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Machines Dream

Black Science

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; New Artrock
Label: Progressive Gears
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Brian Holmes Keyboards
Craig West Bass, Vocals
Jake Rendell Accoustic Instruments, Backing Vocals
Ken Coulter Drums
Rob Coleman Lead Guitar

Gastmusiker

Josh Norling Saxophone
Jakub Olejnik Vocals
Jennifer Gauvreau Backing Vocals
Chris Belsito Backing Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Armistice Day 1:34
2. Weimar 10:40
3. The Cannons Cry 4:18
4. Heavy Water 8:36
5. Airfield On Sunwick 6:11
6. Black Science 8:17
7. UXB 4:59
8. Noise to Signal 8:47
Gesamtlaufzeit53:22


Rezensionen


Von: Piotre Walter @ (Rezension 1 von 2)


„Black Science“ ist ein Konzeptalbum über die dunklen Seiten der Menschheit und ihre Technik im 20. Jahrhundert. Nachdenklich sinnieren die fünf kanadischen Musiker über Themen wie Weltkriege, Faschismus, Gier, Ausbeutung oder (Umwelt)zerstörung. Was dachte der Pilot der Enola Gay, der die erste Atombombe abwerfen musste?

Im schön gestalteten, zwanzgígseitigen Booklet kann man außer den Liedtexten auch die ein oder andere gedankliche Fußnote dazu lesen: “the constant hunger for war profits that fuels so much of modern economies“ - ein Satz der leider uneingeschränkt auch fürs 21. Jahrhundert gilt.

Der dritte Longplayer der Band Machines Dream ist ein melancholisches, atmosphärisch dichtes Werk geworden, bei dem die Band das erste Mal als Team komponierte und Songs aus anfänglichen Jamsessions entwickelte. Die neue Vorgehensweise hat sich ausgezahlt, finde ich.

Musikalisch ist man am ehesten im New Art Rock zu Hause, allerdings sind auch Einflüsse klassischer Pink Floyd-Musik zu verzeichnen (Heavy Water, Black Science) ebenso wie eine leichte Neoprog-Tendenz in „Weimar“. Aber jetzt nicht die Nase rümpfen; „Weimar“ ist eines der Highlights mit lebendigen, spannenden Keybords. In „UXB“ und „Noise to Signal“ kommt dann auch mal die härtere Gangart (u.a. der Gitarre) zur Geltung. Als Einflüsse oder Verwandtschaft sind sicher auch Porcupine Tree und Anathema zu nennen. Vom Tempo her spielt sich „Black Science“ jedoch im gemächlichen Bereich ab.

Die Band hat ein Händchen für prägnante Melodien und Stimmungen - der warme dezente Gesang von Craig West hält alles gut zusammen. Trotzdem hat man sich mit Jennifer Gauvreau, Chris Belsito (Backing Vocals) und Jakub Olejnek (Maze of Sound) auch Gastsänger eingeladen, ebenso wie Josh Norling der das Saxophon im Titeltrack bedient.

Black Science bietet einen kritischen Blick auf unsere Gesellschaft und ein melancholisch stimmiges New Art Rock-Album mit Biss und Melodik.

Anspieltipp(s): Weimar, Heavy Water, Black Science, UXB
Vergleichbar mit: Porcupine Tree, Anathema, Pink Floyd
Veröffentlicht am: 1.7.2017
Letzte Änderung: 1.7.2017
Wertung: 11/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 2 von 2)


Die Kanadier veröffentlichen ihr drittes Album und befassen sich mit den richtig düsteren Themen der Menschheit wie Fremdenfeindlichkeit, Krieg, Umweltzerstörung und Hunger. Dass die Musik da nicht nach Gute-Laune klingt, ist klar. Doch ruhig und melancholisch ist sie auch nicht. Da gibt es nicht nur in UXB und HEAVY WATER Passagen, wo dem Hörer die Haare mal geföhnt werden. Das erinnert dann mal kurz an Anathema, ist jedoch bei weitem nicht so übertrieben Wall-of-Sound mäßig. Was der Musik nur gut tut.

Sicher sind unzählige 70'er Progbands als Paten auszumachen, aber Machines Dream klingen im Gegensatz zu ihren Vorbildern zeitgemäß-modern und somit authentisch. Unterstützt von einigen bemerkenswerten Gastmusikern, allen voran Jakub Olejnik von Sound Of Maze als Sänger auf AIRFIELD ON SUNWICK. Er verleiht dem Song genau die Würde die der Text über das Schicksal der Polen nach 1939 verdient. Auch WEIMAR ist ein Longtrack mit bemerkenswerten Zutaten und Wendungen. Das dürfte jeden Proggie erfreuen, so wie das ganze Album musikalisch sehr zielgerichtet zum Konzept passt. Die kurzen Gitarrensoli, die schwebenden Keys und der pumpende Bass setzen immer wieder spannende Akzente.

Dass sie die Vergleiche mit Pink Floyd aber auch mit dieser CD nicht ablegen können (oder wollen?), ist schon dem Titelrack BLACK SCIENCE geschuldet. Wer ein Saxophon mit solchen Melodien einbaut, der muss sich Vergleiche gefallen lassen. Auch Soundschnipsel mit Stimmen u. ä. verstärken diesen Eindruck, werden aber spärlich benutzt und sind gut integriert.

Zum Schluss fällt das raue und live klingende NOISE TO SIGNAL etwas aus dem musikalischen Gesamtkontext. Verstärkt durch ein schräges Saxophon macht das den Track noch wütender und rauer, denn wie schrieb ich bereits zu Beginn meiner Rezi: ruhig, melancholisch und still sind sie nicht so richtig. Nein, neben leichtfüßig fließenden Melodien stehen fast immer dunkle Wolken in Form von harten Gitarrenriffs und Orgelattacken. Langeweile kommt da keine auf.

Machines Dream ist hier ein großer Wurf gelungen und jeder Fan von sphärisch-dichter Progmusik mit New Artrock-Anleihen sollte da unbedingt mal rein hören. Absoluter Kauftipp von mir.

Anspieltipp(s): am besten am Stück hören
Vergleichbar mit: Pink Floyd, Anathema, Airbag, Freedom To Glide
Veröffentlicht am: 10.3.2018
Letzte Änderung: 10.3.2018
Wertung: 12/15
nachdenkliche Texte, spannende Kompositionen, schönes Booklet. Da macht physisch Musik konsumieren Spaß

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Machines Dream

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2014 Immunity 10.00 1

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