Dodecahedron
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Agla Records |
| Durchschnittswertung: |
11.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Alfio Costa |
keyboards, Dulcimer, samplers & noises |
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| Davide Guidoni |
drums,percussion,samplers |
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Gastmusiker
| Ettore Salati |
guitar, Itchemba and Kehru on 6 |
| Luca Scherani |
bouzouki on 8 & 11 |
| Roberto Aiolfi |
basses |
| Alesssandro Papotto |
sax,flute,clarinet |
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| Vinzenco Citello |
bardie harp, bass flute on 6 |
| Marcella Arganese |
classical guitar on 1 |
| Chiara Alberti |
cello |
| Sylvia Trabucco |
violin |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Dodecahedron Part I
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7:45
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| 2. |
Dodecahedron Part II
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5:10
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| 3. |
Dodecahedron Part III
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6:57
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| 4. |
Dodecahedron Part IV
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5:50
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| 5. |
Dodecahedron Part V
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4:37
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| 6. |
Dodecahedron Part VI
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8:13
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| 7. |
Dodecahedron Part VII
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3:02
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| 8. |
Dodecahedron Part VIII
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4:32
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| 9. |
Dodecahedron Part IX
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5:51
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| 10. |
Dodecahedron Part X
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5:11
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| 11. |
Dodecahedron Part XI
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5:14
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| 12. |
Dodecahedron Part XII
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8:15
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| Gesamtlaufzeit | 70:37 |
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| Disc 2 |
| 1. |
The Call of Cthulhu
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10:34
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| 2. |
Nosferatu
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4:32
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| 3. |
Witches
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6:49
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| 4. |
Echoes from the shore
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11:18
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| Gesamtlaufzeit | 33:13 |
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Rezensionen

Die Vorgängerscheibe "Echoes of falling stars", die zur Hälfte Fremdkompositionen enthielt (darunter "Echoes" von Pink Floyd) ist an mir vorbeigegangen. Dafür ist mir Destruktive Actions Affect Livings bekannt, so dass Vergleiche mit "Dodecahedron" im Bereich des Möglichen liegen. Als Inspiration für die zwölf Instrumentals dienten zwölf Gothic-Kurzgeschichten, die von Freunden und Bekannten des Duos verfasst wurden. Der Inhalt der Kurzgeschichten ist in der mir vorliegenden Digipak-Version nicht überliefert. Aber es soll eine limitierte 2CD-Version mit zusätzlichen Tracks geben, der ein Poster mit den zwölf Kurzgeschichten beiliegt.
Der avantgardistisch angehauchte elektronische Prog von "Destruktive Actions Affect Livings" musste auf "Dodecahedron" meist retroproggigen Tönen weichen. Darunter den stark durch Pink Floyd beeinflussten Passagen im zweiten Teil. Die neulich veröffentlichte Version von "Echoes" scheint ihre Spuren hinterlassen zu haben. Der dritte Teil von "Dodecahedron" verbindet doomig-symphonische Riffs mit Kammermusik für Piano und Streichinstrumente. Das hat sehr wenig mit der Musik auf "Destruktive Actions Affect Livings" zu tun, ist aber immer noch als eine hörenswerte Verschmelzung von symphonischem Retroprog, Kammerprog und Metal zu empfehlen. Das war es aber auch mit Metal oder Hardrock, was dieses Album betrifft.
Im Teil 4 gibt es flotten Kammerprog mit jazzigem Unterton zu hören, wobei die früher von Daal bevorzugte Avant-Ambient-Elektronik nur noch als kurze Zwischenspiele auftaucht. Spätestens nach dem eigensinnigen, World Music, Jazz und Elektronik verbindenden fünften Teil könnten Pink Floyd-Sympathisanten leicht verunsichert sein. Die Horror-Ambient-Musik am Anfang des sechsten Teils zeigt Daal wieder, wie man sie früher kannte, bis sie im weiteren Verlauf meinen, mit wenig originellen epischen Symphoprog-Passagen daherkommen zu müssen.
Die kompakte Elektronik im Teil No.7 eignet sich gut zur Entspannung. Im darauffolgenden Teil fabriziert das Duo einen hochinterressanten elektronischen Progrock aus Perkussion, Bass, Mellotron- und Synthesizerklängen. Noch besser geht es mit dem erstklassigen Symphoprog im neunten Teil weiter, der Elemente von Jazz und Spacerock sowie Spuren von Crimson- und Änglagård-Prog beinhaltet. Der von Sopransax angeführte Part X vermittelt melancholische Stimmungen, während im Part XI sich Cellotöne mit Elektronik und World Music vermischen. Der abschließende Teil lässt romantischen Kammerprog und keyboardorientierten Progrock aufeinander folgen.
Einige werden froh sein, dass Daal auf "Dodecahedron" den schwer zugänglichen Ambientprog von "Destruktive Actions Affect Livings" in weiten Teilen gegen energetischen, kreativ anmutenden Retroprog eingetauscht haben. "Dodecahedron" ist möglicherweise etwas zugänglicher, aber nicht minder interessant ausgefallen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
7.7.2012 |
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Kollege Siggy schreibt: „...Aber es soll eine limitierte 2CD-Version mit zusätzlichen Tracks geben, der ein Poster mit den zwölf Kurzgeschichten beiliegt...“ Stimmt! Fangen wir also damit an. Direkt von der Band wird dieses neue Studioalbum in einem limitierten Box-Set (100 Stück) angeboten. Hier kommt dann das Original-Album „Dodecahedron“ (im Digipak) zusammen mit der EP „The call of the Witches“ (leider nur ein Jewel-Case) in einem schwarzen Stoff-Beutel (wer sehen will, wie das aussieht kann mal nach mir auf Facebook suchen, auf meiner FB-Seite habe ich Fotos von diesem schönen Set veröffentlicht). Weiterhin liegt noch ein kleines Poster bei, auf welchem das „Dodecahedron“-Artwork in groß zu sehen ist und auf der anderen Seite die Kurzgeschichten, die Grundlage für die Songs waren. Leider sind die Kurzgeschichten größtenteils in italienisch, da muss ich zumindest passen. Drei sind allerdings in englisch. Alfio Costa und Davide Guidone haben im übrigen auch je eine Geschichte beigesteuert. Das ist alles sehr edel und hübsch gemacht, damit sollte sich „Dodecahedron“ in der 'limited edition# schon mal in die Herzen der Sammler eingenistet haben. Ob die EP auch einzeln verkauft wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Es ist ohnehin schwierig Informationen über DAAL oder Bezugsquellen ihrer Musik ausfindig zu machen (italienische Spezialversender oder eben die Band direkt sind wohl die Wege der Wahl).
Aber „Dodecahedron“ ist nicht nur ansprechend verpackt, das Album bietet auch grandiose Musik. Schon das Vorgängeralbum (die „Echoes...“-EP kenne ich auch nicht) fand ich sehr faszinierend, nicht minder geht es mir mit diesem Album, auch wenn beide Werke kaum vergleichbar sind. War „Destructive Actions Affect Livings“ noch sehr elektronisch geprägt, so zeichnet sich „Dodecahedron“ durch ein viel organischeres Klangbild aus. Düster-mystische Klänge beherrschen immer noch das Geschehen, aber sie werden in ein retroproggiges Gewandt gekleidet. Dazu gehören vor allem analoge Tastenklänge bis hin zu immer wieder aufkommenden Mellotron-Stürmen. Wie Siggy schon schreibt, klingen mal Pink Floyd durch, mal King Crimson (gerade zu Beginn von Teil III, wenn der Schizoid Man um die Ecke lugt). Säuselnde, flirrende, pulsierende Synthies und nervöse, ethno-artige Percussion bauen immer wieder eine beunruhigende, verstörende Atmosphäre auf, wie ein Soundtrack zu einem subtilen Horror-Film. Da scheinen auch manchmal die Ahnen von Goblin nicht weit, manchmal klingt's auch ein bisschen nach 'Blade Runner'. Hin und wieder wird es verhalten symphonisch, dann entwickelt die Musik eine sakrale Erhabenheit. Auf jeden Fall bieten DAAL großes Ohrenkino, durchaus weit ab gewohnter Prog-Pfade.
Die Gastmusiker werten mit ihren Einsätzen durch hinreißend Gitarren- und Violinen-Soli das Album ordentlich auf. Allen voran Ettore Salati (sonst in der Alex Carpani Band aktiv) zum Beispiel mit seinem Solo im Teil VI und natürlich Höstsonaten- / Aries-Violinistin Sylvia Trabucco.
Die EP (Cover-Artwork siehe oben als zweiten Scan) ist auch weit mehr als nur eine Beigabe. Hier musizieren Costa und Guidone nur zur zweit, was einen deutlich elektronischeren Klang zur Folge hat. Düstere Klangwolken umhüllen den Hörer und führen in die schwarzen Gemächer der Teufelsanbeter (oder so...). Gerade der Auftakt „The Call of Cthulhu“ ist ein einziger dunkler Sog, faszinierend. Der EP-Abschluss „Echoes from the Shore“ ist eine schwebende Klangskulptur, die wirklich wie ein Echo von weiter Ferne an die Ohren des Hörers dringt.
DAAL machen intensive, beeindruckende Instrumentalmusik voller düsterer Erhabenheit. Wirklich ein faszinierendes Klangerlebnis und eines der Alben des Jahres.
| Anspieltipp(s): |
durchhören! oder auf Youtube nach DAAL Dodecahedron suchen, es finden sich einige von der Band produzierte Videos, die einen guten ersten Eindruck vermitteln |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
15.7.2012 |
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Nun, ich bin nicht ganz so begeistert, wie das meine Vorredner sind. Der Grund mag zum einen darin liegen, dass ich mir irgendwie was anderes von dem Album erwartet hatte (Merke: Knüpfe niemals hohe Erwartungen an etwas und du kannst nicht enttäuscht werden). Zum anderen liegt es aber sicher daran, dass mich Dodecahedron nicht über seine gesamte Distanz in seinen Bann zieht.
Und das liegt daran, dass besonders die mittlere Passage des Albums hauptsächlich aus elektronischem Gedudel besteht, welches mir zu wenig gibt, zuviel auf der Stelle tritt und musikalisch einfach Füllmaterial darstellt. Soll heißen: In der Kürze läge hier mehr Würze. Aber genug gemeckert. Daal präsentieren mit Dodecahedron - lässt man die angesprochenen Spielereien im Mittelfeld mal weg - dann nämlich doch ein ansprechendes Werk. Viel Retro, viele stimmungsvollen Sequenzen, Mellotronsounds und hier und da auch mal ganz gehörig floydige Stücke. Das drückt sich vor allem im gefühlvollen Gitarrenspiel aus, das sehr an die Briten erinnern lässt.
Dodecahedron bietet musikalisch viel Abwechslung. Hier wird sehr tief emotional musiziert, was wiederum bedeutet, dass sich ganz viele ruhige Passagen einschleichen. Dadurch wird auch immer mal mit dem Tempo gespielt. Zu Beginn legt man noch ganz zackig los, hier finden sich überwiegend rockige Nummern mit deutlichem Retro-Einschlag. Im Mittelteil wird es überwiegend elektronisch verspielt, was mir weniger gefällt und in den ersten zweieinhalb Minuten von Part VIII für meine Ohren zu viel wird. Glücklicherweise legt man dann gegen Ende in Part IX schon wieder richtig los und nimmt nochmal Fahrt auf. Das Saxophon in Part X zaubert brilliant. Und siehe da: Wo ich vorher hörtechnisch weggedriftet war (soll heißen, es hätte auch irgendwas laufen können, hört der Rezensent plötzlich wieder auf.
Im Fußball würde ich von einer noch nicht ganz gereiften Mannschaft sprechen. Während die Spieleröffnung aus der Abwehr heraus prima funktioniert, braucht der Ball einfach zu lange, um im Sturm anzukommen. Nur Schönspielerei bringt auf Dauer nichts und man riskiert unnötige Ballverluste. Kommt der Ball dann vorn an, kreiert die Mannschaft auch Torchancen, die den geneigten Fan sofort begeistern. Von daher steckt viel Potential in dieser Mannschaft. Das Kick And Rush Spiel darf gern intensiviert werden.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
Stimmungen: ansatzweise Änglagard, Pink Floyd |
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| Veröffentlicht am: |
1.8.2012 |
| Letzte Änderung: |
1.8.2012 |
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