SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
11.12.2017
Syd Barrett - The Madcap Laughs
The Perc Meets The Hidden Gentleman & The Lavender Orchestra - Praha
Lesoir - Latitude
10.12.2017
LEF - HyperSomniac
Intervals - The Way Forward
Sairen - Ultima Lux
9.12.2017
Emerson, Lake & Palmer - Brain Salad Surgery
Bernocchi, FM Einheit, Jo Quail - Rosebud
8.12.2017
Paranight - Into the Night
Starsabout - Halflight
7.12.2017
Pink Floyd - Delicate Sound of Thunder
Playgrounded - In Time with Gravity
Melanie Mau & Martin Schnella - The Oblivion Tales
10 cc - Bloody Tourists
6.12.2017
Circle - TULIKOIRA
Michael Brückner Project - Mole
Johannes Luley - Qitara
Lesoir - Latitude
ARCHIV
STATISTIK
24169 Rezensionen zu 16520 Alben von 6433 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Guerilla Toss

Gay Disco

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2013 (EP)
Besonderheiten/Stil:
Label: NNA Tapes
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Kassie Carlson vocal noise
Peter Negroponte drum noise
Arian Shafiee guitar noise
Simon Hanes bass noise
Ian Kovac additional noise

Tracklist

Disc 1
1. Trash Bed 4:42
2. Pink Elephant 4:41
3. Operate 6:07
4. Sugar Better 4:48
5. Club Kids 5:10
6. Gay Disco 3:58
Gesamtlaufzeit29:26


Rezensionen


Von: Peter Meyer @ (Rezension 1 von 2)


Was haben Guerilla Toss mit Prog gemeinsam? Was haben sie mit Rock gemeinsam? Und was haben sie mit Punk gemeinsam?

Die Antwort ist so einfach wie verblüffend: Die Ergebnisse ihrer Verrichtungen haben einen definierten Anfang und ein definiertes Ende. Sie sind technisch im seit 1982 verfügbaren CDA-Format untergebracht, digital, 44100 Hertz Samplingfrequenz, 16 Bit Datentiefe. Das entspricht der für viele überraschenden Anzahl von 65536 Lautstärkestufen (und laut wird´s, versprochen!) Die Daten addieren sich auf vollkommen phantastische 42 Millionen, 336 Tausend binary digits, und das in jeder einzelnen Minute. Das sind eine Menge binary digits für´s Geld.

Wem jetzt vor Staunen der Mund offen stehen bleibt, dem sei versichert: Das ist noch nicht alles! Nein, Guerilla Toss, die in der Gegend um Boston ihr Unwesen treiben, haben noch mehr Gemeinsamkeiten damit, was Menschen gemeinhin unter Musik verstehen: Man kann sie über Lautsprechersysteme wahrnehmen. Und ein jeder, der sich diesem Wagnis gewachsen zeigt, kann Zeuge werden, wie die Urheber dadaistischer Geräuschansammlungen austesten, wie weit sie noch von Musik entfernt sind.
Man bekommt ungeheuer viel für sein Geld.

Anspieltipp(s): vorne beginnen, hinten aufhören
Vergleichbar mit: Geräuschen aller Art
Veröffentlicht am: 16.9.2017
Letzte Änderung: 16.9.2017
Wertung: keine Keine Musik, daher keine Wertung

Zum Seitenanfang

Von: Nik Brückner @ (Rezension 2 von 2)


Peter hat mit seiner "Rezension" (die Anführungsstriche sind nicht abwertend gemeint) den Reigen eröffnet - und eingangs gleich die richtigen Fragen gestellt: Was haben Guerilla Toss mit Prog gemeinsam? Was haben sie mit Rock gemeinsam? Und was haben sie mit Punk gemeinsam?

Gleich die erste Frage ist klug formuliert: Was haben Guerilla Toss mit Prog gemeinsam? Und nicht: Warum ist das Prog? Denn Guerilla Toss sind 'ne Punkband, oder besser, eine jener Bands im - zugegeben: seltsamen - Überschneidungsbereich zwischen Punk und Prog, in dem sich seit einigen Jahren so einige herumtreiben. Und den es im Grunde schon seit den Siebzigern gibt, man höre nur mal ein paar der abgelegeneren RIO-Bands aus dieser Zeit. Heute könnte man auf deutsche Bands wie Dyse verweisen, oder SchnAAk, an die Lyoner Szene denken, oder, wieder anders, an den Jazzpunk vom Jorge Arana Trio. Gibt so einiges in diesem Bereich, das Reinforschen lohnt sich!

Was haben wir hier nun an Elementen, die man progisch nennen könnte? Na, in "Trash Bed" zum Beispiel drei verschiedene Metren: Ein 3er, ein 4er und ein 7er. Wer gern zählt, dürfte auch an "Pink Elephant" seine helle Freude haben. In "Operate", einer Art nervig-repetitvem Punkpop, gibt es Mikrotonales zu hören, "Sugar Better" ist dann gar funky, auch hier werden die Taktarten und Tempi wild gewechselt, teilweise spielt die Band gleichzeitig in verschiedenen Tempi, und es gibt dementsprechend herrliche Dissonanzen zu hören.

Na, und so weiter, ich denk' es wird klar. Das Ganze ist, trotz der Lo-Fi-Attitüde verdammt gut gemacht, die fünf sind nicht einfach irgendwelche Freak Kids.

Was haben sie mit Rock gemeinsam? Und was haben sie mit Punk gemeinsam? Nun, das Instrumentarium und die Haltung, würde ich sagen. Rock deutlich weniger, aber defi Punk. Und defi Prog. Eine jener Bands im Überschneidungsbereich zwischen Punk und Prog eben. Kammer, mussmer aber nicht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.9.2017
Letzte Änderung: 17.9.2017
Wertung: 9/15
Gibt Besseres von ihnen

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Guerilla Toss

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2013 Guerilla Toss 9.67 4

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum