Acid Empire
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Jack Lipinski |
Gesang |
| Hannah Bridge |
Gesang |
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| Mike Bridge |
Akustikgitarre, Bass |
| David Stanton |
E-Gitarre |
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Gastmusiker
| Damian Wilson |
Gesang auf "Into The Void" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Prelude
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6:04
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| 2. |
Only The Weak
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6:19
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| 3. |
Denial
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5:55
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| 4. |
Theme
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1:57
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| 5. |
Would You Do It Again
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5:17
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| 6. |
Would You Do It Again (Reprise)
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4:58
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| 7. |
1000 Days
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5:08
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| 8. |
Into The Void
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4:54
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| 9. |
The Return (Prelude)
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4:05
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| 10. |
The Return
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4:50
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| 11. |
Finale
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7:40
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| Gesamtlaufzeit | 57:07 |
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Rezensionen

Acid Empire, wieder mal eine Band mit etwas irreführendem Namen, schließlich geht es hier keinesfalls um 70er, Spacerock und LSD. Stattdessen gibt es Progmetal, der interessanterweise ohne Keyboards auskommt und stattdessen Orchestereinsätze auffährt. Quasi das "Magnification" dieses Genres und als Idee grundsätzlich ganz nett.
Was die Umsetzung angeht, ist das Ergebnis allerdings für meinen Geschmack diskutabel. Das liegt gar nicht mal daran, dass man sich in den letzten 10 Jahren an orchestraler Begleitung dank zahlloser Metalalben mit diesem Merkmal (das haben sie ja alle schon gemacht, von Nightwish über Iced Earth bis Dimmu Borgir) sattgehört hat, sondern doch eher daran, dass man durchaus Schwierigkeiten hat, ein genretypisches Frickelalben und die immer recht breiten Klänge des Orchesters sinnvoll zu kombinieren. Das zeigt sich recht früh auf "Acid Empire", z.B. in "Only The Weak": Das Orchester ist zwar eine nette Ergänzung zum zur eher eingängigen Kategorie gehörigen Geriffe, kann aber längst nicht die gleiche rhythmische Schärfe wie das klassische Bandinstrumentarium bzw. ein Keyboard an dieser Stelle bieten. Das klingt dann im Song ungefähr so, wie verlaufene Tusche aussieht und fällt insbesondere im Intro "Prelude" und im Outro (oh, Wunder...) "Finale" auf.
Somit geht die Orchesterarbeit insgesamt eher als nettes Gimmick durch denn als wirkliche Bereicherung des Sounds. Zeitweilig bemüht man sich zwar mal, dem Orchester etwas Spielraum für kurze eigenständige Passagen zu lassen, beispielsweise gegen Ende von "Only The Weak". Ansonsten bleibt es aber bei der gefälligen Begleitung der zugrunde liegenden Songs, die im Übrigen durchaus in die Richtung traditioneller und klanglich gemäßigter Genrebands wie Threshold oder Madsword gehen und im Grunde genommen auch ganz passabel sind. Hier beißt sich allerdings der Hund selbst in den Schwanz, denn immer wieder verstellt das Orchester den Blick auf das Material an sich und lässt die Songs doch etwas aufgeblasen wirken. Auf der anderen Seite steht aber die Frage, ob die Stücke ohne Begleitung wiederum vielleicht eher bieder wirken könnten. Herrje, was für ein Dilemma.
Immerhin bleibt festzuhalten, dass kompositorisch ein paar ganz nette Ideen verarbeitet werden. Beispielsweise "Denial", das nicht nur nette Kontraste zwischen rockigen und ruhigen Passagen bietet, sondern in dem auch leicht keltisch-folkige Melodien ihren Weg in die Musik finden, ganz wie damals bei Gary Moore ("Over The Hills And Far Away"). Auch die Reprise von "Would You Do It Again" demonstriert patenten Umgang mit der Substanz des vorangegangenen Liedes, und hier verbreitet das Orchester sogar mal Stimmung. Und auch das nur von Gitarre und Bass bestrittene "Theme" ist in völliger Abwesenheit des Orchesters ebenfalls recht interessant geraten.
Ansonsten muss ich leider sagen, dass auf "Acid Empire" ansonsten über die weitesten Strecken arges Pathos reagiert. Hierzu gehören beispielsweise "Would You Do It Again" mit seinen Chorarrangements oder den nun tatsächlich an flachen Orchestral-Metal à la Epica oder Krypteria erinnernden "1000 Days" und "Into The Void". Und zum Abschluss ist auch der aufgetragene Gesang von Jack Lipinski im ansonsten gelungenen "The Return" noch eher zwiespältig zu werten. Auch die Gesangseinsätze von Hannah Bridge (die sogar als Bandmitglied geführt wird, aber nur sporadische Auftritte hat) und Damian Wilson (der scheinbar obligate Gastgesang in "Into The Void") gehen eher als Augenwischerei durch denn als Bereicherung.
Im Zusammenhang mit der eher unterdurchschnittlichen und flachen Produktion hinterlassen Acid Empire bei mir somit leider keinen sonderlich guten Eindruck. Die Songs sind selten wirklich spannend, abseits davon "nett", aber nicht herausragend und das Orchester ist bestenfalls Beiwerk und verbreitet schlimmstenfalls im Zusammenspiel mit den Kompositionen überflüssiges Pathos. Es ist ja nicht so, dass man aus der Idee "Progmetal plus Orchester" nichts hätte machen können, aber es bleibt bei der alten Regel: Man kann mit einem Arrangement nie viel mehr aus einem Song rausholen, als in der Komposition steckt. Tja, so ist es eben.
| Anspieltipp(s): |
Denial, Would You Do It Again (Reprise) |
| Vergleichbar mit: |
Threshold flirten mit Epica |
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| Veröffentlicht am: |
28.5.2012 |
| Letzte Änderung: |
28.5.2012 |
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