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JPL

Le Livre Blanc

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: HardRock; Progmetal; RetroProg; sonstiges
Label: Quadrifonic
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jean Pierre Louveton Guitares,Voix,Basse,Percussions,Programmation
Jean Batiste Itier Batterie (1,2,5,8)
Ludovic Moro Batterie (3,7)
Guillaume Fontaine Piano (1,2)
Steph Hoinde Voix (3)
Dominique Leonetti Voix (4)
Sebastien Delestienne Basse (L'antidote)

Tracklist

Disc 1
1. Un livre ouvert 5.55
2. L'ermite 9.28
3. Joker 6.42
4. Trompe la mort 4.13
5. L'étoile du Nord 5.57
6. Convoléances 5.33
7. La Peste et le Choléra/L'antidote 7.19
8. Jehanne 10.47
9. Le Livre Blanc 6.10
Gesamtlaufzeit62:04


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Rechnet man zwei Zusammenstellungen mit, ist „La Livre Blanc“ die siebte CD, die unter dem Namen JPL erscheint. JPL steht für Jean-Pierre Louveton, der in der Progressive Rock-Szene als Bandchef von Nemo bekannt ist.

Da alle Songtexte (bis auf „Joker“) in französischer Sprache vorgetragen (und abgedruckt) werden, kann ich mich dem außermusikalischen Konzept des Werkes nicht wirklich nähern. Aber die Songtitel wie „Trompe la mort“ oder „La peste et le cholera“ - vom Albumtitel ganz zu schweigen - in Verbindung mit einem Artwork, das eigentlich nur aus Mittelalter-Referenzen besteht, lassen mich vermuten, „La Livre Blanc“ könnte sich textlich mit dem Mittelalter befassen.

Bis auf das für akustische Gitarren-Intro von „Un livre ouvert“ lässt der alleinige Stückeschreiber, Sänger und Multiinstrumentalist Louveton in der Musik kaum erkennbare Bezüge zum Mittelalter aufkommen.

Stattdessen widmet er sich der bewährten Stilmischung, die schon der Formation Nemo viele Fans beschert hat. Auch auf „La Livre Blanc“ wird nämlich der eher sparsam und schnörkellos arrangierte symphonische Retroprog in Verbindung mit den Hardrock-Riffs, episch angelegten Tracks sowie einigen balladesk-melancholischen Einfällen geboten. Die Gitarrensolos sind selten und muten meist eher songdienlich an.

Durch die Songs führt der narrative und dennoch melodisch-einfühlsame Gesang von Louveton, der manchmal leichte chansonesque Züge annimmt. Speziell in den Stücken mit der exponierten akustischen Gitarre, wie z.B. in „Trompe la mort“. Die Piano- und Orgel-Beiträge sorgen für zusätzliche Farbtupfer. Die Pianoklänge kommen in zwei Stücken von dem Nemo-Keyboarder Guillaume Fontaine.

Dieses Mal wird das Schlagzeug überwiegend von echten Schlagzeugern aus dem Nemo-Umfeld gespielt. Der mich ein wenig an (einen älteren) Ian Gillan erinnernde Gesang von Steph Honde in „Joker“ lässt das Stück noch mehr wie eine progressiv angehauchte Version von Deep Purple klingen.

Wer bereits die musikalische Begabung von Jean-Pierre Louveton durch die Alben von Nemo oder JPL schätzen gelernt hat, der kann mit der Anschaffung von „La Livre Blanc“ nichts falsch machen. Alle Freunde von rockigem, gerne bodenständig wirkendem Retroprog (sowie vermutlich auch die Neal Morse-Sympathisanten) dürfen mal reinhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.4.2017
Letzte Änderung: 23.4.2017
Wertung: 11/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


Jean-Pierre Louveton's Soloprojekt JPL geht in eine weitere Runde und nutzt die Pause, die sich seine Stammband Nemo selbst auferlegt hat. Der Gitarrist setzt seine Gitarren in den Vordergrund, was den Einsatz der Keyboards etwas reduziert. Er klingt dadurch nicht so sinfonisch wie Nemo. Das schwierige und komplex aufgebaute 9-minütige L'HERMITE bildet allerdings eine Ausnahme. Könnte genau so gut von Nemo stammen, bietet die typischen Nemo-Riffs neben fast orchestral anmutenden Keys und besticht durch den Wechsel zwischen bleierner Schwere und luftiger Brise.

Oft benutzt JPL die Akustik-Gitarre um seine Variabilität noch zu verstärken, obwohl die Band sowieso in jedem Moment beweist, dass sie in vielen Stilen zu Hause ist. Er beherrscht sie alle und zeigt einmal mehr, welch guter Musiker er ist. Technisch, aber auch kompositorisch. Es stimmt einfach und einige Gastmusiker setzen noch das Sahnehäubchen drauf.

Der Franzose Steph Honde macht auf dem stark nach Deep Purple riechenden JOKER einen hervorragenden Job und beweist seine Qualität am Mikro. In den Staaten, wo er mittlerweile lebt, hat er einigermaßen Erfolg mit seiner Band Hollywood Monsters, bestehend aus Don Airey, Tim Bogert und Carmine Appice! Da schnalzen ältere Hardrockfans mit der Zunge. Auf jeden Fall wäre der Song ohne seinen stimmlichen Einsatz nur die Hälfte wert. Klasse, auch wenn es natürlich nicht direkt Prog ist, wie wir ihn auf den BBS wollen.

Dominique Leonetti aus der französischen Band Lazuli singt mit TROMPE LA MORT einen rein akustischen Song, was hervorragend zu seiner fragil-kratzigen Stimme passt. Gute Wahl. Hervorragend auch noch das extrem Hardrockige LA PESTE ET LE CHOLERA, das die volle Wut des Sängers über die politische Rechte ausdrückt und der instrumentale Schlusssong LE LIVRE BLANC, wo er alle Facetten des Progs aufzeigt.

In den Texten geht es um reale Probleme, die JPL erkennt, aber nicht selbst lösen kann. Sei es die totale Überwachung der Menschen (UN LIVRE OUVERT), die Einsamkeit (L'HERMITE), die Gewissheit des Todes gleich in mehreren Songs sowie die Wiedergeburt der Rechtsradikalen (LA PESTE ET LE CHOLERA).

Wer auf gute Gitarrenarbeit mit den Stilen Prog, Hardrock, Rock und Folk mit gutem Songwriting und einer dynamischen Produktion steht, der sollte hier zuschlagen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.8.2017
Letzte Änderung: 14.8.2017
Wertung: 8/15
mit hin und wieder kleinen Schwächen, trotzdem solide. Leider fehlt der Proganteil in manchen Songs

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von JPL

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 Cannibales 9.00 2
2008 Retrospections Volume I 10.50 2
2014 MMXIV 12.50 2
2016 Retrospections Volume II 10.00 1

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