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Elektrum

Live At The Opera

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1998
Besonderheiten/Stil: instrumental; live; Spacerock
Label: Eigenverlag
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Klaus Bohling Guitar, Djembe
Ian Macdonald Bass, Flute, Djembe
Darren Haydon Drums, Percussion, Didgeridoo

Tracklist

Disc 1
1. Jungle juice 12:52
2. Red lead 5:21
3. Hinterland 7:08
4. Opus 9 10:47
5. Stone fish 5:18
6. Elektrum 8:16
7. Popocatepetl 7:42
Gesamtlaufzeit57:24


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Elektrum sind (waren?) auf dem hier rezensierten Tonträger der dänische Gitarrist Claus Bohling (in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts u.a. bei Hurdy Gurdy, Secret Oyster und Coronarias Dans tätig), der Bassist Ian Macdonald (nicht zu verwechseln mit Ian McDonald von King Crimson) und der Schlagzeuger Darren Haydon. 1992 startete der offenbar schon seit den späten 70ern vornehmlich in England lebende Bohling nach längerer Auszeit ein eigenes Trio, das sich zuerst Claus Bohling Band nannte, seit 1995 aber als Elektrum auftritt. Macdonald gehörte offenbar von Beginn an fest zum Lineup, während der Schlagzeuger häufiger wechselte.

Mit "Live At The Opera" legte die Band 1998 ihr Debütalbum vor, dem erst 2006 ein weiterer Tonträger folgte ("In The Far Field"). Danach ward nicht mehr viel von dem Projekt gehört. Vermutlich ist man nicht mehr aktiv. Bohling tritt aber in letzter Zeit bisweilen mit dem Øresund Space Collective auf.

Stichwort! Spacerock ist nämlich auch auf "Live At The Opera" zu hören. Das bei einem (?) Konzert mitgeschnittene Album (wo und wann wird im eher sparsamen Begleitmaterial nicht verraten) bietet recht reinrassigen Trio-Spacerock, bisweilen versehen mit ein paar weltmusikalische Verzierungen (Didgeridoo, Flöte, Djembe, Ethnogesänge) und leichten Reggae-Fragmenten, der im Weltweiten Netz bisweilen als "Ozrics ohne Tasten" bezeichnet wird. Das passt ganz gut, doch ist Bohling durchweg um einiges expressiver zu Gange, als die jeweiligen Ozric-Gitarristen. Überhaupt ist das Trio hier ausgesprochen dynamisch und engagiert am rocken, insbesondere Gitarre und Bass.

Bohling jault erdig-retropsychedelisch, glissando-spacig und jazzig-deftig mit viel Effekt und Hall, ein wenig à la Allen/Hillage, und das sehr druckvoll, verspielt und vielschichtig. Der Bass knurrt und splappt sich bisweilen deftig in den Vordergrund, und alles wird versiert vom Schlagzeuger (der zudem bisweilen in ein Didge pustet) voran getrieben. Er spontan und frei-jammend wird hier musiziert, perfekt aufeinander eingespielt und offenhörlich mit viel Spaß an der Sache, die sich schnell auf den Hörer überträgt.

Wer gitarrendominierten Spacerock in der Hillage-Nachfolge schätzt, der sollte sich das Album jedenfalls zulegen, ehe es vom Markt verschwindet. Es gibt hier zwar wenig Neues zu hören, doch das was aus den Boxen kommt ist ungemein unterhaltsam.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.10.2017
Letzte Änderung: 13.6.2018
Wertung: 10/15

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