SUCHE
Erweiterte Suche
NEUER LESESTOFF
Prog 50. Progressive Rock Around the World in Fifty Years (22.11.2017)
ARCHIV
NEUE REZENSIONEN
22.11.2017
Maat Lander - Seasons of Space - Book #1
Alan Simon - Songwriter
Wings Of Destiny - Kings Of Terror
Lifesigns - Cardington
Damn the Machine - Damn the Machine
King Crimson - Live in Chicago
French TV - Operation: Mockingbird
21.11.2017
French TV - Operation: Mockingbird
Peter Hammill - From the Trees
Orpheus Nine - Transcendental Circus
20.11.2017
Jeffrey Biegel - Manhattan Intermezzo
Badger - One live Badger
Various Artists - AMIGA Electronics
19.11.2017
Taylor's Universe - Almost Perfected
Hans-Hasso Stamer - Digital Life
French TV - Ambassadors of Good Health and Clean Living
Cluster - Cluster & Farnbauer Live in Vienna
ARCHIV
STATISTIK
24106 Rezensionen zu 16473 Alben von 6405 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Burning Ghosts

Reclamation

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; Metal
Label: Tzadik
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Daniel Rosenboom Trompete, Flügelhorn
Jake Vossler Gitarre, Baritongitarre
Richard Giddens Kontrabass
Aaron McLendon Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. FTOF 8:00
2. Harbinger 5:45
3. The War Machine 6:08
4. Radicals 7:02
5. Betrayal 5:33
6. Gaslight 2:21
7. Catalyst 4:21
8. Zero Hour 2:43
9. Revolution 2:25
Gesamtlaufzeit44:18


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Burning Ghosts ist ein Projekt des aus Kalifornien stammenden Jazzmusikers Daniel Rosenboom. Zusammen mit Gitarrist Jake Vossler, Bassist Richard Giddens und Schlagzeuger Aaron McLendon widmet er sich in dieser seit 2016 bestehenden Formation der Kombination von Jazz und Metal. Nach dem bei einem Minilabel erschienenen, titellosen Debüt ist das Quartett mit dem Nachfolger Reclamation bei John Zorns Tzadik-Label gelandet, wo das Album Mitte 2017 in der Reihe „Spotlight“ herausgebracht wurde.

Auch wenn ihre Musik komplett instrumental gehalten ist, versteht die Band sie als politisches Statement; dies wird eben ausschließlich mit musikalischen Mitteln verkündet. Dass die Band irgendwie unzufrieden mit den herrschenden Verhältnissen ist, merkt man jedenfalls sofort, denn die Musik klingt voller Wut und Aggression, wird derb und brutal, gleichzeitig vertrackt, komplex und mit zahlreichen Breaks und Windungen versehen um die Ohren gehauen.

Für den aggressiven Part sorgt insbesondere die fast permanent metallisch riffende Gitarre, die in verqueren, kantigen Läufen die Musik geradezu zerfräst, während die Trompete neben schrillem Kreischen auch mit bisweilen schon lyrischen Melodien dazu einen harten Kontrast bildet. Nicht weniger versiert agieren Kontrabass und Schlagzeug, die hin und wieder auch solistisch hervortreten; Gaslight etwa ist ein reines Duett von Kontrabass und Schlagzeug, die hier zusammen ein kunstvoll verwobenes Geflecht entwickeln, das von nervöser Unruhe beherrscht wird.

Das Quartett ist dabei keineswegs nur im Hochgeschwindigkeitsmodus unterwegs, schaltet durchaus auch mal ein paar Gänge in Tempo und Dynamik zurück - freilich nur, um rasch wieder Anlauf für die nächste Attacke auf die Gehörgänge zu nehmen. Und musikalische Kompromisse werden auch in solchen Passagen nicht gemacht, wie das fast schon freiformatige Zero Hour zeigt.

Ein fantastisches Album für Liebhaber jazzmetallischer Klänge. Die Kombination von Bläsern mit Metal-Gitarren ist zwar prinzipiell auch nicht mehr ganz neu, Burning Ghosts gelingt es trotzdem eigene Akzente zu setzen und eine ebenso eigenständige wie fordernde Musik zu schaffen. Groß!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.7.2017
Letzte Änderung: 14.7.2017
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum