SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
18.6.2018
Il Bacio della Medusa - Seme
17.6.2018
Temple - Temple
Jack O'The Clock - Repetitions Of The Old City II
Bad Dreams - Chrysalis
Corde Oblique - Back Through The Liquid Mirror
16.6.2018
Sensitiva Immagine - E tutto cominciò così
Pyramid - Pyramid
15.6.2018
Real Ax Band - Just Vibrations - Live at Quartier Latin
Tusmørke - Fjernsyn i farver
Christian Fiesel - The Dark Orb
HAGO - HAGO
14.6.2018
Karmic Juggernaut - The Dreams That Stuff Are Made Of
Not A Good Sign - Icebound
Syrinx Call - The Moon On A Stick
Mike & The Mechanics - Word Of Mouth
Five-Storey Ensemble - Night en Face
13.6.2018
Arca Progjet - Arca Progjet
Armonite - And The Stars Above
ARCHIV
STATISTIK
24716 Rezensionen zu 16917 Alben von 6589 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Monkey Diet

Inner Gobi

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; HardRock; RetroProg; sonstiges
Label: Distributed by Black Widow Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Gabriele Martelli Guitars and Synth
Daniele Piccinini Bass and Synth
Roberto Bernardi Drums

Tracklist

Disc 1
1. Ego Loss 4.22
2. Inner Gobi 6.29
3. Slidin' Bikes 4.33
4. The Endless Day of Robby the Ant 6.18
5. Moth 9.15
6. Sorry Son...(I've lost your Car) 5.43
7. Moonshine 4.38
8. Seppuku 2.37
9. Viking 10.57
Gesamtlaufzeit54:52


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Anlässlich „Violato Intatto“ habe ich an anderer Stelle Folgendes geschrieben: der Bassist Daniele Piccinini hat Accordo dei Contrari nach den Aufnahmen zu „AdC“ verlassen, um die Musik spielen zu können, die ihm mehr Freiheiten erlaubt. Inzwischen wurde das erste Album einer neuen Formation Monkey Diet veröffentlicht, an der er maßgeblich beteiligt ist.

Laut der Beschreibung der Plattenfirma war die Besetzung von Monkey Diet eher durch einen Zufall zusammengekommen. Der PropheXy-Gitarrist Gabriele Martelli und der ex-AdC-Bassist Piccinini wurden von einem gemeinsamen Freund gefragt, ob sie nicht Lust hätten, gemeinsam Musik zu machen. Da Piccinini gerade frei war und Martelli nach neuen Herausforderungen suchte, haben beide eingewilligt. Der eigentliche Initiator und gemeinsame Freund (der offenbar anonym bleiben soll) konnte am Ende doch nicht mitmachen. Stattdessen hat man den Drummer Roberto Bernardi verpflichtet.

Musikalisch bekommt man auf „Inner Gobi“ ein rauh und unverbraucht musizierendes Duo, bei dem alle Musiker gleichberechtigt agieren. Zu den auffallendsten gehören wohl die Stellen, an denen die Bassgitarre mittels einer Fuzzbox eine exponierte Stellung bekommt. Auch der Gitarrist experimentiert gerne mit den Klängen, bzw. mit den diversen Effektboxen.

Auch nicht selbstverständlich bei den Rockproduktionen: die Bassgitarre ist bei Monkey Diet stets gut hörbar und kreativ am Gesamtprozess beteiligt. Zusätzlich aufgenommene Synthesizer-Beiträge, oder Chorgesänge am Anfang von „Moth“ erweitern das Klangspektrum des Trios ein wenig. Aber ansonsten könnte das Gebotene durchaus Live im Studio entstanden sein.

Irgendwie hätte ich erwartet, dass das Trio ellenlange Jams jazziger, oder rockiger Prägung veranstaltet. Stattdessen kommt mir die Musik meistens ziemlich durchkomponiert und überwiegend rockorientiert vor. Natürlich gibt es immer Freiräume für die Gitarren- und manchmal auch Bass-Solos, oder für kurze Jams, aber bis auf einige wenige Jazz-nahe Passagen befindet man sich meistens in den rockigen Gefilden.

Manchmal glaube die Inspirationen durch die Rock-Formationen wie Wishbone Ash, Ten Years After, oder Grateful Dead herauszuhören, die bei Monkey Diet allerding durch den Prog-Fleischwolf gedreht wurden. An anderer Stelle dann gibt es dann an Canterbury-Prog, oder an spacige Jams erinnernde Exkursionen („The Endless…“), doomig eingefärbte Riffs („Moths“), oder rockige Einfälle, die Progmetal noch am nächsten stehen („Ego Loss“).

Ich konnte außerdem noch Hardrock-Momente ausmachen, die beispielsweise Deep Purple gut zu Gesicht stehen würden, oder Passagen, die dem Instrumental-Album eines hart rockenden Gitarrenhelden entstammen könnten („Seppuku“). Mitten im Hardrock findet der Hörer dann kopflastige Übergänge und Akkordfolgen, die man direkt als progressiv bezeichnen müsste.

Gerade solche nicht unbedingt zu erwartenden Eindrücke machen „Inner Gobi“ dann für mich hörenswert. Die Scheibe ist definitiv etwas für Freunde von guter und ungewöhnlich zusammengesetzter instrumentaler Rockmusik, die sich um keine Genregrenzen schert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.6.2017
Letzte Änderung: 16.6.2017
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum