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Kairon; IRSE!

Ujubasajuba

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2014
Besonderheiten/Stil: Postrock; Psychedelic; RetroProg; sonstiges
Label: Svart Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Johannes Kohal Drums, Percussion
Lasse Luhta Guitars, Bass, Synthesizer
Dmitry Melet Bass, Vocals
Niko Lehdontie Guitars

Gastmusiker

Andreas Heino Sax, Clarinet

Tracklist

Disc 1
1. Valorians 5:02
2. Tzar Morei 9:45
3. Amsterdam 7:18
4. Swarm 9:40
5. Rulons 8:26
6. Les, Roh y Gribi 10:54
Gesamtlaufzeit51:05


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Kairon; IRSE! kommen aus Finnland, genauer aus der Gegend um Kaustinen, was im Westen Finnlands liegt. Der Bandname bedeutet - wie die Band mitteilt - nichts, geht aber auf ein nicht weiter erklärtes Wortspiel aus der gemeinsamen Schulzeit der Musiker zurück. Offenbar ist man seit dem Anfang des zweiten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends tätig.

Auf der Bandcamp-Seite der Formation ist ein 2010/11 entstandenes Album zu finden (mit dem Titel "the Defect in that one is bleach/We're hunting wolverines"), welches aber offenbar bisher nicht in physischer Form veröffentlicht wurde. Als ihr eigentliches erstes Album bezeichnet die Band selbst aber das 2014 als Download erschienene "Ujubasajuba" (was vermutlich auch nichts bedeutet), welches 2017 von Svart Records auch als CD (und 2xLP) aufgelegt wurde.

Die mir vorliegende Svart-CD ziert das obere der beiden oben gezeigten Coverbilder. Im Weltweiten Netz ist allerdings vielerorts das untere der beiden Cover im Zusammenhang mit "Ujubasajuba" zu finden. Vermutlich hat man für das physische Reissue ein neues Cover entworfen.

Lasse Luhta, Niko Lehdontie, Dmitry Melet und Johannes Kohal musizieren hier in der klassischen Rockbesetzung, druckvoll, kantig, energiegeladen und dynamisch, irgendwo im Grenzgebiet von Retrorock, Neopsychedlik, Shoegaze und Postrock, gelegentlich unterstützt von Andreas Heino an Sax und Klarinette. Post-Gaze habe ich das irgendwo beschrieben gefunden. Die Band selbst nennt ihre Musik übrigens Kaustrock, vermutlich nach ihrer Herkunftsstadt.

Härter rockende E-Gitarren, retro-hardrockig, crimsonesk bis spacig-psychedelisch riffend und jaulend, dominieren dicht verwoben jammend das Klangbild in den meist ausladenden Tracks, voran getrieben von der druckvollen Rhythmusabteilung. Gewisse postrockig-repetitive Elemente lassen sich aber auch ausmachen. Postrock (die nordisch-ätherische Version à la Sigur Ros) kommt dem Hörer aber vor allem dann in den Sinn, wenn die Klänge elegisch-melodisch dahin schweben, oft von Akustikgitarrenklängen oder einsam hallenden E-Gitarrentönen bestimmt, und dem recht speziellen Gesang. Seltsam hochlagig ist der ausgefallen, fast brüchig und zart, und ziemlich unverständlich. Ich vermute einmal, dass in Finnisch gesungen wird, allerdings würde man es wohl auch nicht verstehen, wenn Melet Englisch benutzen würde. Eine recht eigene, mysteriös-paganische, schwebend-luftige Stimmung wird so jedenfalls erzeugt, die auch anhält, wenn schließlich die dem Genre intrinsischen heftigeren Ausbrüche und krachigen Riffs über den Hörer hereinbrechen, mitunter übrigens begleitet von allerlei wirrem Synthesizerfiepen, -zischen und -dröhnen. Auch sonst sind immer mal wieder füllende Elektronikklänge im Hintergrund zu vernehmen. Selten, soweit ich das höre nur in "Rulons", sind auch Rohrblatttöne zu vernehmen, elegisch klagend bzw. deftiger trötend.

"Ujubasajuba" bietet somit einerseits recht typische, dynamisch wogende Shoegaze/Postrock-Ware, perfekt gespielt und auf hohem Niveau, die aber andererseits eine recht eigene, skandinavisch-folkig-seltsame Atmosphäre verströmt. Zumindest Postrockadepten sollten hier einmal reinhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.4.2017
Letzte Änderung: 13.5.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kairon; IRSE!

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2017 Ruination 11.00 2

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