Lidocaine
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Progteam |
| Durchschnittswertung: |
8/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Filip Zielinski |
vocals |
| Jan Niedzielski |
guitar |
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| Artur Radkiewicz |
bass, keyboards |
| Lukasz Chmielinski |
drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Far Cry
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5:23
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| 2. |
Cold Genius
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5:22
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| 3. |
1000G
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6:07
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| 4. |
One-Sided
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5:29
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| 5. |
Good News Comes After A While
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4:02
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| 6. |
Figaros Song
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2:13
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| 7. |
Best Wishes
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6:19
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| 8. |
Endgame
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6:03
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| 9. |
Nothing In Return
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7:26
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| 10. |
21st Century
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5:14
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| 11. |
Venid
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1:21
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| Gesamtlaufzeit | 54:59 |
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Rezensionen

2010 debütierten Dianoya mit dem durchaus ansprechenden „Obscurity Divine“. Die gefühlte Nähe zu den Vorbildern Riverside war vielleicht ein bisschen zu groß, aber die Mischung aus gefühlvollen, ruhigen Passagen und metallischen Ausbrüchen war recht unterhaltsam. Nun legen die Polen mit „Lidocaine“ ihr zweites Werk vor und sind damit witzigerweise beim Progteam gelandet, jenem Produzentenpool, der aus dem Riverside-Umfeld hervorgegangen ist und zum Teil auch aus Musikern dieser Band besteht.
Und? Geht es nun noch weiter in Richtung Riverside? Die gute Nachricht: eigentlich nicht. Die eher schlechte Nachricht: es ist fraglich, ob das besser ist. Lidocain ist ein Betäubungsmittel und vermutlich wird sich die Band schon was dabei gedacht haben, ihr Album danach zu benennen. Man könnte es zumindest meinen, wenn man die Musik hört. Nicht, dass alles hier gebotene sofort einschläfernd wäre, aber über die gesamte Laufzeit des Albums stellt sich doch so ein gewisser Gleichklang ein, der sehr, sehr beruhigend wirkt und irgendwann dazu führt, dass man dem Geschehen nicht mehr so richtig folgt. Der Effekt tritt allerdings nicht so stark ein, wenn man das Album via Kopfhörer hört. Da wirkt die Musik auch facettenreicher und detaillierter, bzw. man nimmt diese Details einfach besser war.
Ansonsten folgen Dianoya im Großen und Ganzen durchaus der Linie, die sich auch auf ihrem Debüt verfolgt haben. Moderne, teils sanft fließende, teils bewegte Rockmusik schwillt aus den Boxen. Eher meditative Passagen werden von aggressiven, metallischen Ausbrüchen mit noisigen Gitarren konterkariert. So entsteht eine typische New Artrock-Alternative-Postrock-Klangmischung wie sie von Bands wie Oceansize oder Amplifier bekannt ist. Überhaupt könnte man sagen, wollten Dianoya zunächst die neuen Riverside werden, treten sie nun eher das Erbe von Oceansize an. Die Rhythmik unten drunter ist eher moderat vertrackt gehalten, das Schlagzeug wirkt manchmal gar ein bisschen schlicht.
Der Gesang von Filip Zielinski war mir von Debüt her in besserer Erinnerung. Auf „Lidocaine“ klingt er oftmals sehr weltschmerzig-weinerlich. Was aber vielleicht auch der sanften Neuausrichtung der generellen musikalischen Ausrichtung geschuldet ist. Gegenüber dem Debüt hat sich auch die Besetzung der Band geändert. Man ist eines Gitarristen verlustig gegangen und am Bass spielt ein Neuer, der sich auch um die Tasten kümmert. Es ist natürlich nur Spekulation, ob eventuell auch dies zu einer Klang-Veränderung der Band geführt hat.
Letztlich ist „Lidocaine“ ein durchaus hörenswertes Album geworden, welches allerdings durch seinen Gleichklang und sein risikoarmes Klanggewand einiges an höheren Weihen verspielt. Genrefans liegen hier allerdings trotzdem nicht falsch.
| Anspieltipp(s): |
Far Cry, Endgame |
| Vergleichbar mit: |
siehe Text: ruhigen Riverside, Oceansize |
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| Veröffentlicht am: |
2.8.2012 |
| Letzte Änderung: |
2.8.2012 |
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