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Tohpati Bertiga

Riot

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion
Label: Moonjune Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tohpati guitar
Indro Hardjodikoro bass
Adityo Wibowo drums

Tracklist

Disc 1
1. Upload 7:58
2. I Feel Great 6:42
3. Riot 5:34
4. Middle East 5:14
5. Pay Attention 7:13
6. Rock Camp 4:43
7. Absurd 5:37
8. Disco Robot 4:11
9. Lost In Space 7:22
10. Bertiga 5:34
Gesamtlaufzeit60:08


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Das Jazzrock-Genre hat ja, seitdem es nur noch Fusion heißt und weichgespülte Kaufhaus- bis Fahrstuhl-Musik bietet, ganz schön gelitten. Seit den Zeiten, als junge Wilde, wie das Mahavishnu Orchestra oder Return To Forever die Szene aufmischten, ist ja auch einiges an Zeit ins Land gegangen. Heute muss man meistens schon in Richtung Jazzrock-Zeuhl-Mischungen gehen, um noch wirklich Aufregendes zu hören... aber nicht immer. Der auch nicht mehr so ganz junge indonesische Gitarrist Tohpati weiß auch mit einem eher traditionellen Ansatz zu überzeugen. Bei seinen Bands simakDIALOG und Ethnomission hat er das schon gezeigt und nun hat er ein klassisches Power-Trio am Start („Bertiga“ heißt auf indonesisch schlicht „Trio“, ich hoffe, man hat mir keinen Mist erzählt, indonesisch kann ich nämlich nicht).

„Riot“ ist schon ein durchaus passender Name für das Album des Gitarre-Bass-Schlagzeug-Trios. Tohpati stürmt mit fetten Riffs, eleganten Licks und pfeilschnellen Soli durch die Songs, während seine beiden Begleiter ein kraftvoll schwingendes Rhythmusgeflecht liefern. Der Bassist Hardjodikoro steht Tohpati in nichts nach und lässt die tiefen Saiten ganz schön krachen, während Drummer Wibowo ein Gewitter aus kreativen Fills und Breaks vom Stapel lässt. Jazzrock in der Grenzzone zum virtuosen Hardrock.

Und das Trio bringt noch einiges an Abwechslung ins Spiel, da wird mal ein veritabler Rock'n'Roll zitiert, ein Shuffle-Rhythmus eingebaut, mal wird’s abstrakt math-rockig, ein Ausflug in orientalisch-asiatische Ethnoklangwelten unternommen oder gar mal richtiggehend modernistisch mit trippigen Rhythmen und Gitarren-Synthie-Effekten gerockt. Zum Abschluss dürfen auch ein paar Psychedlic-Spacerock-Anklänge nicht fehlen.

Tohpati belebt den ollen Jazzprog ein weiteres Mal mit vitaler, frischer Musik und vergisst bei allen Frickel-Einlagen den Song an sich nicht. „Riot“, das macht Spaß!

Anspieltipp(s): Upload, Absurd, Lost In Space
Vergleichbar mit: McGill/Manring/Stevens
Veröffentlicht am: 4.6.2012
Letzte Änderung: 4.6.2012
Wertung: 11/15

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