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Minco Eggersman

Kavkasia

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017 (30.06)
Besonderheiten/Stil: Ambient; Jazz; Moderne Klassik; Postrock; Worldmusic / Ethno; sonstiges
Label: Volkoren
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Minco Eggersman vocals,guitars,harmonica,accordion,synthesizers,samples,field recordings,add.bass
Svante Henryson Cello
Jonas Nystrom Church organ,trumpet and horn
Audon Erlien Bass
Buba Vocals
Macedonian Symphony Orchestra
Paul van der Feen Saxophone
Oene Van Geel Violin
Hanna Ekstöm add.Violin
Jonas Pap add.Cello
Lincoln Ho Trombone
Eljakim Okkerse add.guitar
Joost van't Hoff Piano and Synthesizer
Rene de Vries add.Piano
Jason Cohen add.field recordings

Tracklist

Disc 1
1. Hidden in Clouds 1.08
2. The Crossing Place 2.53
3. Dance 3.55
4. The Black Sea 3.02
5. Holy Ground 5.04
6. The Other Side of Dawn 2.38
7. Stepandsminda 2.33
8. Melisma & Gurian 2.03
9. Deda Ena 3.49
10. Tbilisi Calls 11.52
11. Mount Ararat 3.35
12. Home of the Brave 3.25
Gesamtlaufzeit45:57


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


Der 1977 geborene Minco Eggersman war zunächst als Produzent und Rock-Schlagzeuger aktiv. In den letzten Jahren komponierte er Musik für Filme und Fernsehserien. Unter dem eigenen Namen (oder als ME) hat er bisher je nach Quelle entweder drei, oder sechs Alben veröffentlicht.

Die 2017 neue CD von Eggersman heißt „Kavkasia“ und ist laut Bandcamp unter dem Künstlernamen ME erschienen. Verwirrenderweise steht da „by Marco Eggersman“ auf dem Cover und nicht ME. Die Tatsache, dass die Promotion-Firma die Ansicht vertritt, Kavkasia wäre eigentlich ein Projekt-, oder Bandname, macht die Lage auch nicht gerade übersichtlicher. Beim Anlegen des Albums auf unseren Seiten habe ich mich (wie immer) nach dem Cover gerichtet.

Als Inspiration für „Kavkasia“ von Minco Eggersman diente eine Reise durch Georgien. Die Musik soll die Suche nach Kraft, Schönheit und Ruhe widerspiegeln, die Eggersman und seine Frau in der zerklufteten Landschaft Georgiens unternahmen.

Die eher meditativ wirkende Musik wurde schon mit David Sylvian und Talk Talk (nach ihrer Synthiepop-Phase) verglichen und ist stilistisch wohl zwischen Folk, Ambient, World Music, Neo-Klassik, Jazz und Postrock anzusiedeln.

Ein Orchester sowie die Gastmusikerinnen und Gastmusiker an Cellos, Bass, Gesang, Geige, den Blasinstrumenten und Kirchenorgel haben Eggermans Kompositionen entweder ohne seine hörbare Beteiligung eingespielt, oder begleiten ihn dezent bei den wenigen Stücken, die mit Gesang versehen sind. Auf Schlagzeug, oder sonstige Perkussion wurde hier ganz verzichtet.

„Hidden in Clouds“ wurde für Piano, Cello, Geige und ein Streichorchester arrangiert. „The Crossing Place“ besteht aus zart angedeutetem, von Streichinstrumenten begleitetem Rhythmus, zu dem die Geige eine melancholische Melodie anstimmt. „Dance“ ist ein folkiges Lied für Stimme, akustische Gitarre und die orchestrale (aber alles andere als bombastische) Begleitung. „The Black Sea“ und „Home of the brave“ werden von einem Bläserensemble vorgetragen. „Holy Ground“ wäre wohl als typischer, von Sopransax-Solos angeführter Ambient-Jazz zu bezeichnen, wenn da nicht die Beiträge von einer Kirchenorgel wären.

Das für Gitarre, Cello, Streicher und Piano arrangierte „The other Side of Dawn“ ist wohl am ehesten noch dem sog. Postrock zuzuordnen. Zum ersten Teil von „Stepandsminda“ fällt mir „Ambient-Folk“ ein, während der zweite Teil von einer Kirchenorgel bestritten wird. Der „ethnische“ Gesang von „Melisma & Gurian“ und „Deda Ena“ wird von einem Herrn namens Buba (einem Mitglied des georgischen Iberi Chor) beigesteuert. Im letzteren Stück wird Buba von einer akustischen Gitarre, den Streichern und einem Bläserensemble begleitet. Mit „Tbilisi Calls“ erwartet den aufmerksamen Hörer eine Herausforderung in Gestalt eines Ambient-Postrock-Neoklassik-Jazz-Longtracks. „Mount Ararat“ für Gesang, Piano, Bass und diverse Streichinstrumente rechtfertigt in seiner Stimmung die Vergleiche mit David Sylvian.

Zum Gesamtkunstwerk von „Kavkasia“ gehören auch die stimmungsvollen Landschaftsfotos aus Georgien im CD-Heft, die einen Albumtitel „Soundtrack for Georgia“ rechtfertigen würden.

Die sehr ruhige, getragene Musik von Kavkasia passt wohl nicht so ganz zu unserer hektischen Zeit, in der die Aufmerksamkeitsspanne des Menschen angeblich unter der von einem Goldfisch gesunken ist und damit im Sekundenbereich liegt. Und stilistisch setzt sich Minco Eggersman damit sowieso zwischen alle Stühle. „Kavkasia“ ist aber „trotzdem“ durchaus hörenswert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.6.2017
Letzte Änderung: 19.6.2017
Wertung: 10/15

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