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GRICE

Alexandrine

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2015
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Jazz; Moderne Electronica; New Artrock; sonstiges
Label: Hungersleep Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Grice (Jim Peters) vocals, electric & acoustic guitars, keys, treatments, tonalities, electric piano, percussion, tzouras, programming, 'magic ice cream synthesis', ebow
Al Swainger double bass, bass, pedals, french horn
05Ric drums

Gastmusiker

Maria Kamba Peters spoken word
Luca Calabrese trumpet
Hossam Ramzy percussion, triangle-riq, riq, duff, Egyptian tabla
Steve Jansen additional drums & percussion, keys, treatments
Matt Calder hang drums
BJ Cole pedal steel guitar
Richard Barbieri keyboards, synthesizers, tonalities
Joe Breban drums
Steve Bingham viola, violin
Suzanne Barbieri vocals
Duncan Chave programming

Tracklist

Disc 1
1. alexandrine 7:17
2. she's in my garden 3:45
3. eclipse 6:26
4. flaw 1 (fracture) 0:59
5. leftside 4:00
6. the magic of changing colours (alexandrine effect) 2:15
7. 12 syllables 5:55
8. flaw 2 - silica (SiO2) 2:52
9. incomplete 6:05
10. frozen water 9:40
11. clear, conscious & free 4:31
12. flaw 3 (fractal) 3:44
Gesamtlaufzeit57:29


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


„Alexandrine“ ist das zweite Solo-Werk des britischen Klangkünstlers und Multiinstrumentalisten GRICE (alias Jim Peters). Auch diesmal konnte er sich wieder allerlei prominenter Unterstützung versichern. Besonders intensiv war die Zusammenarbeit mit Richard Barbieri (Porcupine Tree, Ex-Japan etc.) und Steve Jansen (u.a auch Ex-Japan). Da haben sich drei Soundtüftler gefunden, die gemeinsam an ebenso eigensinnigen wie wunderschönen, kunstvollen Klangkonstrukten feilen.

Ein Klangkosmos aus blubbernder Elektronik, flirrenden Synthies, melancholisch-jazziger Trompete, grummelnden, sanften Bässen, seltenen Gitarren-Läufen und folkig-ethnomäßig angehauchten Passagen entfaltet sich auf „Alexandrine“. Mal schürft die Musik tiefgründig, nachdenklich und melancholisch im Untergrund, mal scheinen die Klänge in der Luft gefroren und gleich Eisskulpturen vor einem zu stehen. In bewegteren Momenten schälen sich kraftvolle, artrockige Passagen aus dem eher ruhigen Umfeld und sorgen für nette Gegensätze, auch wenn es nie wirklich krachig oder laut wird („Incomplete“ ist am nächsten dran).

NuJazz, Folk, New Artrock, artifizieller Pop gehen eine eigenwillige, spannende Symbiose ein. Die farbig-verspielten Arrangements, die ungewöhnlichen Song-Verläufe mit schon mal kuriosen Wendungen und verschlungenen Entwicklungspfaden stimulieren sanft, aber bestimmt die Synapsen der Hörer. Ebenso filigran wie detailreich arrangiert, durchkomponiert und in der Ausführung virtuos dargeboten, offenbaren die Stück immer wieder neue Details, lassen auch häufige Durchläufe zu interessanten Abenteuern werden. Die geschmackvolle Instrumentierung, die faszinierende Soundscapes über sanft-schräg pulsierenden Rhythmen tun ihr übriges zum wahrlich wunderschönen Klangerlebnis. Und trotz allem wird allzu gefälliger Wohlklang geschickt vermieden.

Auch dem Experiment zeigt sich GRICE nicht abgeneigt, so sind die drei eingestreuten „flaw“s (Störungen?!) jeweils kurze Klangskulpturen, mal elektronisch, mal akustisch-meditativ angelegt. Und vielleicht der Album-Höhepunkt „12 syllables“ ist ein eigenwilliges Konglomerat aus blubbernder Elektronik und verschrobenen Gesangspassagen. Aus 12 Silben besteht in der Regel ein Alexandriner, auch cool gemacht. Ein weiterer Höhepunkt ist das melancholische „Frozen Water“, da sich zwischen Tim Bowness und Nils Petter Molvaer bewegt.

Wer „Propeller“ mochte, sollte von „Alexandrine“ begeistert sein. Die Entwicklung zwischen beiden Alben ist faszinierend und GRICE demonstriert, dass seine Begabung außergewöhnliche Musik zu kreieren und sein Ideenreichtum anscheinend noch nicht an ihrem Ende angelangt sind. Schöne Musik muss gar nicht langweilig sein.

Anspieltipp(s): 12 syllables, Eclipse, Incomplete (reinhören via Bandcamp möglich)
Vergleichbar mit: Fijeri, David Sylvian / Japan, Tim Bowness
Veröffentlicht am: 20.7.2015
Letzte Änderung: 20.7.2015
Wertung: 12/15

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2012 Propeller 11.00 1

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