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Giant Hedgehog

Giant Hedgehog

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014 (CD 2016)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; Metal; Postrock; RIO / Avant
Label: Onbones Collective
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Moritz Nixdorf Drums
Patrick Aguilar Bass
Niklas Tieke Guitars
Thomas Mrosek Sax, Recorder

Tracklist

Disc 1
1. Giant Hedgehog 25:54
Gesamtlaufzeit25:54


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Giant Hedgehog kommen aus Münster und fanden 2009 zusammen. Das ist dann auch schon fast alles, was über die Band an Biographischem in Erfahrung zu bringen ist. Das Durchschnittsalter der Musiker dürfte wohl irgendwo um die Zahl 25 herum pendeln. Mit "Giant Hedgehog" (wobei es auch sein könnte, dass die EP "(25:54)" heißt - so steht es seitlich und hinten auf der CD-Hülle) legte die Band 2014 ihren ersten und bis dato (Stand Frühjahr 2017) einzigen Tonträger vor, der allerdings schon im März 2013 eingespielt wurde (und wohl erst seit Mai 2016 auch auf CD zu haben ist).

Das hübsche, beschaulich-naive Cover und der Bandname (ich musste jedenfalls gleich an Giant Hogweed denken), würden erst einmal einen retroprogressiven, vielleicht auch neoprogressiven klanglichen Inhalt vermuten lassen. Da läge man aber ziemlich falsch. Die Band selbst bezeichnet ihre Musik als progressiven Rock mit einem tiefen, verträumten und teilweise heftigen und kakophonischen Sound und verortet sich irgendwo im Grenzgebiet von Jazz und Metal. Als Inspirationsquellen werden Kayo Dot, maudlin of the Well, Van Der Graaf Generator und King Crimson genannt. Jo ... das passt schon mal ganz gut.

Eine lange Nummer ist auf dem Album zu finden, bestritten vornehmlich von E-Gitarre, Bass, Schlagwerk und Bass. Dazu kommt eine Blockflöteneinlage nach zweieinhalb Minuten, die zwar aufhorchen lässt, aber nicht so recht zum Rest der Musik passt und zudem etwas wackelig und dilettantisch dahin flötet. Ansonsten wird hier durchaus ansprechend, virtuos und meist deftig gerockt. Komplexes Gitarrenriffen bestimmt die Musik, oft klar in metallischen Gefilden verwurzelt. Dazu trötet das Sax, begleitet von der wuchtigen, komplex wuselnden Rhythmusabteilung. Mitunter wandelt sich die Musik auch in Richtung Jazzrock, ergeht sich in einem getragenen Postrock, oder wuselt eher freiformatig, mal heftig, mal schräg voran.

Doctor Nerve, Kayo Dot (in ihren Anfangstagen), Zs oder Svin (auf ihren ersten Scheiben) haben z.B. bisweilen ähnliche Musik gemacht, wobei die eben genannten Vergleichsbands etwas fetter, abwechslungsreicher und druckvoller zu Gange waren. Doch hatten diese meist nicht nur weitere Mitspieler die für Abwechslung sorgten, sondern auch eine etwas professionellere Produktion. Schlecht klingt "Giant Hedgehog" aber sicher nicht. Allerdings mangelt es etwas an kompositorischer Abwechslung und ist der Klangfarbenreichtum doch etwas reduziert, so dass die Musik über die lange Dauer des Stücks doch immer etwas gleichförmig klingt (abgesehen natürlich vom nicht ganz gelungenen Blockflötenausflug). Trotzdem macht das Zuhören ziemlich viel Spaß und schön krachen lassen es die Jungs auch.

Wer schrägen Prog zwischen Metal, Jazzrock und Avantgardistischem schätzt und keine Aversionen gegen ausschweifendes Saxgetröte hat, der sollte hier einmal reinhören. Potential für zukünftige Großtaten ist durchaus vorhanden. Schau' mer mal.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.2.2017
Letzte Änderung: 12.2.2017
Wertung: 9/15

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