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Force Of Progress

Calculated Risk

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: Progressive Promotion
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Hanspeter Hess keyboards, seaboard rise, programming
Chris Grundmann keyboards, guitar, bass, programming
Dominik Wimmer drums, guitar, keyboards
Markus Roth keyboards, guitar, bass, programming
Andy Horn mix and master
Jef De Corte/Aeronaut cover and logo design

Gastmusiker

Matthias Klingner bass
Claus Flittiger guitars

Tracklist

Disc 1
1. Ticket 8:08
2. Sole Survivor 7:24
3. Shapeshifter 6:15
4. The Cube 4:40
5. Lift Me Up, Down By The Seaside 5:02
6. Always 5:27
7. Lost In Time, Like Tears In Rain 4:40
8. Calculated Risk 3:40
9. The Man Who Played God 8:25
Gesamtlaufzeit53:41


Rezensionen


Von: Volkmar Mantei @


Es ist immer schwierig, eine CD zu rezensieren, an deren Entstehung ein Musiker teilhatte, mit dem man befreundet ist. Indes, sechs Musiker und zwei weitere Mitarbeiter sind im Design des Digipacks angegeben. Ist also nicht nur einer ‚Schuld‘ an dem kalkulierten Risiko. Und ein hohes Risiko ist diese Mannschaft eingegangen.

Sie spielte ein instrumentales Album im belebten Progressive Metal Genre ein, zudem mit eigenem Charakter innerhalb der stilistisch gebräuchlichen Mittel der Musikabteilung plus eigener, verflixt unartiger Ausbrüche aus dem Musterkatalog sowie Stil- und Klangmitteln, die nicht allgemein vorgeschrieben sind.

Erster Höreindruck – der Sound des Schlagzeuges wirkt luftgepolstert. Starke, dominante Keyboards, nicht überaus harte Gitarrenwände, sondern überwiegend lyrisch melodisches Geschehen sowie ausführliche Sololäufe. Die technischen Kompositionen können überzeugen, ohne zu verblüffen. Das Rahmenprogramm ist kraftvoll und statisch belastbar. Was die Band daraus macht, womit sie die Grundkompositionen füllt, ist der starke Reiz des Albums.

Das muntere Spiel der drei Keyboarder (Progmetal – drei Keyboarder) überschattet den Einsatz der nachrangigen Gitarren bei Weitem. Ausgedehnte oder hinreißend überraschende Gitarrensoli gibt es, wie mittlerweile fast überall, fast nicht zu hören.

Dafür toben sich die Meister an den Tasten ausführlich an Equipment und Sounds aus. Manches Songmuster wird für ausführliche Soloarbeit permanent auf Strom gehalten, so dass hin und wieder auffällt, wie relativ ‚schlicht‘ die Songstruktur vor dem Inhalt ist. Es ist nicht alles eine Sache der Komplexe, Progressive Rock zu sein.

Die Sache der Komplexe, wohlgemeint der technischen, musikalischen Aspekte der Komplexe ist allgemein gern angesprochen im Genre, aber nicht überall sind entsprechende Gewürze drin.

Progmetal ist hier der harte, knackfrische Rockansatz gepaart mit der symphonischen ‚Stimme‘ der allgemeinen Klangästhetik, das druckvolle Schlagzeugspiel kurz vor Groove und weit vor Eingängigkeit.

Tendenziell sind so einige Ansätze zu jazziger Vielfalt zu entdecken, die dem Progressive Rock gern zur Seite stehen, um aus starren Mustern interessante Weite zu machen. Leider zu wenig Jazzanteil, aber: dies ist eine Sache des Fortschritts und es wird weiter gehen mit Force of Progress, hoffentlich.

„Calculated Risk“ ist ein Album für Keyboardfans, denen Planet X und Derek Sherinian gefallen, die auch schon mal Dream Theater (ohne Stimmchen) oder ähnliche Wuchtkanonen auflegen. Und vor allem für Keyboarder selbst, die Studien anhand dieser Songs bestreiten können.

Zuerst allerdings will die Band Fans finden und unterhalten. Genrefreunde werden gewiss nicht enttäuscht sein, wenn sie denn nicht Gitarrensüchtige ohne Kompromiss sind.

Mir gefällts und es tut mir nicht Leid, mich mehrfach damit beschäftigt zu haben (und zu werden).

Anspieltipp(s): The Man Who Played God, Sole Survivor
Vergleichbar mit: Planet X minus Jazz, Derek Sherinian
Veröffentlicht am: 19.8.2017
Letzte Änderung: 18.8.2017
Wertung: 10/15

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