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Panta Rhei (Dt.)

Das Beste

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008 (Aufnahmen von 1971-74)
Besonderheiten/Stil: Jazzrock / Fusion; Rock / Pop / Mainstream
Label: Sechzehnzehn / Buschfunk
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Veronika Fischer Gesang
Herbert Dreilich Gesang, Gitarre
Ulrich Swillms Tasten
Frank Hille Schlagzeug
Rudolf Ulbricht Sax, Flöte
Joachim Schmauch Sax
Ralph Stolle Posaune
Bernd Richter Trompete
Henning Protzmann Bass

Tracklist

Disc 1
1. Aus und vorbei 4:42
2. Tuyet 5:19
3. Nachts 5:12
4. Hier wie nebenan 4:54
5. Prometheus 4:23
6. Hört 3:41
7. Schatten 3:31
8. Zwischen Gestern und Morgen 6:13
9. Blues 5:47
10. Über mich 4:17
11. Der Losverkäufer 4:46
12. Kinder dieser Welt 7:58
13. Alles fliesst 4:11
14. Stunden 3:10
15. Lied vom Ludwig 3:05
16. Nacht & Tag 4:57
Gesamtlaufzeit76:06


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Panta Rhei entstanden 1971 im anderen Deutschland (aus der Sicht des damals vierjährigen Rezensenten). Gegründet wurde die Gruppe von Herbert Dreilich, Henning Protzmann und Ulrich Swillms, die man (wenn überhaupt) als den Kern von Karat kennt. Mit Veronika Fischer fand man eine Sängerin und rekrutierte zudem eine umfangreiche Bläserabteilung. Die Gruppe war in der DDR wohl sehr erfolgreich und hatte einige Hitsingles. Im Westen war das - im Gegensatz zu Karat - anders. Der Rezensent hatte z.B. noch nie etwas von der Formation gehört, bis er Holgers Rezension zu "Das Porträt" las und durch die von diesem u.a. gewählte Stilklassifizierung "Canterbury" neugierig wurde.

1973 trennte sich Fischer von der Band um solistisch tätig zu sein. 1975 lösten sich Panta Rhei dann auf. Dreilich, Protzmann und Swillms gründeten noch im selben Jahr Karat.

Die 2001 erschienen CD "Das Porträt" ist inzwischen nur noch zu Liebhaberpreisen zu erstehen. Dafür hat der Buschfunk 2008 "Das Beste" nachgelegt. Alle Stücke von "Das Porträt" sind auch auf der Nachfolge-CD zu finden, mit einer Ausnahme: Der Lontrack "Gib dir selber eine Chance" fehlt auf "Das Beste". Dafür gibt es vier neue Tracks. Es sind hier - wieder mit einer Ausnahme - alle Stücke der einzigen zu Lebzeiten der Band veröffentlichten Amiga-LP vertreten ("Panta Rhei", 1973 - es fehlt die Nummer "Finis"). Die anderen Stücke stammen von der posthum veröffentlichten LP "Die frühen Jahre" (1981) und/oder sind als Single bzw. auf Kompilationen erschienen.

Holger charakterisiert die Musik von Panta Rhei in seiner Rezension u.a. als "Brian Augers Oblivion Express meets frühe Chicago" und vergleicht sie zudem mit der von Colosseum. Das passt eigentlich ganz gut. Angejazzte, mitunter auch funkige Popsongs mit Bläsersatz gibt es hier zu hören, aber auch komplexere Jazzrocker, die mal in Brassrockgefilde à la Chicago geraten, mal (wenn Flöte und Sax dominieren - man lausche dem zeitkritischen, den Vietnam-Krieg thematisierende "Tuyet", vielleicht die beste Nummer hier) durchaus auch canterburyartige Züge tragen. Wenn die Fischer singt klingt das meist wie Augers Trinity mit Julie Driscoll, allerdings mit deutschem Gesang. Die Texte in Deutsch sind eigentlich ganz erträglich. Ich bin zugegebenermaßen aber kein Texthörer und muss mich eher zwingen auf dieselben zu achten.

"Das Beste" von Panta Rhei bietet durchaus interessante Musik aus dem Bereich Jazzrock, Brassrock und Protoprog, die meist aufwendig instrumentiert ist und farbig aus den Boxen kommt. Etwas poppig wird es ab und zu (insbesondere in den letzten drei, 1974 ohne Fischer entstandenen Nummern), der doch etwas aufdringliche Gesang in Deutsch ist gewöhnungsbedürftig und im Grossen und Ganzen mangelt es etwas an Eigenständigkeit. Vieles hier klingt doch überdeutlich nach den weiter oben erwähnten amerikanischen oder britischen Vergleichsbands. Und wenn "Nachts" nicht extrem von Led Zeppelins "Thank You" abgekupfert ist, dann fresse ich nen Besen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.6.2012
Letzte Änderung: 7.6.2012
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Panta Rhei (Dt.)

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Das Porträt 12.00 1

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