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Stick Men

Open

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012 (01.06.)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; Ambient; Moderne Electronica; Postrock; sonstiges
Label: Stick Men / Iapetus
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tony Levin chapman stick
Pat Mastelotto traps, buttons, touch screens
Markus Reuter touch guitar U8, electronics

Tracklist

Disc 1
1. Amino 21 5:55
2. Open Pt.1 - Plunge 2:17
3. Alabaster 12:03
4. Open Pt. 2 - Plow 4:40
5. Cyber Shards 12:32
6. Open Pt. 3 - Truncheon 4:12
7. Glass Heart (for Renée) 7:27
8. Time Capsule 9:54
Gesamtlaufzeit59:00


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


Postrock? Stick Men? Okay, Stick Men sind jetzt sicherlich nicht zu einer Postrock-Combo im klassischen Sinn mutiert, aber ich wüsste nicht, mit welchem zur Verfügung stehenden Stilmerkmal, ich die „Rock-Komponente“ der Musik ausdrücken hätte sollen. „Hard Rock“, wie auf den früheren Scheiben trifft es nicht, aber zuweilen kraftvoll anschwellende Lärmpegel, unterlegt mit kratzigen Gitarrenklängen, gibt es doch.

Aber von vorne... Stick Men sind ziemlich produktiv. Nachdem 2011 bereits ein – zwar kurzes – Studioalbum und ein Livemitschnitt veröffentlicht wurden, legt das Trio 2012 ein weiteres Studioalbum nach - „Open“. Markus Reuter ist vollständig in der Band angekommen, mehr noch, ich interpretiere das gewandelte Klangbild der Stick Men als den gewachsenen Einfluss des Deutschen in der Formation.

Das dreigeteilte Titelstück bietet noch am ehesten den „gewohnten“ Stick Men-Sound. Elektrische Percussion mit stampfigen Rhythmen und allerlei Wusch, Schwirl und Zisch, kratzige, zerrende, sägende Gitarrenriffs und brummeliger Bass bis zu melodischen Stick-Läufen. Die längeren Titel fußen demgegenüber vielmehr auf mal sanft pulsierenden, mal lärmig rauschenden Soundscapes. Die Musik des Trios hat einen starken elektronischen Touch mit allerlei Surr- Schwirr-, Zisch-, Rausch- und Brumm-Einlagen. Dazu natürlich wie immer Mastelottos kraftvolles Drumming, gerne mit Industrialanleihen. Und natürlich Levins Bass- und Stick-Eskapaden. Gelegentlich schwillt die Musik zu gewaltigen Klangkaskaden an, aber überwiegend brodelt das Album sozusagen untergründig vor sich und baut glühende Spannungsbögen auf, die sich dann aber nicht wirklich entladen.

Keine einfache Musik, die die Stick Men uns diesmal anbieten. Insgesamt ist mir das Album einen Tick zu ruhig geraten. Aber es gibt viel zu entdecken und gerade die versteckten Zwischentöne und Gimmicks sind es, die das Album dann doch recht spannend machen. Ein klares Kopfhörer-Album, denn dort entfalten sich die voller kleiner Ideen steckenden Klangwelten in voller Breite.

Das Album ist als Download sowie als CD in einem einfachen, aber hübschen Digipak erhältlich.

Anspieltipp(s): einer der "Open"-Teile
Vergleichbar mit: KC - ProjeKcts
Veröffentlicht am: 11.6.2012
Letzte Änderung: 11.6.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Stick Men

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2010 Soup 12.00 1
2011 Absalom 11.00 1
2011 Live in Buenos Aires 2011 (Official Bootleg) 11.00 1
2012 Deep 11.33 3

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