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Papir

V

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Postrock; Psychedelic; sonstiges
Label: Stickman Records
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Nicklas Sorensen Guitars
Christian Becher Clausen Bass
Christopher Brochmann Christensen Drums

Tracklist

Disc 1
1. V.I 12.45
2. V.II 11.50
3. V.III 9.06
4. V.IV 14.59
Gesamtlaufzeit48:40
Disc 2
1. V.V 10.03
2. V.VI 11.03
3. V.VII 25.01
Gesamtlaufzeit46:07


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Genaugenommen könnte man für die 2017 neue Veröffentlichung von Papir die Besprechungen der vorausgegangenen Scheiben verwenden. Das Trio aus Kopenhagen bietet auch auf ihrer ersten Veröffentlichung bei Stickman Records immer noch die hochqualitative und abwechslungsreiche Art der progressiven Rockmusik, die gleichermaßen aus den Subgenres Jam-, Space-, Post- und Krautrock schöpft. Dem werden gelegentlich noch Passagen mit Ambient Soundscapes, Shoegaze und hartem Rock beigemischt.

Der geneigte Hörer bekommt sieben auf zwei CD’s, oder zwei LP’s verteilte Longtracks. Das eröffnende „V.I“ scheint kurz mit Stoner, oder Hard Rock zu flirten, eine Beobachtung die bei anderen Stücken kaum noch möglich ist. Die im ersten Teil von „V.II“ vermittelte idyllische Stimmung ist schon typischer für das Album. In „V.II“ treten die Rhythmen in Erscheinung, die an Neu! erinnern können. In „V.III“ widmet man sich verstärkt einer Mischung aus Postrock und Shoegaze, in der Energetisches und Verträumtes aufeinandertreffen. Mehrere Einfälle von „V.IV“ fallen wiederum durch die ausgeprägte Melodiösität auf.

Weite Teile der zweiten CD/LP sind mit dieser Art der Postrock-Papir-Stücke gefüllt, die in ihrer melodischen Entspanntheit bei einem Familientreffen wahrscheinlich von allen Generationen als sehr angenehm empfunden werden würden. Die Ambient-artige Ausrichtung von „V.VII“ kann sogar zu einer Jam-Rock-Meditation verführen.

Den Fans von Papir und Freunden von vielseitigem Instrumental-Prog ohne mathematische Ambitionen ist „V“ eindeutig zu empfehlen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.8.2017
Letzte Änderung: 16.9.2017
Wertung: 10/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Papir zum Fünften. Ein Doppelalbum. Fast 100 Minuten an Musik. Erzeugt von einem Trio. E-Gitarre, Bass und Schlagzeug. Über zwei CDs hinweg. Postrock mit Jamrock- bzw. Krautrocktendenzen. Wird das nicht irgendwann langweilig? Erstaunlicherweise nicht.

E-Gitarre, spacig hallend, kosmisch schallend, erhaben plingend, mal entspannt, mal dynamisch voran treibend, jazzig verspielt bzw. engagiert jaulend, ein druckvoller Bass und das Schlagzeug, monoton-stoisch-repetitiv bis vielseitig wütend, rocken hier also durcheinander, nicht viel anders wie sie es auf den Vorgängeralben getan haben. Dazu sind immer mal wieder Sounds ausmachen, die nach mit Tasten versehenen elektronischen Klangerzeugern klingen (in "V.VI" z.B., so nach 3-4 Minuten – Orgel oder Synthesizer?). Allerdings sind in der Besetzungsliste keine entsprechenden Angaben zu finden. Nicklas Sorensen (siehe auch sein exzellentes Soloalbum "Solo") bedient zudem bisweilen eine Akustikgitarre. Versehen mit viel Hall und Echo gleiten die Klänge dahin, mal freiformatiger durcheinander wabernd, mal sehr rhythmisch und Neu!-artig geformt (man höre z.B. das treibende "V.II"), mal deftiger rockend, mal entspannt klangmalend.

Wie eine Mischung aus Ash Ra Tempel, Quicksilver und Neu! wirkt diese Musik, allerdings dichter verwoben, eleganter vorgetragen, luftiger und entspannter musiziert (ohne dass es seicht oder langweilig wird), klangvoller, voluminöser und druckvoller produziert, und ab und an auch komplexer komponiert. Wer krautig-psychedelischen, progressiv-spacigen, hypnotisch-intensiven Jamrock schätzt, versehen mit einer gewissen jazzig-intellektuellen Note, der sollte "V" auf keinen Fall verpassen, auch wenn hier im Vergleich zu den Vorgängerscheiben nicht viel Anderes geboten wird. "More oft he same" gibt es hier also auf die Ohren, aber auf sehr hohem Niveau und von exquisiter Qualität. Also, ich könnte solche Musik tagelang hören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.9.2017
Letzte Änderung: 4.11.2017
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Papir

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2011 Stundum 11.00 1
2014 III + IIII 11.00 1

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