Volume 1
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Luca Vicenzi |
Guitars, Effects |
| Marco Fortuna |
Bass, Effects |
|
| Pierpaolo Lofrano |
Drums, Percussion |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Fiori di Gulnara
1. Parte A 2. Parte B 3. Parte C
|
7:09
|
| 2. |
Concrete waves
|
11:36
|
| 3. |
Glass PTY
|
6:12
|
| 4. |
Frida
|
3:34
|
| 5. |
La lingua lucida
|
4:37
|
| 6. |
Suite N.1
1. Parte A - La citta e la carne 2. Parte B - From a loathing state 3. - 4. 9 Ragas Dust.Dawn 2:92 5. - 6. Intermezzo 5:27
|
24:39
|
| Gesamtlaufzeit | 57:47 |
|
|
Rezensionen

Das Zita Ensemble aus Monza gibt es schon seit 2003 und man hat in wechselnden Besetzungen (nur Gitarrist Vicenzi und Bassmann Fortuno sind die Konstanten der Band) bisher drei Tonträger eingespielt. Allzu große Aufmerksamkeit außerhalb Italiens hat man damit in Proggerkreisen nicht erregt, was eigentlich bei den meisten Produktionen des Lizard Labels der Fall ist. Dabei hat Label-Macher Loris Furlan eine ganze Reihe interessante Produktionen in seinem Katalog, die einen weiten Bereich von progressiven Klängen abdecken, von eher retroorientierten Werken, bis hin zu Avantgardistisch-Experimentellem.
In seiner Rezension zum Zweitling des Zita Ensemble (siehe "Quintet Sessions") erwähnt Kollege Thomas, dass das erste Werk der Italiener von einem bekannten CD-Versender als "Electronic" in dessen Katalog geführt wird. In der Tat hat sich an diesem Sachverhalt bis dato (Sommer 2012) nichts geändert. Elektronisches gibt es allerdings wenig auf "Volume 1" zu hören. Zwar setzen Luca Vicenzi, Marco Fortuna und Pierpaolo Lefrano auch diverse elektrisch verstärkte Tonerzeuger ein, doch machen sie damit wenig, was man normalerweise mit der Bezeichnung "Electronic" belegen würde. Eher könnte diese Stilbezeichnung teilweise zu der auf "Quintet Sessions" zu findende Musik passen.
Einen modernen Trioprog macht das Zita Ensemble auf "Volume 1", mal deftiger und lärmend, in der Tradition der neueren King Crimson, etwas wüster allerdings, mal dezenter und entspannter, irgendwo im Grenzgebiet von Postrock und Jazzrock. Das ist dieselbe Musik, die auch die Grundlage des schon mehrfach erwähnten "Quintet Sessions" bildet, nur dass hier die weiteren stilistischen Verziehrungen und Einlagen fehlen.
Etwas nervig (und irreführend) ist die abschließende "Suite N.1". Diese beinhaltet nämlich, trotz fast 25 Minuten angezeigter Spielzeit, nur 15 Minuten an Musik. Die eigentliche Suite dauert gut 7 Minuten. Dann kommt lange nichts, ehe man für drei Minuten der Nummer "9 Ragas Dust.Dawn" (ziemlich wüster Mischmasch aus dem Elektronikmixer - vielleicht hat der nette Mensch, der den oben erwähnten CD-Katalog mit Informationen versehen hat, gerade diese Nummer gehört?) lauschen darf. Nach weiteren 5 Minuten Stille kommt dann noch ein klanghallendes "Intermezzo". Na toll!
Auf "Volume 1" rockt die Band relativ direkt als Gitarren-Bass-Schlagzeug-Trio voran, durchaus abwechslungsreich, komplex und farbig, aber auch ohne wirklich neuartiges musikalisches Terrain zu betreten. Man bewegt sich - auf hohem kompositorischen wie spielerischen Niveau - in druckvoll-filigranen Prog-Post-Jazzrock Gefilden, die z.B. auch von den italienischen Kollegen von Vedda Tribe, Merme und R11 bereist werden (oder wurden), um mal bei Musikern aus dem Lizard-Stall zu bleiben. Wer solcherlei Klänge schätzt, dem sollte auch "Volume 1" munden!
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
21.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
18.8.2012 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Zita Ensemble
Zum Seitenanfang
|