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Dante

When We Were Beautiful

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: Gentle Art of Music /Soulfood
Durchschnittswertung: 9.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Alexander Göhs Vocals
Markus Maichel Keyboards
Christian Eichlinger Drums
Julian Kellner Guitars

Gastmusiker

Dave Meros bass (7)
Martin Miller guitar solos (1,4)
Markus Steffen final guitar solo (7)
Ben Eifert guitar (6,7), first guitar solo (7)
Sebastian Kister bass (1,4)
Bernd Schönegge bass (3,5)
Markus A. Bader guitar solo (5), rhythm guitar (1,2)
Mathias Schmid rhythm guitar (2)
Mischa Mang choir (7)
Martin Schnella choir (7)
Marcus Becker choir (7)
Andrew Bishop additional vocals (4)

Tracklist

Disc 1
1. Rearrangement of The Gods 10.46
2. Ambitious 9.12
3. Beautiful Again 6.42
4. Until the last Light Breaks in 10.53
5. Let me down 8.22
6. Sad Today 3.47
7. Finally 14.13
Gesamtlaufzeit63:55


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 4)


Eine Dame ist auf dem Cover gerade dabei, ihren hübschen Hinterteil zu entblößen. Da kann glatt der Wunsch aufkommen, das Foto wäre einige Sekunden später entstanden… Dazu ein Albumtitel „When we were beautiful“ und eine Andeutung im Infotext, auf dem Album verarbeiteten die Musiker den Tod des Bassisten Markus Berger, der die Veröffentlichung des Vorgängerwerks „November Red“ nicht mehr erleben konnte.

Auf jeden Fall vermittelt „When we were beautiful“ musikalisch kaum Melancholie, oder Traurigkeit und das angeblich behandelte Thema Vergänglichkeit wird auf sehr ungewöhnliche Art verarbeitet. (Wie das Thema textlich behandelt wird, kann ich mangels vorliegender Songtexte nicht beurteilen).

Es werden nämlich überwiegend treibende, vor Kraft und Spielfreude strotzende, mit aggressivem Gesang versehene Rockstücke präsentiert, so dass man den Hinweis der Plattenfirma besser verstehen kann, Dante fühlen sich nicht nur durch Dream Theater, sondern auch von Savatage, Metallica, Machine Head und Deep Purple inspiriert. Der Gesang von Alexander Göhs erinnert schon mal eher an Jon Oliva, als etwa an James LaBrie.

Nur in der kurzen Ballade „Sad Today“ schleicht sich Melancholie und Traurigkeit ein. Der hymnisch-mehrstimmige Ausgang von „Finally“ kommt auch nicht gerade als Manifest des Glücks rüber.

Die Stücke verbinden auf vorbildliche Weise die rockige Komponente mit rhythmischen und melodischen Feinheiten, die ein Metal-Album zu einem Progmetal-Album machen. Dabei scheint nicht die Virtuosität, sondern die Songstrukturen im Vordergrund zu stehen.

Trotzdem konnten beispielsweise in „Until the Last Light…“ und „Finally“ erstklassige Instrumental-Parts im Geiste von Dream Theater untergebracht werden. Beeindruckend finde ich auch die ungewöhnlichen Klänge, die der Keyboarder Maichel immer wieder seinen Tasten entlockt.

Insgesamt ist Dante mit „When we were beautiful“ ein überzeugendes Lebenszeichen im Spannungsfeld zwischen Metal und Prog gelungen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.3.2016
Letzte Änderung: 11.3.2016
Wertung: 10/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 4)


Angesichts der wechselvollen Geschichte von Dante, geprägt von Schicksalsschlägen und Besetzungs-Wechseln, darf man ja schon froh sein, dass man überhaupt noch ein Studioalbum der Münchner und Augsburger zu hören bekommt. Und das es noch dazu ein Gutes ist, macht die Sache noch besser.

Das verbliebene Dante-Trio mit Neuzugang Julian Kellner an der Gitarre macht aus der Not eine Tugend und hat sich einige (teils prominente) Gastmusiker ins Studio geladen, um insbesondere die Vakanz auf der Bassisten-Stelle zu füllen. Eine gute Idee, denn gerade die Bassisten steuern selbstbewusst einige gute Beiträge zum Gelingen des neuen Dante-Werks bei. Aber auch die anderen Gastmusiker lassen sich nicht lumpen.

„When We Were Beautiful“ überzeugt mit einem gelungenen Mix aus modernen und traditionellen ProgMetal-Klängen. Es schlägt die Brücke vom klassischen, melodischen ProgMetal, mit ein paar Schwenkern zum Heavy Metal, hin zu modernen, eher riff-orientierten, fast schon technisch-vertrackten Ansätzen. Geschickt wird mit melodischen Passagen und harten, teils fast schon brachialen, Instrumentalabfahrten gespielt. Fette Riffs und giftig-prägnante Soli von der Gitarre duellieren sich mit den SciFi-Sounds von den Tasten. Bevor es aber zu kühl-steril wird, sorgt Keyboarder Maichel mit wohligen Hammond-Sounds für die nötige Wärme. Ansonten brilliert er aber mit sirrenden und flirrenden Flächen und reichlich messerscharfen modernen Klängen, bei denen sich Jordan Rudess noch was abschauen könnte. Diese Saiten-Tasten-Duelle über dem fundierten, vertrackte Rhythmus-Fundament sind das Salz in der Suppe von „When We Were Beautiful“.

Dazu passt auch das Sänger Göhs hier düsterer, rauer, härter agiert, als auf den früheren Dante-Alben. Seine starke Gesangsleistung bildet das Sahnehäubchen auf diesem gelungenen Auftritt von Dante. Die Chor-Unterstützung im Abschluss-Stück "Finally" setzt dann noch einen besonderen Akzent.

Überwiegend geht es hier heftig zu, aber mit der klavier-schwangeren Ballade „Sad Today“ zeigen die Bayern, dass sie es auch gefühlvoll-unkitschig können.

„When We Were Beautiful“ ist ein bärenstarkes Lebenszeichen von Dante. Ein würdiger Nachfolger des gelungenen „November Red“, welcher mir persönlich gar noch ein Stückchen besser gefällt, weil Dante hier mehr Kante, mehr eigenes Profil zeigen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.3.2016
Letzte Änderung: 29.3.2016
Wertung: 12/15

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 3 von 4)


Dante waren mir bislang kein Begriff, aber die bereits einige Jahre überspannende Historie dieser Band zeugt von Erfahrung, die sich auf "When We Were Beautiful" hauptsächlich im äußerst gefestigten Zusammenspiel der Musiker manifestiert, was wiederum dafür sorgt, dass Dante in den Songs dieses Albums auf technisch beeindruckendem Niveau musizieren. Vom Gros der übrigen "traditionellen" Progmetal-Bands dürften sich die Bayern dabei vor allem durch den Hang zu tonnenschweren und rhythmisch komplexen, aber überaus präzise gespielten Riffs abheben.

Das geht schon im Opener "Rearrangement Of The Gods" los, der gerade Takte immer wieder mal für 7/8-Einwürfe unterbricht; ähnlich souverän agieren Dante später noch beispielsweise in "Beautiful Again", "Let Me Down" und "Finally". Umgekehrt erinnert hingegen das Intro-Riff in "Ambitious" inklusive dieser Pause-Spielereien an den Track "Queen Of Hearts" vom letztjährigen Saxon-Album "Battering Ram", und in der Strophe vom erwähnten "Rearrangement Of The Gods" gibt's weitaus geradlinigeres Gestampfe, was angesichts der ohnehin "schweren" Sounds und tiefem Goth-Gesang eher an Rammstein (oder Paradise Lost zu "Symbol Of Life"-Zeiten) denken lässt.

Überhaupt, der Gesang ist auch so eine Sache an "When We Were Beautiful", hinterlässt meinerseits allerdings eher gemischte Eindrücke. Gelegentlich lässt Alexander Göhs nämlich den Power-Metal-Kraftmeier heraushängen, was beispielsweise in "Let Me Down" wiederum übertrieben wirkt. Gelungene Harmonie-Passagen im selben Song oder in "Sad Today" zeigen jedenfalls, dass es auch besser und dezenter geht, allerdings sind derartige Passagen in anderen Songs, beispielsweise im Refrain von "Rearrangement Of The Gods", leider wiederum weniger passend produziert und verschwinden hinter dem restlichen Arrangement.

Nein, es bleibt wohl dabei, dass derzeit Instrumentalpassagen die große Stärke von Dante sind und damit auch ein alles andere als vernachlässigbares Argument, "When We Were Beautiful" eine Chance zu geben. Immer wieder versteht es die Band nämlich bestens, die vom Gesang vorgegebenen Melodien instrumental aufzunehmen, durch aberwitzige (und, wie beispielsweise bei 8:43 in "Finally" sogar am Niveau der Dream Theater auf "A Dramatic Turn Of Events" kratzende) sowie einfallsreiche Solopassagen zu tragenden Elementen der Kompositionen aufzubauen. Das beste Zeugnis davon legt wohl "Until The Last Light Breaks In" ab, in dem eine im balladesken Intro vorgestellte Melodie immer wiede aufgegriffen wird und dessen Instrumentalpart nach ca. 6:33 Minuten das Klavier außerordentlich originell einsetzt und dessen Melodie anschließend mit der Gitarre weiterführt. Einziger Ausfall dieser Kategorie wäre dieser crimsoneske Part bei 4:37 in "Ambitious", der in diesem ohnehin etwas zerrissen wirkenden Song den Anschein eines Fremdkörpers erweckt.

Unterm Strich jedenfalls ist "When We Were Beautiful" damit ein gutklassiges Progmetal-Album, das vor allem durch schnelle, vertrackte und intensive Passagen zu überzeugen versteht. Etwas heruntergezogen wird diese Platte allerdings durch den wie berichtet etwas inkonsistenten Gesang und außerdem durch kleinere Mängel bei der Produktion - viele Passagen klingen, bei aller Liebe, doch etwas blechern und "knallig". Das ist im Vergleich zu den sonstigen Qualitäten zwar ein wenig ärgerlich, Dante können aber dennoch ihr Potenzial bereits weitestgehend ausspielen, auch wenn sie nicht so wirklich "beautiful" sind.

Anspieltipp(s): Rearrangement Of The Gods, Finally, Beautiful Again
Vergleichbar mit: Redemption... die haben in den Momenten größter Krisen ja ähnlich fulminant auf die Pauke gehauen
Veröffentlicht am: 27.4.2016
Letzte Änderung: 27.4.2016
Wertung: 9/15
Inklusive eines Punktes Abzug für Gesang und Produktion - davon abgesehen kann ich den Kollegen nur zustimmen!

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Von: Marc Colling @ (Rezension 4 von 4)


Die deutsche Band Dante besteht seit 2006 und hat bis dato 4 CD's veröffentlicht, darunter letztes Jahr ein Livealbum auf Basis dieses Studioalbums. Stilistisch spielen sie meist das, was man in den 90'ern unter dem Begriff Crossover zusammen gefasst hat. Zwischen Metal, Hardrock, Prog bewegen sich die 7 Songs, mit Ausnahme der Ballade SAD TODAY. Diese ist auch der einzig kürzere Song auf dem Album, alle anderen erreichen die 7 und mehr Minuten-Grenze.

Die dünne Produktion fällt sofort auf. Bass und Schlagzeug verschwinden sehr im Hintergrund, wodurch der Klang etwas farblos und mit unzureichender Dynamik aus den Boxen kommt. Das ist in der heutigen Zeit schwer zu verstehen, wo doch jede kleine Band ein halbwegs eingerichtetes Studio besitzt. Mag sein, dass dieser Mangel auf MP3 oder sonstigen Formaten nicht so ins Gewicht fällt, aber bei einer qualitativ hochwertigen Anlage stört es. Doch kommen wir zur Musik an sich.

Es fängt heftig und laut an mit REARRANGEMENT OF THE GODS und erinnert an Crossover-Bands aus den 90'ern wie Linkin Park oder die aus Luxemburg stammenden Fluyd. Hart riffend, Gesang auf Topniveau, aufwühlende Sprechstimmen, solierende UFO Gitarre und tolles Keyboardspiel. Doch bereits das folgende AMBITIOUS lässt befürchten, dass das Album an kompositorischen Schwächen leidet. Zu lange und zu simpel riffend, zu uninspiriert in den Soli und einem meist schreienden statt singenden Alexander Göhs.

BEAUTIFUL AGAIN ist geradlinig und klingt wie ein Rocksong der krampfhaft auf Hitparade getrimmt wurde. Dazu ein wiederum nicht überzeugender Gesang, sowohl Solo als in den Chören. Nun gut, man wird ja auch nicht dazu gezwungen alle zur Verfügung stehenden Tonspuren zu belegen wie es die Band hier tut. Wie es besser geht zeigen sie uns mit UNTIL THE LAST LIGHT BREAKS IN, wo es nach einem ruhigen Start fulminant los geht. Hier wird dem Progfan alles aufgetischt, was dieses Genre ausmacht: Tempo- und Taktwechsel, interessante Instrumentierung, Wechsel zwischen ruhigen und bombastischen Passagen. Süchtig machende Riffs und Soli. Davon doch bitte mehr.

Doch das Album läuft nicht rund, denn mit LET ME DOWN kommt wieder so ein typischer Pubertätsrocker mit einem während 8 Minuten mehr schreienden als singenden Göhs. Hatten wir doch erst. Mit SAD TODAY dann die einzige Ballade des Albums. Klavier und Gesang, das muss reichen.

FINALLY ist der letzte Track des Albums und mit über 14 Minuten ein echter Longtrack. Fängt modern an, man hört elektronische Sounds, eine richtig fett jaulende Gitarre und endlich mal eine sich langsam aufbauende Komposition die spannend klingt. Das Ganze größtenteils instrumental eingespielt stört auch kein Gesang bis Minute 3. Und diesmal sitzt auch dieser Part, kein Geschrei, pure Emotion. So klingt das Album zumindest versöhnlich aus.

2 absolut tolle, 2 noch qualitativ gut vertretbare und 3 leicht schwächere Songs, dazu eine etwas zu dünne Produktion. Das ergibt leider keine Topnote.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.6.2017
Letzte Änderung: 14.6.2017
Wertung: 8/15
für Fans von (leichterem) Progmetal 1-2 Punkte mehr

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Dante

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2008 The Inner Circle 8.00 1
2013 November Red 11.00 1
2017 Where Life was beautiful – Live in Katowice 10.00 1

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