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st.ride

piume che cadano

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; RIO / Avant
Label: ZeiT Interference / Lizard Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Edo Grandi Synthesizer, Rhythm Machines, Mixer
Maurizio Gusmerini Objects, Voice, Ambient Sounds, Instruments
Rino Salamone Catalizzatore

Tracklist

Disc 1
1. st.ride è nel cortile 1:35
2. il periodo delle h omesse 1:59
3. traccia un arco 1:19
4. tokio, texas 1:10
5. geometria variabile 1:22
6. neanche una nuvola 1:07
7. lampade e fiato 1:59
8. se perdo me 2:00
9. modulazione suono-spazio 3:11
10. c'è nessuno? 1:10
11. la tromba della pace 1:33
12. domenica mattina 2:52
13. la solitudine del pino marittimo 1:48
14. l'accorrente elettrica 1:15
15. tu sei la mia pentola 1:21
16. piume che cadano 1:39
17. piaceri sconosciuti 2:13
18. cucu, come il verso del cucu 1:08
19. piu giu 2:54
20. di ciao 2:19
Gesamtlaufzeit35:54


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Recht eigenartig sind sie, die Alben, die auf dem Lizard Schwesterlabel ZeiT Interference erscheinen (siehe z.B. "3juno"). Das erste Album der Reihe war der 2005 veröffentlichte Zweitling der Genueser Formation st.ride, damals noch das Trio Edo Grandi, Maurizio Gusmerini und Rino Salamone (inzwischen ist Salamone offenbar ausgeschieden). Angeblich gab sich das Trio seinen Namen nach italienisch "stridere", was zetern, kreischen und klirren bedeutet. Das würde zumindest teilweise gut auf diese Musik passen!

Eine Art von elektronischer Musik machen st.ride, die allerdings ziemlich experimentell ausgefallen ist. Ein wirres Gemenge an Klang ist auf "piume che cadano" (fallende Federn) zu finden, das mit elektronischen und akustischen, aber stark verfremdeten Tonquellen erzeugt wurde. Allzu laut wird es dabei nicht, ist der Grundcharakter der Musik eher ein schwebender. Ausgesprochen schräg uns avantgardistisch ist das Gebotene trotzdem.

Eine 35-minütige Suite an elektronisch bearbeitetem und zusammengemischtem Klang kommt hier aus den Boxen, ab und zu angereichert mit einigen (teils programmierten) Schlagzeugmustern, Gitarrengeplinge, Stimmfetzen, Perkussivem und Saitengeknarze. Es brummt und zischt, brodelt und dampft, fiept und jault hier meist wirr und rau, aber durchaus abwechslungs- und ideenreich und versehen mit einem gewissen mediterranen Charme. Wirklich wüst oder industriell-lärmend sind diese Klänge nicht.

Das schöne bei solcherart Musik ist, dass es relativ einfach ist nicht wie irgendjemand anders zu klingen. Gewisse krautig-elektronische Reminiszenzen kann man ausmachen (Kluster, frühe Cluster, Schnitzler, frühe Kraftwerk), doch ansonsten machen die drei Genueser ihr ganz eigenes Ding. Das schwierige bei solcherart Musik ist aber, dass nur ein geringer Bruchteil der klanggoutierenden Menschheit dieselbe als solche anerkennen wird. Wer allerdings seltsame Elektronikexperimente mit Rockrudimenten schätzt, der kann (sollte) in dieses kurze, aber kurzweilige Album durchaus einmal reinhören!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.7.2012
Letzte Änderung: 23.7.2012
Wertung: 10/15

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