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Mezz Gacano

Froka

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2016
Besonderheiten/Stil: live; mit Orchester; RIO / Avant; Zappaeskes
Label: Lizard
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mezz Gacano Electric Guitar

Gastmusiker

Flavio Virzì Electric Guitar, Coordinator
Anja Brezavšček Flute
Dario Lo Cicero Flute, Piccolo Flute, Synthesizer, self-made Instruments, Noises
Sara Bagnati Violin
Sofia Ahjoniemi Accordion
Marco Lo Cicero Double Bass, Electric Bass
Franziska Fleischanderl Dulcimer
Julien Megroz Drums, Vibraphone
Johannes von Buttlar Drums, Percussion, Toy Piano

Tracklist

Disc 1
1. Froka 1:12
2. Okain 4:46
3. Lioschi I 4:52
4. Lioschi II 6:39
5. Bechamel 6:21
6. Lioschi III 3:54
7. Kitchbitchbeach 3:54
8. Lioschi IV 2:07
9. Strategia 4:20
10. Lioschi V 2:53
11. Finale 6:13
Gesamtlaufzeit47:11


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Dieses Album wird gelistet unter den Angaben "Zone Expèrimentale plays Mezz Gacano", "Mezz Gacano, Zone Expèrimentale", "Mezz Gacano & Zone Expèrimentale" sowie "Mezz Gacano" - ich mach's mir einfach und schließe mich letzterem an. Wir wollen's nicht unnötig verkomplizieren.

Mezz Gacano ist ein Multinstrumentalist aus Palermo, der vor Jahren mit seiner Band die zwei Langspieler "Palora di Boskauz" und "Avangandiastrialopiteco" eingespielt hat, an die Ihr euch sicher noch lebhaft erinnert, wenn ihr Euch lebhaft dran erinnert. 2016 erschien "Froka", jetzt kommt's, eine Zusammenarbeit mit dem Orchester Zone Expèrimentale. Gacanos Musik ist eine eklektische Mischung aus Avant-Rock, Kammerprog und Jazzrock. Und wer jetzt an Frank Zappa denkt, liegt gar nicht so falsch. Gacano selbst taggt seine Musik mit "electronic frank zappa fred frith jazz mezz gacano orchestra alternative experimental improvised music Italy".

Ganz recht. Improvisiert ist hier allerdings nicht viel, das eine oder andere Gitarrensolo vermutlich. Stattdessen hören wir auskomponierten Neo-Avant, auch gern Kammerprog genannt, wobei der angesichts der Größe des Ensembles so kammerig gar nicht ist. Da ich gerade viel Opus Avantra höre, fallen mir die als Vergleichsgröße ein, allerdings nur deren avantgardistische Schrägklänge. Eingängiges gibt es hier nicht zu hören. Gacano und Zone Expèrimentale bieten stattdessen einen abwechslungsreichen Mix aus instrumentalen oft atonalen und immer schrägen Kleinodien, die mit viel Anstrengung gehört werden wollen. Dennoch wird es nie freiformatig-chaotisch, selbst die atonalsten Passagen kommen recht leichtfüßig daher und sind dadurch gut hörbar. Brachial wird es nie. Schön ist die bunt wechselnde Instrumentierung, mal hört man Bläser, mal Streicher, mal Akkordeon, dann wieder Vibraphon und E-Gitarre. Am proggigsten sind Passagen, in denen Schlagzeug, Bass und Gitarre in den Vordergrund treten. Allerdings wechselt all das in einem beständigen Fluss, so dass man meint, wie in einem Zug durch die Landschaft modernen und nicht ganz so modernen Avant-Progs zu fahren.

Nun zum "Aber". Bei aller Begeisterung für Mezz Gacano und dieses Album muss man sagen, dass der Klang nicht gerade professionell ist. Im Folder steht nur "Recorded at "Mitte" in Basel and at "Le Pantograph" in Moutier between 15th and 16th January 2013" - und Tonstudios sind das nicht. Das Ganze ist wohl eine Live-Aufnahme. Man mache sich auf einen etwas dosigen Sound gefasst, bei dem das Schlagzeug sich doch recht schepperig in den Vordergrund drängt, wenn es ertönt.

Was da allerdings erklingt, ist aller Ehren wert. "Froka" ist ein tolles Album.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.2.2017
Letzte Änderung: 15.2.2017
Wertung: 13/15
Wer auf glasigen Sound steht, zieht 3 Punkte ab

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