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Klaus Dinger + Pre-Japandorf

2000!

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017 (LP 24.4., CD 26.5.; aufgenommen 2000)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; live; Krautrock
Label: Groenland
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Klaus Dinger Gesang, Gitarre, Bass
Maki Umehara Gesang (1)
Kazuyuki Onouchi Schlagzeug, Klavier (1,2,3,5,6,7)
Masaki Nakao Mundharmonika, Gesang (1,2,3,4)
Viktoria Wehrmeister Gesang (2,3,4,6)
Andreas Reihse Keyboard (2,3,6)
Thea Djordjadze Gesang (4,6)

Tracklist

Disc 1
1. June 2. 2000! Lilienthal Studio 2:22
2. Pure Energy 5:14
3. Talk 5:15
4. Mayday 2000! 7:35
5. Untitled, September 12. 2000! 8:12
6. Midsummer 7:00
7. THANK YOU ALL! 2:40
Gesamtlaufzeit38:18


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Der bevorstehende Jahrtausendwechsel veranlasste Klaus Dinger Ende der 90er Jahre, sich nach neuen musikalischen Partnern für ein neues Projekt umzusehen. Immerhin spielte das Jahr 2000 schon bei seinem früheren Projekt La Düsseldorf eine gewichtige Rolle (Cha Cha 2000). Dafür gewann er die japanische Schlagzeugerin Kazuyuki Onouchi, sowie mit Sängerin Veronika Wehrmeister und Keyboarder Andreas Reihse (auch bei Kreidler) zwei Wegbegleiter aus seinem 90er-Jahre-Projekt La! Neu?. Dazu gesellten sich zwei weitere Sängerinnen .Die so entstandenen Sessions, die den Grundstein für das neue Projekt Japandorf legten, wurden im Frühjahr 2017 von Groenland Records als LP veröffentlicht.

Betrachtet man Klaus Dinger musikalische Projekte von Neu! über La Düsseldorf, La? Neu! bis Japandorf, so kann man einige Parallelen feststellen, typische stilistische Ingredienzen, die sich dementsprechend auch in diesen Sessions finden: punkige Freakouts zu monotonen Rhythmen (Pure Energy, Thank You All), melodiöse Exkurse über ebenso monotonen Rhythmen (Talk), monströse Krautrock-Orgien mit krachenden Gitarren (Untitled), aber auch zarte Klanggebilde aus wenigen Gitarrenakkorden (Mayday 2000!, das ursprünglich auf dem ersten Album von La! Neu? erschien). Gerne wird die Musik mit freakigen Gesangseinsätzen versehen, die manchmal nur aus dem Herausschreien einzelner Wörter bestehen.

Vieles wirkt dabei etwas roh und unfertig, manchmal auch etwas holprig. Sessionaufnahmen eben. Wobei diese Attribute sowieso nicht ganz untypisch für den Krautrock, speziell Dingerscher Art, sind und gerade den Charme dieser Musik ausmachen. Wie im Infozettel zu lesen ist, entstanden die Aufnahmen spontan, wenn die Musiker beim Kampieren im Garten von Dinger Zeeland-Studio der Ansicht waren, der richtige Moment sei gekommen. Dann ging’s ab in den Aufnahmeraum, Dinger legte auf der Gitarre los, die anderen setzten ohne große Probe ein. Klar, dass da nicht alles hundertprozentig perfekt lief, aber hier geht es letzten Endes mehr um die Dokumentation. Von daher wendet sich diese Veröffentlichung in erster Linie an ausgeprochene Dinger-Fans - sofern diese über einen Plattenspieler verfügen, denn das Album erscheint zunächst nur als LP. Die CD-Ausgabe ist für Ende Mai geplant.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.4.2017
Letzte Änderung: 17.4.2017
Wertung: 9/15
der Dinger-Fan legt noch was drauf

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