Eremita
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Ihsahn |
"All vocals and instruments except..." |
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Gastmusiker
| Tobias Ørnes Andersen |
Schlagzeug |
| Jørgen Munkeby |
Saxofon |
| Jeff Loomis |
Gitarre ("The Eagle And The Snake") |
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| Devin Townsend |
Gesang ("Introspection") |
| Einar Solberg |
Gesang ("Arrival") |
| Heidi S. Tveitan |
Gesang ("Departure") |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Arrival
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5:40
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| 2. |
The Paranoid
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4:43
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| 3. |
Instrospection
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5:37
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| 4. |
The Eagle And The Snake
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8:47
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| 5. |
Catharsis
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4:50
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| 6. |
Something Out There
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5:09
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| 7. |
Grief
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2:21
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| 8. |
The Grave
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8:18
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| 9. |
Departure
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7:06
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| 10. |
Recollection
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5:39
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| Gesamtlaufzeit | 58:10 |
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Rezensionen

"Einsiedler" ist natürlich ein passender Titel für ein Soloalbum. Als das vierte derartige Werk von Vegard Sverre Tveitan alias Ihsahn erlaubt "Eremita" zusätzlich noch, das bisherige Soloschaffen in Paare einzuteilen. "The Adversary" und "angL" auf der einen, "After" und "Eremita" auf der anderen Seite. Dieser Gedankengang geht davon aus, dass "Eremita" sich nämlich ganz gut an seinen Vorgänger aus dem Jahr 2010 anfügt.
Somit gibt es also auch hier wieder die Mischung aus dem Klar- und Black-Gesang, Opeth'scher Überlegtheit, wahlweise recht beschwingter, stellenweise aber auch mahlstromartiger Begleitung und dem einen oder anderen avantgardistischen Klangtupfer. Im Unterschied zu "After" steht allerdings eine leichte Zweiteilung der Stücke des Albums: Auf der einen Seite gibt es diese überraschenden, progressiven bis jazzigen Nummern, auf die ich gleich noch genauer eingehen werde, auf der anderen dagegen setzt Ihsahn immer mal wieder auf vermehrt an modernen, eingängigen Black Metal erinnernde Nummern, wie sie beispielsweise die Landsmänner von Keep Of Kalessin zu spielen pflegen (tatsächlich war deren Album "Reptilian" 2010 im nationalen Genrewettbewerb für mich die große Konkurrenz zu "After"). Das sind auf "Eremita" Lieder "The Paranoid", "Something Out There" und mit Abstrichen der Opener "Arrival", die auf ihren Refrain zugeschnitten zu sein scheinen, wenn auch Instrumentalpassagen wie der Mittelteil von "The Paranoid" durchaus nett anzuhören sind.
Da einerseits die Hymnen von "After" jedoch besser waren (man denke nur an "Frozen Lakes On Mars"), ist wohl klar, dass die Avantgarde-Fraktion hier für mehr runtergeklappte Kinnladen sorgen wird. Und hier steht das überragende "The Eagle And The Snake" in vorderster Linie: Jazzige Harmonien, Rhythmik zwischen Vertracktheit und Trauermarsch sowie ein super-sinfonisches, ab und an aufgegriffenes instrumentales Hauptthema, das nicht nur überaus lang und durchdacht ist, sondern obendrein die Frage zulässt, ob Ihsahn eigentlich Magma und "Ëmëhntëhtt-Ré" kennt. Dazu herrlich kranke Saxofoneinsätze (wie schon auf "After" von Shinings Jørgen Munkeby, aber diesmal besser und stärker herausgestellt), und heraus kommt ein Stück, das man sich in jedem Fall merken sollte, und bei dem man es fast schon bedauern könnte, dass Ihsahn keine moderne Klassik komponiert.
Gegen diesen Koloss tritt "The Grave", die zweite Nummer dieses (rudimentären) Stils, deutlich zurück, handelt es sich hierbei doch um eine achtminütige Doomwalze von monumentalem Ausmaß, aber ohne das zusammenhaltende, fatalistische Element eines Hauptthemas. Dafür sind der freiformige Mittelteil mit Saxofon, jazzigen Gitarren und allerlei Percussion sowie der ähnlich gebaute, aber wesentlich wildere Schlussteil ganz nett. Damit kommt dieses Stück eher nach "On The Shore" denn nach "Heaven's Black Sea". Und schließlich fällt noch das abschließende "Departure" aus der Reihe, das mit agilem Schlagzeug und postrockigen (ja, ich rede hier von Talk Talk, GY!BE und so) Bläsereinsätzen eher alternativ beginnt, dann ziemlich kakophonische Töne auffährt, die urplötzlich von Lounge-artigen Parts und dem Gesang von Ehefrau Heidi Tveitan (siehe auch: Peccatum) unterbrochen werden. So richtige WTF?-Musik und damit eine konsequente Weiterentwicklung von "A Grave Inversed".
Eine dritte, kleinere Fraktion sind noch die entspannt-alternativen Sounds, wie sie beispielsweise versprengt in "Introspection" oder "Catharsis" zu finden sind. Die stehen in der Tradition von Nummern des Vorgängeralbums, die sich dort "After" oder "Austere" nannten, dominieren aber keinen Song auf "Eremita" vollends, sondern sorgen hier durchaus für Abwechslung.
Damit ergibt sich in der Zusammenfassung folgendes Bild: "Eremita" knüpft ganz manierlich an "After" an und erweitert dessen Sound oft genug in interessante bis so richtig packende Richtungen, dass man auf den weiteren Weg gespannt sein darf. Weniger gut gefallen mir die genannten Mainstream-Melodic-BM-Referenzen, das sollte man doch lieber der erwähnten Konkurrenzband aus Trondheim überlassen. Aber selbst das ist alles andere als tragisch, denn auch auf "Eremita" wird konsequent mindestens ein Grundniveau geboten, das im allerfeinst grasgrünen Bereich liegt. Dennoch würde ich "Eremita" insgesamt etwas hinter "After" einsortieren, denn jenes Album war nicht nur insgesamt etwas runder, sondern hatte auch diesen gewissen Aha-Effekt. Aber sonst: Ein Highlight ist "Eremita" heuer allemal.
| Anspieltipp(s): |
The Eagle And The Snake, Departure, Introspection |
| Vergleichbar mit: |
Irgendwie einzigartig, ansonsten mit "After" |
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| Veröffentlicht am: |
1.8.2012 |
| Letzte Änderung: |
13.6.2013 |
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