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Alwanzatar

Heliotropiske Reiser

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Krautrock; Psychedelic; Spacerock
Label: Apolloon Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

"Krizla" Flöte, Theremin, Synthesizer, Drum Machine, Sequencer u.a.

Gastmusiker

"Wepwawet" Gitarre

Tracklist

Disc 1
1. Dyrene Våkner 6:08
2. Heavy Nå 10:57
3. Stjernene Blekner 5:57
4. Rikosjett 17:19
5. Den Som Vender Seg Fra Solen 3:36
Gesamtlaufzeit43:57


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Alwanzatar ist das Soloprojekt eines norwegischen Musikers, der sich lediglich „Krizla“ nennt und ansonsten Mitglied der Band Tusmørke ist, wo er hauptsächlich Flöte spielt. Seit 2011 ist er auch solo unterwegs, und mit seinem im Spätsommer 2017 erschienenen Heliotropiske Reiser ist er erstmals in meinem CD-Spieler gelandet.

Als „Heliotropismus“ bezeichnet man die Eigenschaft mancher Pflanzen, Wachstum und Bewegung nach der Sonne auszurichten. Sind „heliotropische Reisen“ also Reisen zur Sonne? Das Label beschreibt die Musik jedenfalls als „colours seen by those who turn away from the sun“.

Wie auch immer, Heliotropiske Reiser ist ein waschechtes Solowerk: „Krizla“ spielt sämtliche Instrumente, neben der Flöte noch Theremin, eine „large number of interconnected hardware synthesizers“, Sequenzer, Drum Machine und allerlei Effektgeräte. Na, eine Ausnahme gibt es dann doch noch, denn auf einem Stück jemand namens „Wepwawet“ E-Gitarre. Herr (?) Wepwawet spielt übrigens auch der Band Wudewuse. Das steht im Infozettel des Labels und soll daher nicht verschwiegen werden.

Auf diesem komplett instrumentalen Album taucht Krizla bzw. Alwanzatar tief in krautig-psychedelische Klangwelten ein. Speziell der elektronische Krautrock de frühen 70er, aber auch die elektronische Musik der Berliner Schule haben hier deutliche Spuren hinterlassen. Allerlei blubbernde, pulsierende elektronische Klänge kommen aus den Boxen gepurzelt, vereinen sich zu einem kunterbunten Kaleidoskop synthetischer Klänge voller Wärme und Verspieltheit, garniert mit langgezogenen, schwebenden Klangschleifen weiterer Synthies und mystischem Flöten. Zusammen mit den mehr oder weniger prominent eingesetzten Rhythmen der Drum Machine, die gelegentlich noch um Sequenzerpatterns ergänzt werden, entstehen faszinierende spacig-psychedelische Klanggebilde, die mal eher schwebend daherkommen (etwa Rikosjett - was nichts anderes als Ricochet bedeutet), mal eher dynamisch (Heavy Nå).

Heliotropiske Reiser bietet einen wunderbaren Trip in höhere Sphären, ob nun der Sonne entgegen oder davon weg. Am passendsten wird die Musik mit einem weiteren Zitat aus den Infos des Labels beschrieben: “world music from other worlds“. Das trifft es perfekt! Reinhörmöglichkeit auf Bandcamp.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.8.2017
Letzte Änderung: 16.8.2017
Wertung: 11/15

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