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Opus Avantra

Lyrics

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1995
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Klassischer Prog; Moderne Klassik; RIO / Avant
Label: Artis Records
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alfredo Tisocco disklavier Yamaha, computer project, ensemble conductor
Donella Del Monaco voice
Saverio Tasca percussion
Enrico Professione violin
Andrea Corsara violin
Pieregidio Spiller violin
Martina Pattenon viola
Stefania Cavedon cello
Alberto Brendolin cello, free interpretation (4)
Gianfranco Spigolon contrabass
Angelo Lora oboe
Alberto Crivelletto flute
Tammittam Ensemble percussion (5)

Tracklist

Disc 1
1. Viaggio Immaginario

1. Parte 1 2:39
2. Parte 2 2:08
3. Parte 3 4:23

2. Misterious Japanese Suite

1. Parte 1 5:29
2. Parte 2 2:39
3. Parte 3 2:35
4. Parte 4 5:07

3. Ballata 2:57
4. Lirica Metafisica 5:20
5. Danza Arcana 4:38
6. Meditazione 4:55
Gesamtlaufzeit42:50


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Opus Avantra - der Name der Band setzt sich aus den Begriffen "Opus" ('Werk'), "Avanguardia" ('Avantgarde') und "Tradizione" ('Tradition') zusammen, und er ist programmatisch gemeint: Die Band, so ihr Gründungsmanifest, wollte die Grenzen zwischen den unversöhnlich gewordenen musikalischen Lagern überwinden, traditionelle abendländische Musik, avantgardistische Exkursionen und aktuellen Rock zu einer neuartigen Musik verbinden, mit Klassik, Folklore, Jazz und Elektronik im Hintergrund. Als wäre das nicht genug, hatte die Band auch noch Programmmusik im – äh – Programm.

"Lyrics", eines ihrer besten Alben, zeigt diese verschiedenartigen Einflüsse besonders exemplarisch. Das Album beginnt mit "Viaggio Immaginario" in einem zähflüssigen Elfertakt, über den sich in einem langsamen Crescendo nach und nach immer mehr Instrumente legen, bis die Band nach einem kraftvollen Fortissimo plötzlich verstummt. Ein starker Einstieg, der beim ersten, intensiven Hören eine fast schon hypnotische Wirkung entfalten kann. Später nutzt sich dieser Effekt etwas ab, ich jedenfalls ertappe mich hin und wieder dabei, das Stück zu skippen.

Die "Misterious Japanese Suite" schlägt dann prompt einen Haken in die entgegengesetzte Richtung: Tisocco, Tasca und einer der Violinisten produzieren ein modernistisches Staccato, in das nach und nach immer mehr Instrumente einstimmen. Teil zwei ist dann ein ruhigerer Trialog zwischen Piano, Flöte und Violine, bevor Piano und Percussion zu einem frenetischen Furioso zusammenkommen. Zu Ende gebracht wird das pianogetriebene Stück schließlich vom gesamten Ensemble, hier im vierten Teil wird dann auch das Versprechen eingelöst, das besagte, es gehe hier japanisch zu. Mysteriös ist das ganze Ding sowieso.

Mit "Ballata" folgt der leichtfüßige Moment, den das Album an dieser Stelle braucht. Ein volksliedhaftes Gesangsstück, Donella Del Monaco im Duett mit sich selbst, und eine der merklichsten Melodien Opus Avantras.

"Lirica Metafisica" ist ein metaphysisches Cello-Duett, seltsam, aber mit einer unglaublich dichten Atmosphäre. Yep, das geht auch bloß mit Instrumenten, ganz ohne Soundbasteleien. Wenn man's kann.

"Danza Africana" verbindet Sprechgesang mit Trommeln (Opus Avantra, unterstützt vom "Tammittam" Ensemble) und einem wilden Klavierostinato. Das ist sicher der seltsamste Track auf dem Album - und nicht unbedingt der Beste.

Der Xylo-Tranquiller "Meditazione" schließt ein gewohnt vielseitiges Opus-Avantra-Album ab. Die Band präsentiert auch hier wieder einen reichlich heterogenen und dadurch äußerst abwechslungsreichen Mix aus einerseits instrumentalen, oft atonalen und ziemlich anspruchsvollen Kleinodien, die mit viel Anstrengung gehört werden wollen, und andererseits sehr hörbaren, eingängigen Stücken, die dann hier von klassischen Vorbildern geprägt sind, aber auch vom Volkslied. Ein tolles Album, das vielleicht nicht unbedingt zum Einstieg in das Werk der Band geeignet ist, aber für Kenner ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Opus-Avantra-Sammlung sein dürfte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.8.2017
Letzte Änderung: 18.8.2017
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Opus Avantra

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1974 Introspezione 12.00 2
1975 Lord Cromwell (plays suite for seven vices) 9.00 1
1989 Strata 13.00 1
2003 Opus Magnum 13.00 1
2009 Viaggio immaginario 10.00 1

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