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Animals As Leaders

The Madness of Many

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: instrumental; Progmetal
Label: Sumerian
Durchschnittswertung: 13/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Tosin Abasi guitar
Javier Reyes guitar
Matt Garstka drums

Tracklist

Disc 1
1. Arithmophobia 6:01
2. Ectogenesis 4:56
3. Cognitive Contortions 4:29
4. Inner Assassins 5:30
5. Private Visions of the World 4:57
6. Backpfeifengesicht 4:27
7. Transcentience 5:32
8. The Glass Bridge 5:04
9. The Brain Dance 7:01
10. Apeirophobia 4:59
Gesamtlaufzeit52:56


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 2)


Er aber sagte und sprach: Siehe! Die Götter des Tech-Prog sind abermals aus den himmlischen Gefilden herabgestiegen und haben den Menschen ein Meisterwerk sleeken Techs beschert, das die Ärsche all jener bleichen Djent-Bubis zurück in den Laufstall tritt!

OMFG!!!

Animals as Leaders!

Frankfurt, Batschkapp – wer war da? Jemand von Euch da? Das Konzert mit Synchronic? HAM! MER! Tech! Tech! Tech! Und mittendrin der Nik. Tech-Nik!

Yaya, ich hör ja schon auf.

Tech! Fuck, yeah!

Und sonst? In der Batschkapp? Metal-Fans? Prog-Fans? Nopsen, Män! Gitarristen.

Tech, Män! Damn! Animals as Leaders sind back! Mit einem Bäng. Oder besser, mit 27.476 Bängs, denn so oft wird hier die Saite angeschlagen. Sollmer auch sagen. "The Madness of Many" ist ein f...ing Meisterwerk. Ein Album aus der OMFG-Kategorie. Wieder! Kaum denkt man, Animals as Leaders hätten die Grenze des Menschenmöglichen erreicht, drehen sie noch mal weiter auf. Tosin abasiert sich durch die neuen Stücke, als hätte er die Roboterhand vom Sohn des alten Skywalker und seine Jedi-Kräfte dazu, so kieferausrenkend ist seine Tech- - öhrm - -nik. Reyes und Garstka stehen ihm in nichts nach – manche Stücke klingen so, wie wenn meine Tante, die Weltmeisterin im Speed-Tippen, einen Fünftklässleraufsatz runtertippt und Abasi dazu wunderschön soliert. Es ist einfach ein Genuss.

Und gar nicht so metallisch. Naja, bei Sachen wie "Private Visions of the World" würzen die Jungs schon ganz schön los, aber es gibt auch diese Progger wie "Backpfeifengesicht" (ein Titel, den viel zu wenige Stücke tragen), oder, für die zartbesaiteten, den einen Softer "Apeirophobia".

Der Tech-Aspekt dieser Musik zeigt sich in dem unglaublich dicht gewobenen Staccato-Gewitter, das fast allen dieser Stücke zugrunde liegt. Wer hier mitzählen will, muss mindestens so schnell zählen, wie meine Tante tippt. Bis 13. Oder 127. Zahlreiche 127/13-Takte hier. Darüber legt der Maestro sodann seine großartigen Soli. Oder das Saitenkraulen auf "The Glass Bridge"! Wunderschön.

Der Metal steckt in den schweren Riffs, das war's dann aber schon, deshalb habe ich oben bewusst Tech-Prog geschrieben und nicht Tech-Metal. Klar, es geht hart zu, aber metalferne Hörer können hier ruhig mal ein Ohr wagen. Das Ganze ist produktions- und geschmacksbedingt immer auf der geschmeidigen Seite der Ästhetik. Animals as leaders sind ja berühmt für diesen sleeken, freundlichen, aber nie kalt-glatten Klang. Ästhetik, Män! Das macht eben den Musiker aus, der seine Technik als Mittel einsetzt und sie nicht zum Zweck macht. Zu welchen Perlen das führen kann, wenn man alles perfekt dosiert, kann man Stücken wie "Transcentience" oder "The Brain Dance" ablauschen.

Alles in Allem! Animals as Leaders haben – erneut! – was ein Album vorgelegt. Ou Män. 2016 verabschiedet sich mit ein paar echten Hämmern.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Eben!
Veröffentlicht am: 17.11.2016
Letzte Änderung: 17.11.2016
Wertung: 13/15
Meine Tante ist gar nicht die Weltmeisterin im Speed-Tippen. Postfaktisches Rezensieren.

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


"Glernt is oanfach glernt!"

Animals as Leaders gehören nach meinem Dafürhalten zu den wenigen Bands, die auf sehr hohem technischen und musikalischen Niveau agieren und diese Qualität bisher auf jedem neuen Output zumindest halten, wenn nicht gar steigern konnten. Nach Weightless war ich der Meinung, dass sich dies nicht mehr toppen lässt. The Joy Of Motion war dann noch eine Spur knackiger und präziser. Und wir reden hier bereits von einer Band, die unglaublich präzis ist und sich nahe der technischen Perfektion bewegt. Nun also das vierte Album in sieben Jahren.

Und es geht gleich mit einem polymetrischen Kracher los: Arithmophobia. Ein Wortspiel. Ein Oxymoron im musikalischen Sinne. Ich bin sicher, AAL lieben vertrackte Rhythmen. Vorhofflimmern oder -flattern, AV-Block II° mit Wenkebach-Periodik, ventrikuläre Extrasystolen, alternierend mal als Bigeminus, dann als Trigeminus. Genial. Ganz mein Ding.

AAL packen sehr viel Musik und Abwechslung in sehr kurze Zeitabschnitte. Kaum irgendwo bekommt man so viele geile Riffs, Bass-Läufe, Breaks, fill-ins und Metren, wie beim Trio aus Washington D.C. Auch auf "The Madness of Many" machen Oluwatosin Ayoyinka Olumide "Tosin" Abasi, Javier Reyes und Matt Garstka keine Ausnahme und komponieren sich 10 beeindruckende Stücke auf den Leib. Die sind weniger hart als auf dem Vorgänger, aber oftmals noch holpriger.

Kennt ihr das, wenn jemand neben euch schnell auf einer Tastatur tippt oder jemand im Zimmer nebenan mit einem Ball prellt? Ihr den Ton des hin und her fliegenden Tischtennisballs hört? Ein monotones rhythmisches Geräusch? Im richtigen Tempo? Das im Körper Resonanz erzeugt? Ein wohliges Gefühl von Fluss, im Einklang mit dem eigenen Herzschlag?

Dies passiert mir bei Alben von AAL. Bei allen. Die Musik ist spürbar, macht etwas in mir, mit mir, ist physisch spürbar. Rhythmus, Rhythmus, Rhythmus!

Anspieltipp(s): Arithmophobia
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.1.2017
Letzte Änderung: 5.1.2017
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Animals As Leaders

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 Animals As Leaders 11.00 3
2011 Weightless 12.33 3
2014 The Joy Of Motion 13.00 3

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