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Andy Jackson

Signal To Noise

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Moderne Electronica; New Artrock; Psychedelic; sonstiges
Label: Esoteric Antenna / Cherry Red Records
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Andy Jackson alles

Tracklist

Disc 1
1. the boy in the forest 7:09
2. one more push 4:22
3. invisible colours 4:49
4. spray paint 3:32
5. Herman at the fountain 9:54
6. it all came crashing down 3:50
7. Brownian motion 7:19
Gesamtlaufzeit40:55
Disc 2
1. Album quad surround mix (DTS)   (DVD)


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Andy Jackson begleitet(e) Pink Floyd seit „The Wall“ als Toningenieur im Studio wie auch live. Aber er ist auch Musiker und spielte schon immer auch selbst in Bands (u.a. Eden House). Nun, vielleicht auch weil ja nun wohl Floyd definitiv Geschichte sind, war es Zeit für ein eigenes Soloalbum. Und Soloalbum darf man hier durchaus wörtlich nehmen, denn Jackson spielt alles selbst (oder programmiert, was nötig ist), singt und hat natürlich die Musik auch komponiert.

Jackson war schon immer Pink Floyd-Fan, deswegen war der Toningenieur-Job dort wohl sowas wie sein Traumjob, und die lange Zeit, die er mit der Band verbracht hat, sowas prägt auch seinen eigenen musikalischen Stil. So klingt die Musik auf „Signal To Noise“ über weite Passagen wie bislang verschollene Pink Floyd-Aufnahmen. Jackson kopiert allerdings nicht, was sich schon darin äußert, dass er alle Floyd'schen Phasen recht virtuos mixt. Da wabert Spät-60er-Psychedelic aus den Boxen, da gibt es hymnischen Passagen und düster-melancholische, in sich gekehrte Abgründe. Sanfte Synthieflächen und -täler, ebenso sanft pulsierende Percussion, blubbernde Elektronik, begleitet von blues-schwangeren Gitarren-Passagen erwecken die Musik zum Leben. Dazu passt Jacksons Stimme mit ihrem dunklen Timbre recht gut. Ganz ähnlich wie die Herrn Gilmour und Waters ist Jackson ganz sicher kein guter, kein großer Sänger, aber seine Stimme verfügt über das gewisse Extra, das gewisse Charisma, welches eben den Unterschied macht.

„Signal To Noise“ ist überwiegend ruhig, aber sehr intensiv. Die Musik hüllt den Hörer förmlich in dunklen Samt ein und nimmt ihn mit auf die Reise.

Das ganze Paket kommt in einem hübsch gestalteten Digipak mit einer zusätzlichen DVD, welche das Album als Surround-Mix enthält. Wohl dem der einen DTS-fähigen Player hat, er kann die Musik in voller räumlicher Entfaltung genießen. Aber auch der hochauflösende PCM-Stereo-Mix ist ein beeindruckendes Erlebnis. Jacksons Musik ist für dieses Format wie geschaffen.

Anspieltipp(s): Herman at the fountain, Brownian motion
Vergleichbar mit: Pink Floyd
Veröffentlicht am: 13.12.2014
Letzte Änderung: 13.12.2014
Wertung: 11/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


Andy Jackson dürfte den meisten als Toningenieur von Pink Floyd bekannt sein, doch ist er auch ein Multitalent an verschiedenen Instrumenten. Hier handelt es sich eigentlich schon um das 4. Soloalbum von Jackson, aber es ist das erste, wo er alles allein einspielt. Er hatte ja seinen ersten Erfolg mit „I don't like Mondays“ von den Boomtown Rats und mit, man höre und staune, dem Spandau Ballet in den Utopia Studios in London. Tja, aller Anfang ist schwer und die Brötchen müssen ja irgendwie verdient werden. Durch den Film „The Wall“ ist er auf Pink Floyd gestoßen. „The final cut“ war seine erste Studioaufnahme mit ihnen. Seither war er an allen weiteren PF-Alben, sowie an diversen Soloaktivitäten von Roger Waters und(!) David Gilmour beteiligt. Er ist also entweder ein großer Diplomat oder ein großer Musiker. Vielleicht auch beides.

Die Musik ist floydig und die typischen Elemente von PF sind alle vorhanden, also großflächige Synthies, klare Gitarren, dunkle Bässe und Drums sowie eine nie aufbrausende Stimme. Dazu ein wirklich exquisiter Klang. Sehr ruhig und gelassen fließen die Töne. Gepflegte Langweile? Nein, das wäre ein Trugschluss. Man kann wunderbar dabei entspannen und durch die schönen Kompositionen bleibt das Interesse wach. Und bei jedem neuen Hören entdeckt man wieder was Neues. Einen Song wie IT ALL CAME CRUSHING DOWN haben in den letzten 40 Jahren die Originale nicht mehr hingekriegt. Egal in welcher Besetzung und egal ob als Band oder Solo.

Es ist ein Genuss zu entdecken, wie seine Musik sich entwickelt. Niemand erwartet hier krumme Takte und Dauerwechsel. Entweder geben die Synthies den Ton an indem sie im Hintergrund mal an- und abschwellen, dann wieder nach vorne spielen mit teils schrägen Tönen wie in ONE MORE PUSH. Beim Titel INVISIBLE COLOURS beginnt er mit einer 60'er Jahre Gedächtnisgitarre, die auch gut auf „Meddle“ gepasst hätte. Und so vergleicht unser Gehirn dauernd weiter und freut sich, dass HERMAN AT THE FOUNTAIN so lässig klingt. So lässig wie eben 1971 „Echoes“.

Anspieltipp(s): It all came crushing down
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.8.2017
Letzte Änderung: 9.8.2017
Wertung: 11/15
hippiesk

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