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Arabs in Aspic

Syndenes Magi

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2017
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Apollon Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jostein Smeby Gitarre, Gesang
Eskil Nyhus Schlagzeug
Erik Paulsen Bass, Gesang
Stig A. Jørgensen Orgel, Keyboards, Gesang

Tracklist

Disc 1
1. Syndenes Magi 12:20
2. Mørket Pt. 2 9:34
3. Mørket Pt. 3 20:20
Gesamtlaufzeit42:14


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Auch nach vielen Jahren der Beschäftigung mit Progrock kommt es bisweilen noch vor, dass man auf eine Band stößt, deren Namen einem bislang unbekannt war, um dann festzustellen, dass selbige schon eine recht umfangreiche Diskographie aufzuweisen hat. So erging es dem Rezensenten jüngst mit einer norwegischen Formation, die sich den eigenartigen Namen Arabs in Aspic gegeben hat. Erst mit ihrem sechsten Album Syndenes Magi hat die Anfang der 2000er Jahre gegründete Band den Weg in den heimischen CD-Spieler gefunden.

Wie mag eine Band mit solchem Namen wohl klingen? Wahrscheinlich irgendwie schräg, bestimmt auch noch mit so bisschen Ethno dabei, wenn’s schon Arabs im Namen hat. Tja, völlig daneben gelegen. Arabs in Aspic sind eine lupenreine Retroprog-Band, ein musikalischer Nostalgietrip in die 70er, der immer wieder Erinnerungen an große Namen von damals evoziert. Darüberhinaus fabrizieren sie auch noch eine überwiegend flauschig-fluffige Musik, in der gerne sanfte Mellotron-Teppiche weit ausgebreitet werden. Eigentlich nicht die Art von Musik, die ich mir gerne zu Gemüte führe. Aber: die Mannen aus dem hohen Norden machen das so gut, dass ich’s trotzdem tu.

Drei Stücke nur finden sich auf dem Album, eines davon bringt es gar auf zwanzig Minuten. Da lacht des Progger Herz schon mal. Von der ersten Sekunde an begibt man sich auf eine musikalische Zeitreise tief in die goldenen 70er, wogen sanft die Tasten (meist Orgel oder Mellotron). Dazwischen legt die Gitarre ein paar Soli in David-Gilmour-Manier hin. Tatsächlich sind Pink Floyd hier immer wieder als Einfluss vernehmbar - freilich nicht die ganz frühen Psychedelic-Eskapaden oder die späteren Bombast-Orgien; vielmehr sin es die Floyd der mittleren 70er. Die Gitarre aus Shine on you Crazy Diamond hat ebenso ihre Spuren hinterlassen wie Claire Torrys Gesang weiland auf The Great Gig in the Sky. Dennoch verkommt die Musik nie zur bloßen Kopie.

Ein paar härtere Passagen mit kernigen Gitarrenriffs und dreckiger Orgel, die dann etwas an frühe Deep Purple erinnern, durchbrechen die Fluffigkeit immer mal. Dazu gibt es noch Gesang, der diesmal komplett in Norwegisch gehalten ist. Eine gute Entscheidung, verleiht der für uns ungewohnte Klang der norwegischen Sprache der Musik doch ein ganz eigenes Gepräge. Einiger Wermutstropfen ist leider gerade der Zwanzigminüter Mörket 3, der gegen Ende einige Minuten mit einer unmotiviert wirkenden Geräuschsequenz verplempert, bevor sich das Stück in der letzten Minuten wieder „fängt“. Nun ja, diesen kleinen Schönheitsfehler kann man letztendllich verschmerzen angesichts einer guten Dreiviertelstunde feinen Nostalgie-Progs.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.9.2017
Letzte Änderung: 17.9.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Arabs in Aspic

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2011 Strange Frame Of Mind 10.00 1
2013 Pictures In A Dream 11.00 1
2015 Victim of Your Father´s Agony 11.00 1

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