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23469 Rezensionen zu 16033 Alben von 6222 Bands.
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Ben Levin Group

People

(Tipp des Monats 4/2017)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Folk; Rock / Pop / Mainstream; Punk; sonstiges
Label: BenLevinMusic
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ben Levin Guitar, Vocals
Tim Doherty Guitar, Vocals
Kyle Harris Drums
Jessica Kion Bass, Vocals
Chris Baum Violin
Josh Friedman Piano, Keyboard
Courtney Swain Vocals on "Back on Earth"
Curtis Hartshorn Percussion on "Back on Earth"

Tracklist

Disc 1
1. Operator 4:53
2. Song That No One Wants To Hear 3:42
3. Desire 5:43
4. Aging 4:01
5. Goddess 3:58
6. Jody 3:52
7. The Accident 4:21
8. Back on Earth 6:15
Gesamtlaufzeit36:45


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @


Ben Levin ist Musikverrückter im positiven Sinne. Regelmäßig veröffentlicht er über seine Bandcamp Plattform neue Musik, sei es als Solokünstler oder mit Bent Knee oder wie hier als Ben Levin Group. Ich staune stets über die Kreativität und frage mich ernsthaft, wo die vielen Ideen eigentlich herkommen, die dann auch noch in ansprechender Form präsentiert werden.

Mit Jahresbeginn wurde nun das neue Album der Ben Levin Group „People“ veröffentlicht. Obwohl das Personal in weiten Teilen ähnlich dem von Bent Knee ist, schafft Ben Levin es auch hier, sich vom Gesamtbild seiner Hauptband zu distanzieren. Der Charakter des Albums ist ein ganz anderer. Und das liegt daran, dass Ben Levin diese Band dazu nutzt, anderes auszuprobieren, vielleicht auch um das unterzubringen, was bei Bent Knee nicht hineinpasst. Die Ben Levin Group limitiert sich nicht, so wie der Musiker Ben Levin sich eben entfaltet.

Zum Erstaunen bekommen wir hier ein Album im Singer/Songwriter Stil vorgelegt. Die Musik wird weitgehend akustisch vorgetragen. Man spielt mit fremden Einflüssen, baut auf Akustikgitarren auf, stellt den Gesang über alles. Der wird, dessen bin ich mir sicher, nicht jedem gefallen. Auf diesem Album hat Ben Levin weitgehend selbst gesungen, und daher dominiert seine etwas quäkige, nölende Stimme das Geschehen. Das gesamte Album bekommt dadurch einen klagenden Charakter, der durch den Einsatz einer Geige, Orchestration und hart angeschlagener Gitarren natürlich noch einmal an Intensität gewinnt. Fröhlich geht es hier in den wenigsten Momenten zu, obwohl sogar Einflüsse des Flamenco auftauchen. Die akustische Umsetzung hat zudem einen starken Folk Einschlag. Zeitweise driftet das Album sogar in Richtung Country ab.

Ein No-Go? Mitnichten. Und wenn wir schon bei eingedeutschten Begrifflichkeiten sind: Es benötigt etwas Eingewöhnung, aber dieses Album ist in meinen Ohren tatsächlich ein „Grower“, der mit jedem Durchlauf immer stärker seine Coolness offenbart. Ich war nie ein Freund dieser ganzen „Unplugged“ Mitschnitte, die es von so vielen Bands gibt, doch diesem Album steht genau dieses Feeling ausgesprochen gut. Es trotzt dem Hörer eine gewisse Offenheit ab, fordert unbedingt Auseinandersetzung. Das permanente Wehklagen in der Stimme kann auch anstrengend sein. Wenn im letzten Song dann aber die liebliche Stimme der Courtney Swain erklingt wirst du belohnt und bekommst die Leichtigkeit des Seins als krassen Kontrast in einem warmen, lebendigen Song zu spüren. Ben Levin ist meiner Ansicht nach mit diesem Album etwas äußerst Bemerkenswertes gelungen, das Innehalten erfordert und ein wenig mit Konventionen bricht.

Zur Bandcamp Seite

Anspieltipp(s): Goddess
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.3.2017
Letzte Änderung: 16.3.2017
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ben Levin Group

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2010 Pulse of a Nation 13.00 1
2012 Invisible Paradise 11.00 1
2015 Freak Machine 13.00 2

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