Anna's Revolution
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Francois Puzenat |
Gesang, Gitarre, Keyboards, Programmierung |
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Gastmusiker
| Natalie Prost |
Bass |
| Pierre Fournier |
Klarinette |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
My Name's Anatoli
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6:23
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| 2. |
Along The River
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8:05
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| 3. |
The Soviet
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5:51
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| 4. |
Anna, Me And The War
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5:53
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| 5. |
Live Together
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6:45
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| 6. |
Blind And Deaf
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5:07
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| 7. |
At The Front
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6:04
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| 8. |
A Beautiful Morning
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7:00
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| 9. |
The Mad Warrior
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6:05
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| 10. |
In Petrograd
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2:47
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| 11. |
The Assault
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6:54
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| 12. |
The Drenched Pavings
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5:41
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| 13. |
The Great Evening
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4:58
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| Gesamtlaufzeit | 77:33 |
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Rezensionen

Die Umsetzung von "Anna's Revolution" soll fast zwei Jahre gedauert haben, aber Francois Puzenat, der kreative Kopf hinter Puzzle King, hat ja auch praktisch, abgesehen von ein paar Gastmusikern, alleine an diesem Album gearbeitet. Was ist es also, das so viel Zeit in Anspruch nimmt? Die Antwort: Ein Neoprog-Konzeptalbum über eine Liebesbeziehung in Zeiten der russischen Revolution. Hat da wer "Doktor Schiwago" geraunt? Nein, die Geschichte von Anatoli Michailowitsch Lebowski und Anna Wiktorowna Borodin ist zwar ähnlich tragisch angelegt, kommt aber mit weniger Schmalz aus. Den genauen Ausgang zu verraten, ist natürlich nicht die Aufgabe dieser Rezension...
Musikalisch jedenfalls ist Puzenats Geschichte von Leben und Leid der Jahre 1913 bis 1917 ziemlich traditionell-neoproggig ausgefallen, wobei die Musik trotz des überwiegend kriegerischen Hintergrundes tendenziell eher ruhig ausfällt und auch die üblichen russischen Musikklischees weitestgehend ausgespart werden (lediglich am Ende von "In Petrograd" wird kurz die "Warschawjanka" angespielt, falls die zählt). Naturgemäß werden dabei die Arrangements für den insgesamt sehr präsenten Gesang zurückgenommen, anderweitig gibt es nicht herausragende, aber ganz nette neckische Einsätze von Gitarre und Keyboards zu vermelden. Übertriebener Bombast wird dabei dankenswerterweise vermieden.
Dennoch entsteht eine recht eigenständige Stimmung, da öfters mal eher unübliche und leicht jazzig klingende Harmonien ("Anna, Me And The War") auftauchen und auch die Melodien sehr eigenständig sind. Konkrete Assoziationen gelten Marillion zu "Misplaced Childhood"-Zeiten und auch Mike Rutherfords "Smallcreep's Day"-Soloalbum, dessen Titeltrack vor allem atmosphärisch gut passt. Eher wenig gelungen sind die ab und an eingespielten Samples von Kanonendonner und johlenden Menschenmengen, die zwar die Handlung verdeutlichen, neben der Musik aber etwas aufgesetzt wirken. Ansonsten gibt es durchaus Abwechslung zu vermelden, was auch und gerade für die Stücke an sich gilt. Beispielsweise tauchen in "Live Together" oder "Blind And Deaf" stilvolle Power-Passagen auf, die sich mit der sonstigen Düsterstimmung der ruhigen Abschnitte kontrastieren. "The Mad Warrior" weist sogar zeitweilig folkige Einsätze auf.
In diesem Zusammenhang ist auch der Gesang von Francois Puzenat (von wem auch sonst?) zu nennen, der zwar akzentbehaftet und nasal rüberkommt und noch dazu öfters recht holprige Texte vortragen muss, allerdings Melodien singt, die nicht immer den leichtesten Weg gehen. Über die zuerst genannten Punkte möchte ich übrigens dringend hinwegsehen, da "Puzzle King" übrigens auch in einer französischen Fassung vorliegt. Ansonsten tragen Puzenats leicht affektbeladene Stimme und die energischen Gesangseinsätze durchaus angenehm zum Fortgang der Handlung bei.
Was zieht man sonst noch aus "Anna's Revolution"? Die Texte sind zeitweilig doch etwas platt und direkt formuliert wie etwa in "At The Front": "This morning I fought again / We were told to charge / Many comrades fell / Then we withdrew / Many died there" Möglicherweise ist auch hier die Übersetzung ins Englische schuld, immerhin vertraut Francois Puzenat auf der Homepage seines Projektes auf automatisierte Übersetzungen. Und eher wenig gefallen hat mir die insgesamt etwas biedere Aufmachung, die ein bisschen im Schatten des ambitionierten Konzepts steht. "Anna's Revolution" klingt brav und geschliffen, was den - ähem - härteren Abschnitten den Wind aus den Segeln nimmt und damit mal wieder die kontrastierende Dynamik zu einem gewissen Grad einebnet und auf Dauer etwas ermüdend ist.
Abseits davon entwickelt "Anna's Revolution" aber recht schnell sowas wie einen eigenen Charme und kann als durchaus gelungenes Konzeptwerk bezeichnet werden. Für den Genuss muss man allerdings toliereen können, dass der Gesang zeitweilig etwas exaltiert und holprig daherkommt und die Musik nicht eben explosiv und spektakulär klingt. Ansonsten gilt als Fazit, dass mit dem Debüt von Puzzle King erneut ein interessantes Konzeptwerk aus der B-Klasse vorliegt.
| Anspieltipp(s): |
Anna, Me And The War; Blind And Deaf |
| Vergleichbar mit: |
Mike Rutherford - Smallcreep's Day |
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| Veröffentlicht am: |
7.6.2012 |
| Letzte Änderung: |
8.6.2012 |
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