden Klängen gemein.

Den Albumtitel muss man wohl so interpretieren, dass hier in Bezug auf das, was man vorher von Jan Dukes de Grey gehört hat, unbekannte, eher seltsame Gefilde betreten werden. In der Tat hat das Ganze mit Acidfolk wenig zu tun. Sonderlich progressiv ist die Musik auch nicht. Irgendwie seltsam ist das Album aber doch. Noy singt recht viel, sonor-voluminös, und dazu erklingen eher unfolkige Klänge. Eine Art von exaltiertem Artrock (Artpop) ist das, der gewisse waveig-punkige, bisweilen auch glamrockige Züge trägt, alles in allem aber doch recht eingänglich und radiofreundlich aus den Boxen plätschert. Eigentlich ist es erstaunlich, dass davon zur Entstehungszeit nichts veröffentlicht wurde, traf Noy doch mit diesen damals modernen Klängen durchaus den Zeitgeschmack. Das Bonusmaterial, etwas früher bzw. später entstanden als die eigentlichen Albumtracks, bieten ähnliches und ist nicht weiter erwähnenswert. Die letzten beiden Stücke entstammen übrigens einer Single, die Noy 1979 unter dem Pseudonym Rip Snorter veröffentlicht hat. Das Überbleibsel des gescheiterten Versuchs eine Solokarriere zu starten.

"Strange Terrain" ist alles in allem eine recht enttäuschende Angelegenheit, zumindest für all diejenigen, die hier ein drittes Jan-Dukes-de-Grey-Album und wirklich Bizarres und Seltsames erwartet haben. Wer anspruchsvollen Pop à la Bowie schätzt, der findet die Scheibe aber vielleicht ganz unterhaltsam.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.5.2012
Letzte Änderung: 30.5.2012
Wertung: 6/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jan Dukes de Grey

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Mice And Rats In The Loft 10.00 1

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