Two False Idols
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Golden Band Part 1
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4:10
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| 2. |
Gread Divide
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5:45
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| 3. |
Captain Caper
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5:08
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| 4. |
Enough About You
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3:59
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| 5. |
If You Knew
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5:41
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| 6. |
Not Me It's You
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4:50
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| 7. |
Over
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4:19
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| 8. |
Golden Band Part 2
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4:34
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| 9. |
Look Away
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6:28
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| 10. |
Celeste
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3:14
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| Gesamtlaufzeit | 48:08 |
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Rezensionen

Ben Craven konnte letztes Jahr mit "Great & Terrible Potions" ein ebenso überraschendes wie überzeugendes Album vorlegen, das gekonnt zwischen Vergangenheit und Moderne des Prog-Genres zu jonglieren wusste. Da scheint es nur konsequent zu sein, das 2006 veröffentlichte (?) Debüt "Two False Idols" einer gründlichen Frischzellenkur zu unterziehen, was einen Remix und sogar eine Überarbeitung der Songreihenfolge einschließt, und es der Öffentlichkeit erneut zu präsentieren, sodass das Album nun über die Bandcamp-Seite als Download und auf CD erhältlich ist.
Und tja, für mich als Freund von "Great & Terrible Potions" ist "Two False Idols" dann eine eher ernüchternde Angelegenheit. Auf den meisten Tracks dieses Albums fröhnt Ben Craven entweder einem relaxten bis poppigen Singer-Songwriter-Sound oder aber klassischer, etwas bluesiger Rockmusik. In ersterer Kategorie werden also Akustik- oder kaum bearbeitete E-Gitarren mit, sofern vorhanden, ruhigem Schlagzeug und etwas gesäuselt klingendem Gesang kombiniert, was in wahlweise unaufgeregten oder drögen Nummern wie "Great Divide", "If You Knew Me", "Over" oder "Look Away" resultiert. Dieses Genre hat, noch dazu im Prog-Umfeld, Damian Wilson wesentlich interessanter beackert, ganz zu schweigen von professionellen Akteuren dieses Stils (Dave Matthews oder Jack Johnson etwa). Immerhin, mit den Makeln derartigen Materials ist Ben Craven nicht alleine: Auch auf den Alben von Jon Oliva's Pain gehen mir solche Lagerfeuer-Nummern in schöner Regelmäßigkeit auf den Keks.
Die Nummern des anderen genannten Stils, hier konkret "Enough About You" und "Not Me It's You", klingen dagegen reichlich nach Classic Rock und sortieren sich irgendwo zwischen den Dire Straits und AC/DC ein, wobei für letzteres hauptsächlich der recht straighte, Boogie-artige Rhythmus spricht; Ben Craven (ja, der Australier...) ist schließlich nicht die Young-Brüder plus Bon Scott respektive Brian Johnson in Personalunion. Allerdings sind diese doch ganz netten Nummern gegenüber dem genannten Balladenstoff deutlich in der Unterzahl.
Aber es gibt ja noch Ausnahmen: "Captain Caper" ist nicht nur recht lebhaft geraten, sondern demonstriert auch schon die auf "Great & Terrible Potions" so prägende Neigung zu new-artrockiger Gitarrenarbeit und den typisch angeschrägten Neoprog-Stimmungen. Das eigentliche Highlight sind aber die beiden "Golden Band"-Teile, bei denen Craven schon recht nah am "Great & Terrible Potions"-Sound dran ist. Heißt also jeweils dramatische bis psychedelische Keyboardsounds zur schon bei "Captain Caper" angemerkten Neoprog-Stimmung. Das ist so gesehen zwar auch nicht überaus aufregend, aber doch zumindest stimmungsvoll und schon wesentlich progrelevanter als der Rest des Albums.
Tja... Fazit also: Ben Craven selber schreibt über "Two False Idols", er habe damals andere musikalische Prioritäten gehabt. Das merkt man diesem Album auch an, denn abseits von den zitierten Ausnahmen scheint sich die Musik doch eher in Richtung des Singer-Songwriter-Genres ausrichten zu wollen. Vielleicht finden Freunde dieses Stils das Album ja interessanter, meinerseits hat mich "Two False Idols" aber eher enttäuscht. Insofern sollte man dann auch dankbar sein, dass Ben Craven seinen Fokus verschoben hat, um sich und uns mit einem Album wie "Great & Terrible Potions" zu beglücken. Auf das in diesem Zusammenhang natürlich auch noch mal hingewiesen werden soll, und danach möge man sich dann noch ein Urteil über "Two False Idols" bilden.
| Anspieltipp(s): |
Golden Band Part 1 & 2, Captain Caper, Not Me It's You |
| Vergleichbar mit: |
Singer-Songwriter und etwas Neoprog-Pathos |
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| Veröffentlicht am: |
20.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
20.7.2012 |
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