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Pymlico

Meeting Point

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; New Artrock; sonstiges
Label: Apollon Prog Records
Durchschnittswertung: 12.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Stephan Hvinden Electric Guitars
Oyvind Broter Keyboards, Pianos
Axel Toreg Reite Bass Guitar, Synth Bass
Arild Broter Drums, Percussion, Keyboards, Additional Electric Guitars
Marie Faerevaag Saxophone, Paino, Voice, Percussion
Stig Espen Hundsnes Trumpet on #2, 6

Gastmusiker

Matthias Krohn Nielsen Acoustic Guitars on #1, 2, 3, 4, 6, 8, First Electric Guitar Solo on #6
Torbjorn Alsos Raae Electric Guitar Solo on #4
Larry Salzman Percussion on #3, 4, 8
Ivan Mazuze Alto Saxophone Solo on #4
Havard Fossum Alto Saxophone on #2, 6
Kristoffer Kompen Trombone on 2, 6

Tracklist

Disc 1
1. Crab Key 4:44
2. Second Rate Punk 7:29
3. Broken Glass 4:43
4. Iris 3:57
5. First Light 3:!2
6. NOL861613060 4:36
7. Lucy Does Not Approve 4:31
8. Erised 6:54
Gesamtlaufzeit39:56


Rezensionen


Von: Harald Schmidt @ (Rezension 1 von 2)


Pymlico sind ein noch junges norwegisches Quintett, das seit der Gründung 2009 in Oslo gleichwohl bisher bereits drei Alben und eine EP vorweisen kann. Ursprünglich eher als Solo-Projekt von Drummer und Keyboarder Arild Broter mit zahllosen Gastmusikern gestartet, hat sich durch intensivierte Live-Aktivitäten inzwischen eine stabile Bandbesetzung entwickelt, mit der die Band auf einigen skandinavischen Prog-Festivals zu hören war.

Pymlico haben einen grandiosen Sound entwickelt, welcher der Kreuzung aus vielfältigen musikalischen Einflüssen entspringt: Die Basis ist sicher etwas, das man als Progressive Rock bezeichnen kann. Hierzu gesellen sich Einflüsse aus Fusion, moderatem Modern Jazz und dezente Elektronika. Das treibende Fundament aus Schlagzeug und Bass wird verstärkt durch E-Gitarre und kühl klingendes Saxofon. Auf Gesang wird verzichtet und das kann die Band locker verschmerzen, es fällt nicht einmal wirklich auf, wenn Pymlico beispielsweise einen klassischen Prog-Part en passant in einen riffgetriebenen Big Band-Abschnitt überführen. Das geschieht derart unmerklich und souverän, dass dem Hörer ob dieser lückenlosen Verschmelzung ein ganz eigenes musikalisches Erlebnis zuteil wird.

Man findet tolle Gitarrensoli aller Couleur, bei auch ansonsten sehr abwechslungsreicher Gitarrenarbeit, die sich mit fantastisch leichten Keyboardsounds wunderbar ergänzt. Gerade die Keyboardklänge und das cool agierende Saxofon zaubern eine Frische in dieses Album, die geradezu hinreißend ist. Fast unnötig zu erwähnen, dass die Formation um Arild Broter es auch noch schafft, permanent packende Hooklines zu installieren, so dass man dem Album auch eine leichte Pop-Note – im besten Sinne - nicht absprechen kann.

Trotz der Komplexität der Arrangements bewahren sich die Kompositionen stets absolute Klarheit und Pymlico behalten jederzeit das richtige Gespür für die bestmögliche Entwicklung der Melodie und Atmosphäre. Klingt nach mitreißender und dennoch anspruchsvoller Instrumentalmucke? In der Tat! Mitunter mag man an den modernistischen Ansatz der Kollegen von Brother Ape denken, Pymlico präsentieren sich klanglich jedoch breiter. Die vier smarten Jungs mit ihrer hübschen Saxofonistin sind ganz sicher eine erstklassige Live-Band und brauchen gar nicht zwingend ein Prog-Publikum – mit leichten Variationen könnten Pymlico durchaus auch für Museen, Vernissagen und coole Club-Parties einen passenden Soundtrack abliefern.

Die Spielfreude und Leichtigkeit von Pymlico sind berauschend. Das sind keine technischen Prahlereien, vielmehr ist es diese Souveränität, die zur vom Hörer empfundenen Leichtigkeit führt. So sind auf Meeting Point Überraschungen, Spannung und Abwechslung jederzeit garantiert. Das Album besticht durch seinen kühlen Spaßfaktor, so dass der nicht vorhandene Gesang gar nicht ins Gewicht fällt: Genug Klangfarben bringen die intelligenten Skandinavier auch so auf die klangliche Leinwand. Ein Top-Album im Spitzensound – Pymlico werden noch viele Fans finden.

Anspieltipp(s): Crab Key, Broken Glass, Erised
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.2.2017
Letzte Änderung: 11.2.2017
Wertung: 13/15

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Von: Jürgen Wissing @ (Rezension 2 von 2)


Pymlico ist ein Name, den man sich merken sollte! Alles klar bei der Band: Mitreißend und schwungvoll unterhaltend kommt das – ziemlich kurze – Album daher. Mit klaren, durchdachten und auf den Punkt gespielten Instrumentalkompositionen, die keinen Gesang brauchen. Das Ganze ist anspruchsvoll und kommt dabei ohne gesteigerte Komplexität aus.

Die Norweger haben schlüssige Konzepte für ihre Stücke, setzen dabei auf Melodie und instrumentale Vielfalt, aus der das Gitarrenspiel herausragt. Mal klingt das dann deutlich nach Fusion, mal wird es funky, dann wieder auch (Retro-) proggig. Klare Songstrukturen, klarer Sound – da wird das Album sicher zum beliebten „Treffpunkt“ vieler neuer Fans. Ruhige Stücke oder Passagen sind selten, tragen jedoch zum sehr gelungenen Gesamtbild in bester Weise bei.

Apropos Gesamtbild: auch das reduziert wirkende Cover nebst Booklet und die glasklare Produktion verstärken den Eindruck, dass Pymlico sich hier auf das Wesentliche konzentriert haben. Dem Lob des Kollegen kann man sich hier bedenkenlos anschließen – tolle Scheibe, macht viel Freude und nutzt sich nicht ab!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.2.2017
Letzte Änderung: 16.2.2017
Wertung: 12/15
+

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pymlico

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2011 Inspirations 11.00 1
2014 Guiding Light 10.00 1

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