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Sun Dial

Made in the Machine

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik; Psychedelic; Spacerock
Label: Sulatron Records
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Gary Ramon
Jolie Wood
Scorpio
Ranao

Tracklist

Disc 1
1. Meltdown 3:45
2. Contact 3:53
3. Ascension 4:40
4. Sea of Rain 3:33
5. Spacedust 3:57
6. Aurora 4:16
7. Sun Gate 4:13
8. Regenerator 6:41
9. Eclipse 4:17
10. Autopilot 14:28
11. In the Machine 3:52
12. Dark Planet 6:12
13. Slipstream 3:01
14. The Gates of Eden 5:31
Gesamtlaufzeit72:19


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 2)


„Made in the Machine“ kann als ziemlich adäquater Titel dieses Albums der Band um Gary Ramon verstanden werden. Auch nach über 25 Jahren klingt Sun Dial außerordentlich frisch. Der Sound geht diesmal sehr stark ins Elektronisch-Technoide. Vorwärtstreibende Drums mit manchmal peitschendem und elektronischem Effekt werden in diesem vorwiegend instrumentalen Album mit oft flächigen, psychedelisch-spacigen Synthiewolken kombiniert. Dadurch wird ein hübsch halluzinogener Effekt erzielt, wie man ihn z.T. auch schon bei Elektronikpionieren wie Tangerine Dream oder Klaus Schulze finden konnte. Manche Stücke weisen auch eine kraftwerkartige Roboterhaftigkeit auf.

Der Sound ist dabei von schneidender Klarheit, allein die seltenen Vocals schweben wie aus weiter kosmischer Ferne herbei. Der Opener „Meltdown“ weist auch eine gewisse wavige Referenz auf, aber insgesamt ist dies ein Moment, das für die Scheibe eher von untergeordneter Bedeutung ist. Bei den langsameren Stücken fühlt man sich auch mal wieder an Floyds „Set the Controls“ oder gar an Sabbaths „Planet Caravan“ erinnert. Der Longtrack „Autopilot“ fügt noch indische Elektro-Sitar-Klänge hinzu, die tatsächlich wie auf „Autopilot“ komatös vor sich hinmäandern.

Beeindruckend ist die Vielfalt der Eindrücke, die das Album auf der langen Strecke hinterlässt. Mit viel Gespür wechseln meditativ-ruhige und flott-treibende Nummern. Manchmal geht es mit den elektronischen Specials-Effekts an die Grenzen, aber auch hier kriegt die Band in der Regel die Kurve. Mit ihrem spacigen Elektro-Rock vereinen Sun Dial absolut souverän klassisches Spacerockerbe mit zeitgemäßer Ästhetik.

Die CD wird im Jewel-Case geliefert, die Doppel-LP auf klarem Qualitätsvinyl (limitiert auf 500 Stück) im Klappcover.

Anspieltipp(s): Ascension, Meltdown
Vergleichbar mit: Kraftwerk, Kreidler, Pink Floyd
Veröffentlicht am: 9.12.2016
Letzte Änderung: 9.12.2016
Wertung: 12/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


Wir schreiben das Jahr 1990. Unendlich wabernde Töne, flirrende Synthies, psychedelische Klänge, auf- und abschwellende Klangflächen schwirren im Raum. „Other Way Out“, das erste Album von Sun Dial erscheint.

Wir schreiben das Jahr 2016. Unendlich wabernde Töne, flirrende Synthies, psychedelische Klänge, auf- und abschwellende Klangflächen schwirren im Raum. „Made in the Machine“, das neue Album von Sun Dial erscheint.

Dazwischen liegen 26 Jahre, gespickt mit qualitativ unterschiedlichen Veröffentlichungen der Engländer. Die Namen der Musiker sind nicht bekannt, da die Band keine Infos veröffentlicht. Nur die Musik zählt. 14 neue Songs, fast alle um die 4-5 Minuten lang, außer einem Longtrack mit über 14 Minuten. Das sollte doch für Abwechslung sorgen. Und in der Tat tut es das. Die hypnotischen und monotonen Rhythmen bleiben in der Kürze der Songs spannend. Mal schnell und krautig wie in AURORA, mal orientalisch wie im langen AUTOPILOT, mal langsam fließend wie in SUN GATE.

Die Band bleibt dabei meist instrumental, Gesang ist selten. Es schimmert mal Tangerine Dream durch, feuriger Krautrock im Stile von Neu!, manches erinnert an Kraftwerk wie IN THE MACHINE, und der Opener MELTDOWN wäre auf einem OMD-Album ein Hit gewesen. Zu keinem Moment herrscht Stillstand oder Langeweile. Und das trotz vieler repetitiver und minimalistischer Klangmuster, die immer wieder variiert werden. REGENERATOR ist ein gutes Beispiel, um die Welt von Sun Dial zu verstehen. Meditativ-orientalisch, versponnen und träumerisch.

Natürlich muss man sich als Hörer auf diese Trip-Musik einlassen, die besonders im Longtrack AUTOPILOT extrem ist. Die luftige Art, die Abwechslung zu einfacheren neben experimentellen Tönen erleichtern es dem Hörer, sich in dieser Welt zurecht zu finden. Obwohl der Output an psychedelischer Musik in den letzten Jahren regelrecht explodiert ist durch die besseren und einfacheren technischen Möglichkeiten, sollte man Sun Dial eine Chance geben und mal rein hören. Fans sowieso, denn so gut waren sie schon lange nicht mehr.

Klanglich muss ich Christian beipflichten: der Klang ist tatsächlich schneidend klar und präzise. Ohne den geringsten Anfall von Kälte, im Gegenteil: die Wärme der Sounds ist trotz aller Technologie bestechend.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: jedem erdenklichen Psych
Veröffentlicht am: 18.3.2017
Letzte Änderung: 18.3.2017
Wertung: 10/15
fragt mich nicht, wieso ich das spannend finde. Aber irgendwas ist da.......

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sun Dial

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 Mind Control 11.00 1

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